Geländebau – Ah, jetzt, ja … ein Felsen!

Herzlichen Willkommen meine Damen und Herren zum Schnellkurs „Felsen 101“. ;)
Ja, ich habe mal wieder gebaut.  Fangen wir als erstes mit einer einfach Zutaten- und Werkzeugliste an:

  • Styrodur (Menge ja nachdem wie groß der Felsen werden soll)
  • Abtönfarbe (schwarz, weiß, braun)
  • Vogelsand
  • Holzleim (+Wasser)
  • ggf ein paar Zahnstocher
  • eine alte CD (wobei man die wohl auch gut weglassen kann)
  • Grasstreu und evtl andere Graskleinteile (zB von The Army Painter)
  • Cutter, Pinsel (groß und nicht ganz so groß), kleiner Spachtel bzw Modellierwerkzeug

Leim, Styrodur, Farbe und Werkzeug gibt’s in jedem halbwegs guten Baumarkt (bin da mittlerweile ein Freund von Hornbach und nach einer Weile findet man dort tatsächlich das, was man sucht). Vogelsand (bevorzugt den mit Muschelstücken) gibt es in jedem größeren Supermarkt für 1-2 EUR/KG. Auf keinen Fall Geld für irgendwelches, teures Sand-Streugut und kleinen Portionen ausgeben. ;)
Grasstreu gibt es normalerweise zu einem guten Preis im Modellbaufachgeschäft, aber 1. habe ich hier in Nürnberg tatsächlich noch kein so gut sortiertes, wie in Minden gefunden und 2. sind in der Modellbauabteilung beim Conrad um die Ecke meist genau die Komponenten, die ich gerade suche, vergriffen… ^^

Aber kommen wir zu dem wirklich wichtigen: dem Felsen.
Noch ein Wort vorweg: Ich habe die ersten Arbeiten bereits vor längerer Zeit durchgeführt und daher fehlen ggf wieder Fotos von ein paar Arbeitsschritten. Ich gelobe Besserung *schwör* *hust* und vielleicht baue ich ja bald nochmal einen und kann sie dann nachreichen.

Schritt 1: Woraus besteht denn so ein Felsen? aka Leimsauerei … ähm … Kleben und Schneiden

Na, aus Styrodur natürlich! Oder hast du etwa gedacht, der wäre aus Stein? Pff… auf was für Ideen die Leute heute kommen. ^^

Basis ist auch bei diesem Geländestück wieder eine alte CD, aber ich denke, die kann man auch genauso gut weglassen, da der Felsen, nachdem er getrocknet ist, durchaus für sich selbst betrachtete fest genug ist. Mit einer CD oder anderen Grundplatte ist das doch etwas emfpindliche Styrodur allerdings von unten geschützt und wenn die Platte ertwas umfangreicher als der eigentliche Felsen ist, kann man ja auch noch ein wenig Deko drum herum bauen. Falls man die Grundplatte weglässt, sollte man aus meiner Sicht den Hartschaum zumindest mit einer oder mehreren Schichten Lein „versiegeln“.

Da ich noch ein quadrahtisches Stück Styrodur von etwa 24x24cm hatte und die CD 12cm Durchmesser hat, habe ich mich für 4 Schichten Styrodur entschieden und diese mit Leim auf die CD und übereinander gekleistert.
Im Nachhinein frag eich mich, ob überhaupt Leim an dem Hartschaum geblieben ist, denn die Zeitung, die darunter lag, war ganz schön durchgeweicht. Nächstes Mal werde ich das Ganze außerdem länger trocknen lassen, aber man lernt halt jedes Mal dazu. ;)

Ergebnis war nun also ein etwas unförmiger, fast eckiger Klotz aus Hartschaum, der darauf wartete in Steinform gebracht zu werden.
Also den Cutter geschwungen und den ersten, groben Zuschnitt durchgeführt und dann nach und nach immer weiter an die gewünschte Form herangetastet. Nach einer Weile bin ich dann zu meinem kleinen Fugenspachtel über gegangen und habe nur noch Stücke aus dem Hartschaun herausgekratzt und -gebrochen. Das hat – meiner Meinung – für eine wunderbar chaotische und natürlich Struktur gesorgt.
Und damit nicht alles so arg trocken ist, hier mal ein erstes Bildchen (, des da allerings schon fast fertig grundierten Klotzes).

Felsen 01

Zwei kleine Tipps am Rande:

  1. Vor allem, wenn man den Felsen nicht ausreichen hat trocknen lassen, neigen die Schichten beim Formen dazu, wieder auseinander zu brechen. Also am besten gleich während des Stapelns bzw Klebens 2-4 Zahnstocher pro Schicht rein. Das gibt etwas mehr Halt.
  2. Nachdem der Felsen seine endgültige Form erreicht hat, einmal sorgfältig mit einem großen Pinsel abbürsten. Ds kommt noch jede Menge feiner Hartschaumstaub runter, also viel Spaß beim Saugen hinterher.

Schritt 2: Grundierung und Sand

Nachdem ich den Kleinod nun endlich eine Nacht zum Trocknen gegeben hatte, war die Grundierung an der Reihe.
Sorgfätig mit dünner, scherzer Abtönfarbe eingestrichen, hat er dann nochmal ne Zeit zum Trocknen erhalten udn ich durfte mehrere Male nacharbeiten, bis endlich jede noch so kleine Ecke mit schwarzer Farbe gefüllt war.
Als nächstes wieder das Leimwasser zur Hand und den Vogelsand dazu.
Ich hatte schon beim Modellieren gezielt einige Stellen in den Felsen eingearbeitet, wo Sand und feines Geröll genpgend Möglichkeit hätten, um ihr Zuhause zu finden. Auf diese Stellen also ein wenig Lein aufgetragen und danach etwas Vogelsan drübergestreut. Das ganze wiederholen, bis deas Ergebnis der Vorstellung entspricht.
Da dieser große Klotz nicht in meine übliche, kleine Sandkiste passt, hab ich einfach mit dem umgedrehten Deckel eines Schuhkartons improvisiert. Andernfalls hätte sich unnötig jede Menge Sand (noch mehr als eh schon) auf meiner Arbeitsfläche und dem Fußboden verteilt.Sobald dieses Ergebnis ausreichend getrocknet ist, einfach die besandeten Stellen nochmal übergrundieren.
Das Ergbnis bzw einen Schritt davor, könnt ihr ja auf dem obigen Bild sehen. ;)

Schritt 3: Echte Farbe aufbringen

Felsen 02So langsam bekommt der stein ein echtes Gesicht.
Die Schritte sind die üblichen:

  • großzügig mit einem dunklen Grau „bürsten“.
    Nicht wirklich trockenbürsten, aber auch nicht alles einstreichen, denn es sollen noch reichlich schwarze Stellen (Tiefen übrig bleiben)
  • echtes Trockenbürsten mit einem zweiten deutlich helleren Grau

Beim ersten Versuch ist mit das ganze etwas zu hell geworden, also habe ich mit dem dunklen Grau nochmal nachgrbürstet und abschließend mit dem helleren und einem kleinen, festen und fast staubtrockenen Pinsel nochmal drüber gebürstet.
Gleiches Gilt für die brauenen stellen: erst dunkel und dann vorsichtig mit hellerer Farbe.
Für das dunkle Braun hat sich eine sehr dünne Farbe als praktisch herausgestellt, da die dann nicht perfekt deckt und vom schwarzen Untergrund noch etwas durchkommt. Gibt nen sehr schönen „Verlaufseffeckt“. In das helle Braun nach Möglichkeit nicht nur Weiß, sondern auch Gelb oder ggf Ocker hineinmischen. Geht dann mehr richtung Sand.

Schritt 4: Decko

Und weil das jetzt alles noch ein wenig nackt aussieht, wird noch einmal das Leimwasser ausgepackt und das Grasstreu herausgekramt.
An einigen Stellen der braunen Bereiche vorsichtig etwas Leim aufbringen, danach mit dem Streu bedecken, einen Augenblick antrocknen lassen und zum Schluss das überschüssige Streu wieder abklopfen.
Für das allerletzte Schmankerl habe ich dann noch an bestimmten Stellen ein paar Grasbüschel aufgeklebt (ggf Sekundenkleber notwendig).

Felsen 03

Felsen 03 details

Habe fertig.
Ok, ist ziemlich im Schnellverfahren erklärt, aber muss auch mal sein.
Ich hoffe es gefällt und ich wünsche viel Spaß beim Nachbauen.
Wie immer freue ich mich über Kommentare, Likes und Shares.

Danke und Gruß
Peter :)

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