PnP-Runde – Ovenstede, Drittes Zeitalter – Teil 3

logo_pnpWillkommen zurück auf unserer Reise durch das Königreich Ovenstede. Es ist mal wieder Zeit Gwarbosch und seinen Mannen über die Schulter zu schauen (oder manchmal vielleicht doch besser weg zu schauen ;) )und sie auf ihren Abenteuern zu begleiten.

Was bisher geschah

Mit drei neuen Gefährten – Elias dem Halbelf, „Alrik“ dem etwas zwielichtigen Gesellen aus St. Petershagen und Skrain dem grobschlächtigen, orkischen Jäger vom Klan der Blutwölfe – machte sich Gwarbosch wieder auf den Weg zu diesem uralten Turm hinauf, um dessen Geheimsnis auf die Schliche zu kommen.
Auf ihrer Suche fanden sie ein Höhlensystem unter dem Turn und begannen es zu erforschen, nur um dafür beinahe von einer Gruppe riesiger Spinnen gefressen zu werden.

Spielabend 3 – 2011-12-28

Aktive Charaktere: Gwarbosch, Elias, Skrain, „Alrik“

Kapitel 1 – Waren wir nicht eigentlich wegen dem Turm hier?

Nach der etwas schmerzhaften Begegnung mit den Spinnen erholten sich die Abenteurer eine Weile, bevor sie die Höhlen weiter erkundeten. Mehr als ein seltsames Wesen aus braunem Schleim konnten sie aber nicht entdecken (und erschlagen) und so machten sie sich nach einer Weile doch wieder auf zu dem Turm in den Bergen, um diesen zu erkunden.
Zurück im Turm erkundeten sie als nächstes das erste Obergeschoss, Die Räume hier waren ähnlich verfallen, wie der bisher erkundete Rest des Turmes und es gab auf den ersten Blick wenig von Wert zu entdecken. Als die Mitglieder der Gruppe jedoch die ehemaligen Schlafräume des Gesindes betraten, sahen sie sich plötzlich den ehemaligen Bewohnern gegenüber. Verdorrte, brüchige Knochen erhoben sich und schlugen mit alten, morschen Stuhlbeinen und blanken Fäusten auf die Abenteurer ein. Eine wirkliche Gefahr stellten sie nicht dar.
Beim zweiten Raum musste es sich um eine Art Arbeitszimmer handeln, denn in seinem Zentrum stand ein großer, schwere Eichentisch, der – abgesehen von einer dicken Staubschicht – die Zeit erstaunlich gut überstanden. Vorsichtig wagte sich Gwarbosch vor, doch sofort knarrten die Bodendielen unter ihm. Von ihrem klagenden „zu schwer“ fühlte er sich doch etwas peinlich berührt. Hatte er von den vielen Äpfeln etwa so sehr an Gewicht zugelegt.
Den Einwand „Alriks“, dass „vielleicht nicht unbedingt der dicke Zwerg den Raum untersuchen solle“ überhörte er geschickt und setzte einen Fuß vor den anderen … bis zu dem Punkt, da das Wehklagen der Bodendielen in schmerzhaftes, ächzendes Schreien überging und der Boden unter ihm nachgab.

Unten in der ehemaligen Küche fand sich der Zwerg mitsamt dem schweren Tisch wieder und wurde von seinen Reisebegleitern ein wenig belächelt.
Grummelnd stellte er fest, was sich unter dem Staub auf dem Tisch verborgen hatte: Eine uralte Karte mit Wegmarkierungen, die ihm nur sehr, sehr entfernt bekannt vorkamen, war auf die in die Tischplatte eingefassten Steinplatten gemalt, doch den Sturz waren Teile von ihnen abgeplatz und die Abenteurer konnten sich kein vollständige Bild von der Karte mehr machen.
Alle trafen sich im Erdgeschoss, begutachteten die Reste der Karte und berieten, aus welcher Zeit sie wohl stammen könnte. Mangels wirklich guter geographischer Kenntnisse unter ihnen, malten sie die Karte, so gut es ging ab, und stetzen ihre Durchsuchung des Turmes fort.

Im Erdgeschoss war in der Küche und im angrenzenden Speisesaal nur noch etwas altes, angelaufenes Silberbesteck zu finden. Alles andere war verfallen. Im oberen Stockwerk aber hatten sie, danke dem kleinen Umweg, den Gwarbosch unfreiwillig entdeckt hatte, noch einen Raum ausgelassen.
Vorsichtig erkundeten sie die kleine Schlafkammer, immer auf der Hut, dass auch hier der Boden nachgeben könnte. IhreHartnäckigkeit sollte sich auszahlen, denn in einem halb verfallenen Schrank fanden sie eine kleine Truhe aus mit Runen besetzter Bronze. Sie schien jedoch weder ein Schloss noch einen Spalt zwischen Deckel und Truhenkörper zu haben. Die Form war die einer Truhe, doch alle anderen Anzeichen sprachen das Gegenteil.
Gerade wollten sich die Vier genauer mit der Truhe befassen, als sie den ursprünglichen Hausherren entdeckten.
Mit knarrenden Knochen erhob sich das gerüstete Skelett aus seiner Schlafstatt und ging mit seinem rostigen doch imemr noch scharfen Schwert sofort auf den ersten Abenteurer los. Der folgende Kampf war keine besondere Schwierigkeit, doch ein kein Kinderspiel, und sie zogen sich ein paar kleinere Schrammen zu. Nichts lebensgefährliches also.

Der Turm schien „besiegt“, zumindest war außer ein paar weiteren Splittern des früheren Kristalls auf dem Dach nichts mehr von Wert zu entdecken.
Die Gruppe ging wieder hinab in die Höhlen unter dem Turm und schlug dieses Mal einen anderen Weg ein, bis sie kurz darauf das Rauschen von Wasser vernahm und die Rückseite jenes, kleinen Wasserfalls entdeckete, der den Fluss bei Quell’Etzin speißt.
Da im Turm nicht mehr zu holen war und sie das Rätsel um das Wetterleuchten für vorerst gelöst hielten und außerdem niemand – außer dem Ork – Lust auf muffige, nasse Höhlen verspürte, entschieden sie sich für den Rückweg zur Stadt.

Kapitel 2 – Toll, ne Kiste ohne Schloss. Und nun?

Der Herse von Quell’Etzin war genauso ratlos wie die Abenteurer, was es mit dieser Kiste auf sich hatte, doch das Fundstück zeigte unter Gwarboschs geschulten Augen, dass schwache, uralte Magie in ihm ruhte. Mangels besserer Experten entschied sich die Gruppe – bis auf der Zwerg eher widerwillig – den anstrengenden Weg Richtung Süden zur Hauptstadt des südlichen Zwergenkönigreiches – Spiekerberg – auf sich zu nehmen. Dort wollte man bei Gwarboschs Lehrmeister vorsprechen und von ihm hoffentlich Hilfe erhalten.

Der Weg zur Stadt der Zwerge war recht ereignislos, doch der Weg in die Stadt hinein, sollte umso spannender werden.
Die Wachen der Zwerge weigerten sich die Nicht-Zwerg. vor allem den Ork, in ihre Stadt zu lassen. Skrain jedoch, der sich selbst zum Finder, Eroberer und somit Besitzer der magischen Kiste erklärt hatte, weigerte sich standhaft diese aus den Händen zu geben.
Es hieß also zwergischer Dickkopf gegen orkischer Dickkopf: ein wahrhafter episches Duell.
Viel Fingerspitzengefühl und einige Zugeständnisse waren notwendig, damit man den Ork und seine Begleiter mit entsprechendem Gleitschutz in die Stadt hinein ließ und die Gruppe bei Ifilgarimm Kristallschleifer vorsprechen konnte.

Der alte Zwergenmagier untersuchte die Kiste durchaus interessiert, doch musste eingestehen, dass sie auch ihm einige Rätsel aufgab. Er stellte eine Theorie auf, dass man sie wohl mit der Kombination aller drei Schulen der Magie – göttlich, arkan und naturverbunden – öffnen könnte, doch dafür würden die Abenteurer die Unterstüzung ausreichend mächtiger Magier eben dieser Schulen benötigen.
Ifilgarimm bot sich zwar als Hilfe an, doch wollte aufgrund seine fortgeschrittenen Alters nicht die Stadt der Zwerge verlassen und er hielt es für höchst unwarhscheinlich, dass die Stadtwache fremde Magiebegabte – vor allem Elfen oder Orks, denn die wären für den naturverbunden Anteil fast zwingend notwendig – in die Stadt lassen würde.
Ein Art Pattsituation also, doch Gwarbosch, Elias, Skrain und „Alrik“ ließen sich nicht unterkriegen und berieten sofort über das weitere Vorgehen. Nunja, „stritten“ wäre wohl die passendere Beschreibung, dann Skrain bestand darauf, einen „mächtigen Orkschamanen“ für diese Aufgabe zu suchen. Der Rest der bunt gemischten Reisegruppe konnte sich irgendwie nicht vorstellen, das sojemand wie aus Skrains Beschreibung überhaupt unter den wilden Orks existieren konnte. Hin und wieder war Skrain halt einfach etwas verrückt und größenwahnsinnig.

Elias schlug vor zu den Elfenwäldern zu reisen und dort um die Hilfe eines Naturmagiers zu bitten und auch wenn Skrain weiterhin protestierte, machte sich die Gruppe auf den Weg.
Vorher bat Ifilgarimm sie aber noch um einen Gefallen. Er nahm Elias, Gwarbosch und „Alrik“ bei Seite und bat sie die Kiste eine Weile für Untersuchungen bei ihm zu lassen. Er gab ihnen sein Wort, ihnen das Fundstück wieder zu geben, sobald sie alles vorbereitet hatten, und als die drei Abenteurer ihm die Sache mit dem Ork und der Kiste erklärten, schmunzelte der weißhaarige Zwergenmagier nur und zauberte ein täuschend echtes Trugbild der Kiste herbei.
„Alrik“ jubelte es Skrain am letzten Abend vor ihrer Abreise unter und am nächsten Morgen brachen sie mit-ohne Kiste Richtung Norden auf.

Kapitel 3 – „Elias, du sagtest doch du kennst den Weg zu den Spitzohren…“

Einige Tage waren die vier Glücksritter auf dem Weg Richtung Norden und ließen nicht nur Quell’Etzin, sondern auch Raederhorst – die Stadt der Rinderfürsten – hinter sich und nahmen schnurrstracks Fahrt Richtung Ylser Heide auf. In dieser Siedlich direkt am Wald der Lindil, so erhofften sie sich, würden sie am ehesten Kontakt zu einem fähigen Elfenmagier aufnehmen können.
Elias hätte ja seine eigenen Sippe kontaktiert, doch die war so klein, dass niemals ein echter Zauberkundiger zu ihr gehört hatte, und außerdem waren die Lindil Fremden gegenüber genauso wenig aufgeschlossen, wie die Zwerge. Es gab zahlreiche Geschichten von Expeditionen, die versucht hatten ihre sagenumwobenen Städte im Herzen der grünen Wälder zu besuchen, doch entweder fanden sie sich nach tagelanger Odysee einfach wieder am Waldrand wieder, ohne dass sie sich an die vergangenen Tage erinnern konnten, oder sie wurden nie wieder gesehen. Lindil begegnete man eben nur, wenn sie freiwillig ihren Wald verließen.

Statt Elfen fanden die Abenteurer aber erst einmal nur ein kleines Rudel Wölfe, die sich nachts über ihre Vorräte hermachen wollten und erschlugen die Biester ohne nennenswerte Verletzungen. Wenig später trafen sie in Ylser Heide ein und suchten sich zu aller erst einen ruhigen Schlafplatz im Gasthaus.

– Break –

Fortsetzung folgt

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