Step by Step – Meine Tau-Bases

Hallo,

Es ist Samstag, ich habe eine nervige, angstrengende Arbeitswoche hinte rmir und mir außer der Reihe mal einen Mittagsschlaf gegönnt. Hat gut getan und nun habe ich wieder genug Energie, um euch etwas neues aus dem Bereich Tabletop zu präsentieren.
Leider sind die Fotos nicht so gut geworden, wie ich es mir gewünscht habe (sind etwas zu hell und ich weiß schon, warum ich Tageslichtbirnen bestellt habe ;) ), aber ich denke, sie werden den Zweck ausreichend erfüllen.

guenther und karl

Das hier sind die Tau Shas’ui Karl und Guenther. Die beiden Brüder, der eine im Gewand eines Feuerkrieger-Teamführers und der andere im XV25 Geist-Kampfanzug, haben sich oder viel mehr ihre Bases heute netter Weise als Models zur Verfügung gestellt. ;)

Schritt 1: Struktur aufbringen

Im ersten Schritt wird etwas Struktur auf die schlichte, nackt und irgendwie hässliche Plastikbase aufgebracht. Dazu eignet sich sehr gut simpler Vogelsand und wenn man den mit den Muschelstücken nimmt und/oder noch ein paar gröbere Elemente (kleine Dekosteine, Aquariumskies, Streuschotter, Wallnussschalenstücke) darunter mischt, bekommt man eine sogar noch interessantere Struktur. Gerade bei den kleinen 25mm Bases (und wenn ggf schon die Figur aufgeklebt ist) kann es nach meiner Erfahrung auch schnell zu „eng“ werden für mehr als „nur“ Vogelsand.

Um das ganze auf der Base zu fixieren, kann Leim oder Bastelkleber verwendet werden, in verdünnter oder purer Form, wobei ich die Variante mit meinem Verdünnten Leim recht angenehm finde. Ist sparsam und verteilt sich gut. Ggf muss man nach der ersten Schicht noch einige Stellen nachbessern oder möchte eine etwas kräftigere Schicht, also dann nochmal gezielt Leim drauf und nochmal in den Sand tunken.

Sobald das erledigt ist, muss es erst einmal eine Weile trocknen. Für den folgenden Schritt muss es aber nicht vollständig ausgehärtet sein.
Vor Schritt 3 dann allerdings schon. ;)

Schritt 2: Grundieren

Als nächstes wird der Sand grundiert. Ich verwende dazu mittlerweile gerne irgendeine verdünnte, schwarze Acrylfarbe. Muss nicht zwingend eine echte Grundierung sein und evtl könnte man sie sogar ganz weglassen?!

tau-bases 05

Musste gerade eben erst feststellen, dass man das ganze nach diesem Schritt definitiv gut durchtrocknen lassen sollte, denn sonst war das ganze umsonst, weil der Sand schneller wieder abbröckelt, als man ihn drauf kriegt.

Schritt 3: Grundfarbe und Schattierungen

Nun wird die komplette Fläche der Base mit der gewünschten Grundfarbe eingepinselt. In meinem Fall dreht es sich dabei um verdünntes „Zamesi Desert“ von GW. Wenn einige der gröberen Stücke deutlich genug hervortreten, macht es Sinn diese in einer anderen Farbe (hier selbstgemischtees Grau) einzufärben und im späteren Verlauf mit leicht helleren Akzenten zu versehen.

tau-bases 06

Sobald die Grundfarbe getrocknet ist, kommt darauf ein braunem oder rotbraunem Wash (zB Sepia Shade von Vallejo).
Das dient zwei Zwecken:
1. um die tieferen Stellen der Struktur etwas abzudunkeln und
2. um einen leichten Rotton in den zukünftigen Boden einzubringen (sieht besser aus bei dieser Farbkombi ;) ).
Je nachdem, wie sich der Sand verteilt und aufgetürmt hat, macht es unter Umständen sinn, nicht zu viel Wash zu verteilen. Auf jeden Fall sollte man nicht die komplette Fläche damit eindecken.
Danach wieder … genau! … trocknen lassen. ;)

tau-bases 06b

Schritt 4: Trockenbürsten

Im Folgenden wird die Base nach Geschmack und je nachdem, wie sich bisher die Farbe uns Struktur entwickelt haben mit unterschiedlichen Farben trocken gebürstet.
Meistens verwende ich dafür etwas „Zandri Dust“ (helles Braun mit Tendenz zu Grau) und „XV8“ (mittleres Braun mit Tendenz zu Rot) von GW. In diesem Fall habe ich das XV8 sogar weggelassen.
Wie schon gesagt, ist es von unterschiedlichen Faktoren abhänig, ob und wie viel von den Farben ich verwende. Ggf kann man danach auch noch wieder etwas mit nem Wash ausgleichen.

Zum Abschluss wird aber auf jeden Fall noch vorsichtig mit „Underhive Ash“ (schwefeliges, helles Gelb) gebürstet. Ganz vorsichtig damit, weil sonst der schwefelig gelbe Farbton zu krass wird. Ohne fehlt aber auch irgendwas. Leider ist der Unterschied zwischen den beiden Bildern nicht so gut zu erkennen. In der Realität kommt es wesentlich deutlicher heraus und man merkt, wie vorsichtig man mit dem „Underhive Ash“ sein muss, damit es passend und nicht zu unnatürlich aussieht.

Schritt 5: Bling Bling

Zum guten Abschluss wird das Base noch richtig hübsch gemacht.
Bedeutet, dass ein kleines Büschelchen verdorrtes Kunstgras aufgeklebt wird und der Rand der Base braun gefärbt wird. Letzteres dient nicht nur dazu vorherige Sauereien wieder zu verdecken, sondern verleit der Base auch einen echt feinen Abschluss und fügt sich gut ins Bild.
Ähnlich verhält es sich bei meinen Space Marines (grauer Rand) und bei den hoffentlich bald ankommenden Infinity-Miniaturen werde ich auf die Weise markieren, zu welcher Fraktion eine Figur gehört. Außerdem ist bei Infinity der Sichtbereich einer Figur wichtig und ich habe jetzt schon häufiger gesehen, dass die Leute das am Rand der Base marieren. Schaut sehr cool aus. :)

tau-bases fin

Ich hoffe, euch hat das lesen wieder einmal Spaß gemacht und baue darauf, euch bald hier wieder zu sehen. ;)

Gruß
Peter

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