Geländebau – Überseecontainer – Phase 1

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser, :)

Ich möchte mich heute mal an einem kleinen Tutorial für Tabletop-Geländebau versuche oder zumindest an etwas, was dem relativ nahe kommen sollte.
Objekt der Begierde ist ein Übersee- oder Frachtcontainer für 28mm Spielgröße und zumindest bei mir wird er wohl seine Verwendung für Warhammer 40.000 und Infinity finden.
Meine Inspiration für diesen Bau stammt aus einem anderen Blog (Quelle), doch seht selbst, was man aus etwas Pappe und Bastelkleber alles machen kann.

Container - Sneak Peak

Zutaten:

  • Wellpappe
  • Bastelkleber
  • Schere, Lineal, Bastelmesser
  • verschiedene Kleinteile (Zahnstocher, Fleischspieße, etc)

Grundsystematik und Maße:

Aus der Pappe werden die verschiedenen Seitenwände des Containers ausgeschnitten.
Je nachdem, wofür man den Container verwenden möchte, sollte man die Höhe, Breite und Länge entsprechend wählen. In meinem Fall habe ich folgende Maße verwendet:

Höhe: ~6cm
Breite: ~6cm
Länge: ~15cm

Warum gerade diese Maße?
Weil er bei mir, wie schon erwähnt, für 28mm-Figuren genutzt werden soll, die je nach Modell eben manchmal doch etwas größer sind, und bei 60mm Höhe somit fast jeder gute Deckung dahinter finden kann. Ein Modell, das dann doch noch darüber hinaus ragt, hat es eben nicht besser verdient. ;)
Wenn die Pappestücke zurecht geschnitten sind, muss vorsichtig eine Seite der Wellpappe abgelöst werden, denn schließlich soll ja die Aßenseite des Containers das markante Wellenprofil zeigen. Mit etwas Glück und Fingerspitzengefühl bekommt man das sogar so suaber hin, dass man die abgelöste, dünne Pappe fürs Basteln weiter verwenden kann.
In meinem Fall hat das ganz gut funktioniert und ich hab die meisten dieser Stücke für die Randverstrebungen meines Containers benutzt.

Container 001

Schaffe, schaffe, Häus… Container baue

Als erstes am besten die Bodenplatte zurecht legen und am Rand großzügig Bastelkleber verteilen.
Leider haben die Pappestücke nach ablösen einer Seitenwand die Angewohnheit sich zu verziehen bzw aufzurollen, aber mit etwas Geduld ist es machbar und spätestens wenn man die Verbindungen an die Kanten/Ränder klebt, hält es dann eigentlich ganz gut.
Für die Kanten habe ich die Pappereste verwendet, in 2cm breite Streifen mit jeweils passender Länge geschnitten und der Länge nach in der Mitte gefaltet.
Mit einer weitere Portion Bastelkleber an die vorhanden Konstruktion pappen und dan sieht das ungefähr so aus.

Container 002 Container 003

Zur Stabilisierung der Gesamtkonstruktion habe ich aus Papperesten ein kleines Kreuz eingeklebt, doch vermutlich wäre das gar nicht notwendig gewesen. Wenn alles zusammengebaut und der Kleber getrocknet ist, wirkt der Kasten ziemlich robust und massiv. Egal, hat auf jeden Fall das Zusammenbeuen etwas vereinfacht.
Sobald der Container den gezeigten Zustand/Fortschritt erreicht hat, sollte man sich außerdem überlegen, dem ganz Ding ein wenig Zeit zum Trocknen zu geben, damit beim Andrücken der folgenden Teile nicht andere wieder von ihren Klebekanten gedrückt werden.
Wenn man das ganze Prozedere dann weiter fortsetzt, hat man irgendwann diesen schicken, kleinen Kasten, doch das wichtigste Element fehlt immer noch: Die Tür! ;)

Container 004

Ja, ich habe an den Ecken etwas schlampig gearbeitet, aber auch ich lerne eben noch dazu. Außerdem lässt sich das wunderbar mit nem Klecks Kleber ausbessern und wenn es bemalt ist, sieht das eh kein Schwein mehr. ;P
Leider hat das Foto nen seltsamen Gelbstich, den ich auch bei der Bearbeitung nicht ganz wegbekommen habe. Also einfach nicht daran stören.

Wo iss’n hier der Eingang. Chäf?

Was benötigt so ein Container, wenn man etwas hineinstellen oder herausnehmen nöchte? Richtig: Eine Tür, Luke oder andere, derartige Öffnung.
Getreu meiner Inspiration bastele ich für das Schmuckstück also eine zweiflügelige Tür mit kleinen Schanieren und sogar einem angedeuteten Verschließmechanismus.

Container 005

Die Schamieren auf den Außenseiten sind Stückchen von ganz gewöhnlichen Schaschlickspießen. Ich hatte erst durchgehende Stücke zurecht geschnitten, doch habe mich dann dagegen und für diese paarweise Variante entschieden. Für die Riegel auf der Innenseite der Türflügel habe ich einfach zwei Zahnstocher getrimmt und mit einer guten Portion Bastelkleber in je eine Vertiefung im Wellenprofil der Tür geklebt. Der Verschluss des Riegels besteht schlicht aus einem kleinen Stückchen Pappe. Hier der Rest vom Karton eines Tau XV8 Krisiskampfanzuges von GW. ;)

WICHTIG:
Die Tür muss einige Millimeter flacher und schmaler als der eigentliche Container sein, weil sonst nicht genug Rand da ist für die Schamiere und außerdem, weil die Pappumrandung (mehr dazu gleich) mehr Platz frist, als man auf den ersten Blick vielleicht annimmt. Ich durfte den ersten Türflügel auf jeden Fall zweimal bauen. ^^

Zur Türumrandung:
Diese müssen etwas anders gefaltet werden, als die bisherigen Ränder, damit die Tür auch ein wenig nach was aussieht.
Ich habe dafür 1,5cm breite Pappstreifen verwendet und zu einer Art U-Profil gefaltet. Wobei 2/5 jeweiles die senkrechte Seite des Us ausmachen und 1/5 die waagerechte.
Beim Festkleben sollte man mehr auf Fingerspitzengefühl und Geduld, als auf Druck achten, damit die Tür auch ein wenig ihre Form behält.

Sobald das ganze etwas getrocknet ist, kann man dann noch kleine L-förmige Plastickstückchen als Verriegelung ankleben. Sicherheitshalber habe ich hier noch zum Sekundenkleber gegriffen, weil ich es nicht drauf ankommen lassen wollte, ob der halbgetrocknete Bastelkleber auch hält. ;)Wenn man das Ergebnis dann auf den auserkorene Containerseite aufklebt, sollte das in etwa so aussehen:

Container 006

So, das war’s an sich auch schon für diese Phase.
Ich hoffe ich komme in Kürze dazu das Ding zu bemalen, dann gibt es einen Bericht zur Phase 2.
Nach meinem aktuellen Plan werde ich da mal ein wenig am Schwamm versuchen, um „hübsche“ Rosteffekte und andere Verwitterungen hin zu bekommen.
Viel Spaß beim Nachbauen!
Kommentare und Anregungen dürfen gerne unter diesem Artikel hinterlassen werden.

Gruß
Peter

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