PnP-Runde – Ovenstede, Drittes Zeitalter – Teil 2

logo_pnpWillkommen zurück im Königreich Ovenstede und bei dieser kleiner Runde verrückter Jungs (und Mädels), die es bereisen, um das Böse zu bekämpfen und ihr leuchtendes Schicksal zu finden. :)

Was bisher geschah

Gwarbosch Quarzer, ein junger zwergischer Magier, wurde von seinem Lehrmeister losgeschickt, um das seltsame Wetterleuchten und die Geistererscheinungen in der Menschenstadt nur wenige Tagesreisen nördlich des Königreiches unter dem Berg zu untersuchen. Dort angekommen, suchte sich Gwarbosch zwei „daher gelaufene“ Begleiter und machte sich mit ihnen hianuf auf den Berg östliche der Stadt Quell’Etzin, wo sich scheinbar die Quelle des Wetterleuchten befand. Oben auf dem Berg fand er allerdings nichts anderes, als einen alten, verlassenen und halb verfallenen Turm.

Spielabend 2 – 2011-10-09

Aktive Charaktere: Gwarbosch, Elias, Skrain, „Alrik“

Kapitel 1 – Es gibt nichts, was ein Zwerg nicht reparieren kann

Gwarbosch tastete sich mit seinen Begleitern vorsichtig im Inneren des Turms voran. Jedes alte Diele knarzte unter dem fülligen Leib des Zwerges und ein wenig ging ihm die Muffensause, er könnte jederzeit durchbrechen. Nach scheinbar unendlichen Minuten fanden die drei endliche das Treppenhaus des alten Gebäudes, das mit seinen größtenteils steinernen Konstruktionen wesentlich vertrauenswürdiger wirkte. Der junge Zwergenmagier kletterte mutig aufwärts und bemerkte erst als er an der Spitze des Tuzrms ankam, dass seine beiden Begleitern ihn im Stich gelassen hatten, um wohl die erhofften Reichtümer in den anderen Stockwerken zu plündern. Gwarbosch hingegen spürte es in seinen Knochen, dass das, was er suchte, ganz oben zu finden war.

Sein Nase hatte ihn nicht getäuscht. Oben auf dem flachen Dach des Turmes fand er einen fast zwerghohen rosa-violetten Kristall und einer goldfarbenen Metallfassung. Im Durchmesser mindestens so stark wie ein kleines Bierfass ruhte der Kristall schwach pulsierend in seiner Fassung aus Messing. Soweit sein zwergisches Auge es erfassen konnte musste es zumindest Messing sein.
Vorsichtig näherte sich Gwarbosch dem Konstrukt und begutachtete es eingehend. Ein feiner, verbrannter Geruch kroch in seine Nase und schon bald fand er auch dessen Quelle. Am Übergang zwischen Fassung und Kristall zeigte sich ein peckschwarzer Brandfleck und von ihm zog sich ein feiner Riss mindestens ein Drittel der Höhe des Kristalles hinauf.
Vorsichtig tastete Gwarbosch den Riss ab. Er schein nicht besonders tief zu sein.
Der Zwerg begann zu grübeln und griff mit seinem magischen Fähigkeiten hiansu in den Astralraum, um seine Sicht für die magischen Adern, welche die ganze Welt durchzogen, empfindlicher zu machen. Als er die Augen ein zweites Mal aufschlug, ahnte er, was die Quelle all diesen Übels war. Feine Fäden aus Magie sickerten aus dem Kristall heraus und flossen wie ein Nebel den Berg hinab. Woher diese Energie stammte und wer diesen Kristall erschaffen hatte, wusste Gwarbisch deswegen trotzdem noch nicht.
Langsam schloss er seine magischen Augen wieder, lehnte sich an die niedrige Brüstung, die das Dach des Turmes umspannte und betrachtete grüblereisch den Kristall. Nachdenklich strich er sich über seinen halb abgeflämmten Bart – eine lange Geschichte und der Grund, warum er vermutlich der einzige Zwerg war, der auch im Sommer mit einem Schal herumrannte – und ließ seinen Verstand kreisen.

„Das muss sich doch reparieren lassen“, dachte sich Gwarbosch.
„Schließlich gibt es nichts, was ein Zwerg nicht reparieren kann.“

Der Magier rief die Kräfte der Elemente an und versuchte mit Feuer und Eis den Kristall zu schmelzen und zu flicken und zuerst sah es vielversprechend aus, es könnte ihm gelingen. Dann plötzlich aber schwenkte die Entwicklunge um.
Binnen weniger Sekundenbruchteile vergrößerte sich der Riss auf die halbe Höhe des Kristalls und das vorher nur leichte Pulsieren aus dem Inneren wurde zu einem feinen Lichtschein, der versuchte durch den Riss zu entkommen. Gwarbosch verstärkte seine Bemügungen und legte alle seine Reserven in den Zauber hinein.
Der Kristall jedoch hatte andere Pläne. Mit einem Krachen als würde eine ganze Tagesprodktion Glaswaren zerscheppern, platzte der Kristall auf und zerplatzte in tausend kleine Teile. Gwarbisch wurde zurückgeschleudert, schlug mit dem Kopf an und dann wurde alles schwarz

Wenig später wachte wieder auf und blickte zum Himmel. Irgendetwas schien nicht zu stimmen. Die Wolken sahen seltsame aus.
Mühsam stemmte er sich hoch und zog sich zur Brüstung, um hinab nach Westen zu sehen. Er traute seinen Augen kaum. Die Welt hatte sich schlagartig veränderrt und sah nun aus wie ein einziges, großes Schlachtfeld. Überall in der Ferne stiegen dicke Rauchsäulen auf, selbst wenn er seinen Blick weiter nach Süden richtete, wo sich Spiekerberg hätte befinden müssen.
Gwarbosch schluckte schwer und gerade als er einen seltsamen, schwarzen Schemen in der Ferne am Himmel entdeckte, begann es in seinem Kopf zu hämmern, wie das letzte Mal nach dem Junggesellenabschied seines Vettern.
Er schloss die Augen, rieb sich die Schläfe und lehnte sich etwas zurück. Als er seine Augenlider wieder öffnete, war alles normal und unter ihm erstreckte sich das Königreich, wie es sein sollte.
Weiter über das Gesehen grübelnd und mit dieserm störenden Hämmern in seinem Schädel sammelte er einige Splitter des geborstenen Kristalles auf und verstaute sie in seinen Taschen. Dann ging er ins Erdgeschoss des Turmes und suchte nach seinen Gefährten, doch er kontne sie nirgends entdecken.
Also machte er sich fluchend auf den beschwerlichen Weg den Berg hinab und kehrte wenig später zu einem kühlen Krug Cidre und einer „kleinen“ Portion Eintopf im Gasthaus ein.

Kapitel 2 – Erfahrene Abenteurer gesucht

Vielleicht war es göttliche Fügung oder einfach nur purer Zufall, dass auch drei andere, reisende Glücksucher an diesem Abend ihren Weg in genau diese Taverne fanden.
„Alrik“ war vor kurzem aus St. Petershagen getürmt, um nicht den Zorn der Diebesgilde spüren zu müssen, nachdem seine etwas krummen Geschäfte – und diverse Unterschlagungen gegen besagte Gilde – aufgefallen waren. Leider hatte ihn das auch in eine ungünstige Situation versetzt: Er war vollkommen abgebrannt und brauchte dringend Geld.
Da kam ihm so ein dicker Geldwack von Zwerg gerade recht und kaum hatte Gwarbosch sich versehen, saß „Alrik“ bei ihm am Tisch und schnorrte sich nach kurzer Vorstellung bei Gwarboschs Essen durch. Leider zirrte sich der Zwerg ein wenig dabei, sein Geld freiwillig abzugeben.

Der etwas weltfremde Halbelf Elias Waldschritt hatte erst vor wenigen Tagen sein Heimat in den östlichen Wäldern der Lindil (Waldelfen) verlassen, um auch die Welt seines Vater kennenzulernen. Ihm war nicht wirklich bewusst, dass es unter den Menschen und Zwergen nicht üblich war, ohne Einladung das Essen zu teilen, wie es in den Sippen der Lidil durchaus üblich war. Gwarbosch wollte gerade seine Einwände äußern, als sich auch der Halbelf an seinem Mal bediente. Wenigstens hatte sich das Spitzohr im Gegensatz zu dem Menschen vernünftig vorgestellt.
All das war aber sofort vergessen, als die Grünhaut das Gasthaus betrat.

Skrain überragte selbst die großgewachsenen Menschen um einen Kopf und seine breitschultrige Silhouette sah so einschüchternd im Türrahmen aus, dass selbst die rüstige, alte Wirtin für einen Augenblick inne hielt. Im Lichtschein wirkte der etwas heruntergekommene Orkjäger aber gar nicht mehr so furchteinflößend und die Art und Weise mit der er die Wirtin versuchte dazu zu überreden, dass sie ihm Essen für seine zwei erschossenen Hasen gab, war schon ein wenig amüsant.

Spätestens als Gwarbosch eines der Bruchstücke des geborstenen Kristalls vorzeigte, war „Alrik“ Feuer und Flamme und den Zwerg störte es nur bedingt, gerade diesen neuen Gefährten zu erhalten. Schließlich hatte er einen Auftrag zu erledigen und alleine war das viel aufwendiger, als in einer Gruppe. Im schlimmsten Fall konnte der Mensch zumindest das Gepäch für Gwarbosch tragen. Und was er von diesem Halbelf halten sollte, wusste er auch noch nicht.
Ein wenig erinnerte er ihn an den Hund, den er in jungen Jahren einmal gehabt hatte. Loyal und treu. Manchmal vielleicht auch etwas treudoof.Die drei verabredeten am nächsten Morgen möglichst früh wieder zum Gebirge aufzubrechen und auch Skrain, der Ork, musste ihre Gespräch gehört haben. Unaufgefordert setzte er sich zu ihnen an den Tisch – die Hälfte seines letzten Bissen noch zwischen den gelben Zähnen – und stellte sich mit folgenden Worten vor:
„Skrain sein Jäger. Kennen sich überall in Natur aus. Auch in Berge. Ich euch heile bringen hin und wieder zurück.“
Gwarbosch seufzte und wollte kurz etwas erwidern, doch dann entschied er, dass ein weiterer starker Schwertarm und ein Naturbursche, wlcher der Ork definitv war, vielleicht doch nicht schaden konnte.

Kapitel 3 – Planänderungen

Statt schlafen zu gehen, entschied sich die bunte Truppe zu der Versammlung am nahen Steinkreis zu gehen, von der ihnen die Wirtin zwischendurch berichtete. Sie hofften vielleicht noch ein paar Informationen über die Umgebung und im besten Fall sogar den alten Turm aufschnappen zu können. Fast die ganze Stadt hatte sich dort zusammengefunden und es hagelte, die unterschiedlichsten Gerüchte, die wenigstens davon wirklich hilfreich.
Geschichten über seltsame Fähigkeiten, welche die jüngste Tochter der Müllers an der nahen Mühle an den Tag legte, ließen sie allerdings hellhörig werden.

Am nächsten Tag nahm Gwarbosch mit seiner Gruppe noch kurz Kontakt mit dem Hersen der Stadt auf, doch auch der war wenig hilfreich. Wenigstens erklärte er sich bereits, die Abenteurer mit etwas Geld zu unterstützen, wenn sie sich wirklich darum kümmerten, dass die seltsamen Erscheinungen endlich ein Ende fanden.
Danach machten sich die vier auf den Weg zu der Mühle, von der sie am Abend zuvor gehört hatten und nach ein paar Stunden Weg konnten sie endlich den Müller über seine Tochter aushorchen.
Der Müller war schon neinahe verzweifelt. Sicher Mädchen in ihrem Alter mochten manchmal schwierig sein, aber sie war an einigen Tage eine wahre Furie und hatte ihrem Vater mehrfach den Schrecken in die Knochen gejagt, wenn sie Gegenstände durch das Haus schweben ließ oder andere seltsame Dinge vollbrachte. War sie vielleicht von irgendeinem Wesen besessen?

Zusammen mit dem Vater machten sich die Charaktere auf die Suche nach dem Mädchen, doch die hatte sich in der nahen Schauen eingeschlossen und ließ nicht mit sich reden. „Alrik“ musste sich eine ganze Weile am Türschloss zu schaffen machen, bis er, Elias und Gwarbosch endlich ins Gebäude eindringen konnten. Skrain hingegen bevorzugte einen ganz eigenen Ansatz und suchte nach einem anderen Weg ins Haus. Er kletterte auf das Reetdach des Gebäudes und begann – mangels alternativem Eingang – schließlich sich durch die Dachverkleidung zu schneiden, während die anderen bereits auf das Mädchen einredeten.
Nunja, Elias versuchte es mit reden und „Alrik“ zog es vor sich ganz und gar herauszuhalten (und beschäftigte sich währenddessen mit der älteren Schwester). Gwarbosch hingegen versuchte es mit Magie und zog damit nur den Zorn des Mädchens, das ein erstaunliches Talent für Zauber an den Tag legte, von denen manche sogar über Gwarboschs Repertoire lagen. Mit einem lauten Knall schickte sie den Zwerg schließlich auf die Matte.
Elias schaffte es nach und nach an sie heran, doch berühigen konnte er sie nicht. Sie packte sich den Halbelf und teleportierte sich mit ihm fort.

Mittlerweile war es fast dunkel geworden. Skrain und Gwarbosch verbrachten ein paar Stunden damit zusammen mit dem Müller die Gegend abzusuchen, während sich „Alrik“ weiter mit der älteren Tochter vergnügte. Die jüngere Müllerstochter hatte sich und Elias nicht weit fort teleportiert, doch weit genug, um den anderen eine ganze Zeit zu entgehen.
Zwischen den beiden knisterte es so sehr, das sich das Mädchen den Halbelf schnappte, sich an ihm „entlud“ und ihm für die nächsten Tage ein süffisantes Lächeln auf die Lippen zauberte.
Mit diesem Aspekt der Menschenwelt konnte sich der Helbelf ohne weiteres anfreunden.

Später in der Nacht fand man die beiden und brachte sie zurück zur Mühle. Das aufmüpfige Wesen der Tochter schien fort, doch nun konnte Gwarbosch erkennen, dass ein magisches Talent in ihr ruhte. Doch wie hatte eine untrainierte Magiebegabete dieses Potenial an den Tag legen können? Hatte das irgendetwas mit dem Turm , dem Kristall und den Erscheinungen zu tun? Die Gespräche mit dem Müller deuteten darauf hin, dass die SItuation mit seiner Tochter erst wirklich schlimm geworden war, nachdem Gwarbosch den Kristall „repariert“ hatte.
Sie berieten über den weiteren Verbleib des Mädchens.
Der Zwergenmagier war natürlich dafür, sie nach Spiekerberg zu schicken, damit sie eine traditionelle Ausbildung erhalten könnte.Da der Aufwand das Mädchen dorthin zu bringen aber viel zu groß war, entscheid er sich dafür, seinen Lehrmeister einen Brief zu schreiben und ihm dem Müller bzw dessen Tocher zu geben. Erst als die Familie ihm versicherte das Mädchen bald nach Spiekerberg zu schicken, war er beruhigt und die Reise konnte weitergehen.

Kapitel 4 – Der Berg ruft

Auf ging’s hinauf zum Turm auf dem gleichen Weg, den Gwarbosch schon einmal gegangen war. Wieder kamen sie an der Bärenhöhle vorbei und Skrain hätte am liebsten den Bär gejagt, doch der Rest der Truppe hatte die Hosen gestrichen voll (und der Spielleiter hat sich ins Fäustchen gelacht, weil der Bär längst tot war und sie sich durch die Höhle jede Menge Kletterei gespart hätten :D ).
Am Turm angekommen suchte vor allem „Alrik“ die umgebung nach den kostbaren Bruchstücken des Kristalles ab, doch viele waren nicht im hohen Gras zu finden.
Drinnen im Turm erkundeten sie als erstes den Keller, wo außer verotteten Regalen und Vorräten nur ein paar Riesenratten zu finden waren, welche für die Charaktere aber kein großes Hindernis darstellten. In diesem Keller fand sich auch eine Geheimtür, welche die Helden in ein Labyrinth aus unterirdischen Gängen führte. Statt weiter den Turm zu erkunden, entschieden sie sich stattdessen für die Gänge unter dem Berg.
Viel war nicht zu finden außer der Bärenhöhle (diesmal von der anderen Seite) und einigen Spinnen, die für einen der Helden beinahe zum Verhängnis geworden wären. Irgendwie prügelten sie sich aber doch durch die achtbeinigen Gegner und legten dann erst einmal eine kurze Pause in den muffigen, dunklen Gängen ein.

– Break –

Fortsetzung folgt

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