PnP-Runde – Ovenstede, Drittes Zeitalter – Teil 4

logo_pnpAm Wochenende war ich etwas zu faul bzw mit zu vielen anderen Sachen beschäftigt und gestern war ich nach einem anstrengenden Tag schlich weg zu müde. Heute aber ist es wieder Zeit für einen Abstecher in das Dritte Zeitalter des Königreich Ovenstede.
Also viel Spaß beim Lesen. :)

Was ist zuletzt passiert?

In dem alten Turm oben in den Bergen über Quell’Etzin fanden die Abenteurer neben den untoten Skeletten der ehemaligen Bewohner auch eine seltsame, bronzene Truhe. Weder ein Schloss noch ein Spalt zwischen Deckel und Körper der Truhe waren zu erkennen und entsprechend schwer taten sich Gwarbosch und seine Mannen diese zu öffnen. Sie konnten allerdings feststellen, das noch ein Rest von Magie an ihr haftete und so machten sie sich schlussendlich auf in die Hauptstadt der Zwerge, um dort nach Hilfe und Rat zu suchen.
Sie fanden ihn in Form von Gwarboschs Lehrmeister Ifilgarimm Kristallschleifer, der ihnen offenbarte, welche magischen Art das Schloss der Truhe tatsächlich war. Seine Analyse zu Folge würden sie einen ausreichend erfahrenen Vertreter jeder der drei bekannten Zünfte der Magie benötigen: arkan, göttlich und naturverbunden.
»Arkan« konnte Ifilgarimm füllen, doch mit den anderen beiden konnte er nicht dienen. Diskussionen entbrannten innerhalb der Gruppe, an welches Volk sie sich am besten wenden sollten und nach einer Weile beschloss man zu den Elfen im Norden aufzubrechen, um diese um Hilfe zu bitten.

Spielabend 4 – 2012-04-27

Aktive Charaktere: Elias, Skrain, „Alrik“ (zumindest soweit ich mich erinnere)

Kapitel 1 – Auf der Suche nach dem »Weisen Mann«

Ihre Reise hatte die Abenteurer bis in den Norden nach Ylser Heide geführt. Die kleine Stadt am Rande des östlichen Waldes war bekannt für ihre häufigen Kontakte mit den Lindil (Waldelfen) und vor allem auch für ihre hohe Quote an Halbelfen.
Sofort fragten sie sich durch, ob es vielleicht jemanden in der Stadt gab, der bekannt dafür war Magie zu wirken oder Visionen der Götter zu haben oder derlei Dinge. Man schickte sie unter anderem zu einer alten Kräuterfrau und einer Elfe, die seit vielen Jahrzehnten bei ihren menschlichen und halbelfischen Verwandten wohnte, doch außer dass »Alrik« sich beinahe an besagte Elfe heran gemacht hätte, ergab sich wenig. Man muss dazu sagen, dass Elfen auch im hohen Alter – in diesem Fall wohl etwa zehnmal so alt wie »Alrik« – immer eine besonders faszinierende oder gar erotische Ausstrahlung auf das Volk der Menschen haben. Womit das genau zusammenhängt, konnte bis heute kein Forscher klären, doch es ist deutlich erkennbar, dass vor allem diese Ausstrahlung Ursache für zahlreiche Halbelfengeburten in Städten wie Ylser Heide ist. Man kann sich fast sicher sein, dass wann immer einmal die Elfen eine Siedlung der Menschen besuchen, die eine oder andere Frau ihrem Charme erliegt. Natürlich gilt das gleiche für die Männer, doch Halbelfen aus solchen Verbindungen wachsen – wie Elias – für gewöhnlich bei ihren elfischen Eltern auf.

Etwas frustriert über den fehlenden Fortschritt kehrte die Gruppe abends in der hiesigen Taverne ein und spitze die Ohren, ob sich nicht vielleicht doch noch der eine oder andere, nützliche Hinweis aufschnappen ließ. Zu ihrem Glück begannen ein paar umherreisende Händler von einem Schamanen der Durain – dem nomadischen Barbaren Volk aus dem hohen Norden – zu berichten, den sie häufiger am »Tor der Götter« einer großen Felsformation weiter nördlich gesehen hatten.

»Endlich ein Hinweis«, ging es den Abenteurern durch den Kopf. So klein er auch war, er war eine Überprüfung wert und so machten sie sich am nächsten Morgen auf möglichst direktem Wege auf nach Norden.
Was ihnen auf ihrer Abkürzung durch den Wald begegnen sollte, ahnten sie noch nicht.

Kapitel 2 – »Bitte friss mich nicht!«

—–

Notiz am Rande: Meine Erinnerung an diese Passage ist etwas arg lückenhaft. Vor allem die korrekte Reihenfolge der einzelnen Ereignisse bekomme ich nicht mehr sicher auf die Reihe. Ist halt doch etwas lange her. ;)

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Der Weg der Abenteurergruppe führte sie durch einen nahen Ausläufer des Elfenwaldes und weil es die Tageszeit nicht anders ergab, entschieden sie sich dazu, in diesem Waldstück zu kampieren. Vorherige Versuche mit den Elfen in Kontakt zu treten waren erfolglos geblieben und abermals breitete sich etwas Frust unter den Jungs aus. Als sie jedoch des nachts in das Reich der Träume hinüberglitten, bekamen einige der Gruppenmitglieder unerwarteten Besuch.

»Alrik« glaubte während seiner Wache – um die er sich doch eigentlich fast immer drückte – ein Geräusch gehört zu haben und folgte ihm in den Wald. Auf einer Lichtung mit einem kleinen See entdeckte er die Quelle des Geräusches: eine wunderschöne Elfe mit langen weißen Haaren, die sich, als er dort ankam, gerade die letzten Kleider abstreifte und in den klaren Waldsee steig. Natürlich nicht ohne ihm noch ein verschmitztes Lächeln zu zu werfen.
»Alrik« ließ sich natürlich nicht lumpen, schlüpfte selbst in Windeseile aus seinen Kleidern und stieg hinterher in das angenehm temperierte Wasser. Vorsichtig schwamm er an die Elfe heran, die unschuldig im Wasser plantschte, und genoss den Anblick ihrer hübsch Silhouette, die sich im klaren Wasser abzeichnete. Gerade als er sie berühren wollte, wirbelte sie herum, hielt ihn fest, sah ihn mit ihren fast schon hypnotisch tiefgrünen Augen an und entgegen »Alriks« Hoffnung vernaschte sie ihn nicht, sondern er schreckte schlicht und einfach aus seinem Schlaf auf.

Skrain erging es recht ähnlich. Auch er glaubte während seiner Wache etwas gehört zu haben, doch in seinem Fall stellte es sich nicht als Elfe, sondern als Eichhörnchen heraus. Zwei von ihnen saßen auf einem umgestürzten Baumstamm in der Nähe und gegen so einen kleinen Snack für zwischendurch hatte der Ork bestimmt nichts einzuwenden.
Er schlich sich sorgsam von hinten an die beiden heran und gerade als er eines von ihnen packen wollte, drehte es sich herum, sah ihn mit – für Eichhörnchen – untypisch grünen Augen an, verpasste ihn einen fiesen Hieb mit seinen kleinen Krallen auf Nase und stob davon. Der Ork jaulte ärgerlich auf und setzte dem kleinen Nager nach. Für einen erfahrenen Jäger wie ihn war es eine Leichtigkeit der Spur des Tieres zu folgen, doch entgegen seiner Erwartungen stieß er am Ende der Spur nicht auf ein Eichhörnchen, sondern auf eine ausgewachsene Raubkatze.
»Snack hin oder her«, dachte sich Skrain, stürzte sich übermütig auf das Raubtier und begann mit ihm zu ringen. Es ging eine Weile hin und her und beide Kontrahenten zogen sich die eine oder andere Blessur zu, aber schlussendlich drückte die stärkere Raubkatze den Ork zu Boden. Skrain dachte schon, sein letztes Stündchen wäre gekommen und machte seinen Frieden mit seinen Ahnen, doch stattdessen grinst ihn die Raubkatze nur mit ihren grünen Augen an und er wachte schweißgebadet auf.

Elias hingegen bekam echten Besuch während seiner Wache. Er staunte nicht schlecht, als er vom Feuer aufsah und ihm plötzlich jene weißhaarige Elfe mit den grünen Augen, die bereits den anderen Im Traum begegnet war, gegenüber stand. In makellosem Elfisch bat sie um einen Platz am Feuer und unterhielt sich mit ihm den Rest seiner Wache darüber, was ihn und seine Gefährten hierher verschlagen hatte. Elias erklärte – ehrlich und offen, wie er es von Zuhause gewohnt war – wonach seine Gruppe suchte und die Lindil hörte ihm aufmerksam zu. An ihren Schmuckstücken und einigen weniger auffälligen Details glaubte Elias zu erkennen, dass es sich bei der Elfe nur um eine der sagenumwobenen, gestaltwandelnden Druidinnen handeln konnte, von denen ihm seine Sippe erzählt hatte. Von ihnen gab es nur noch wenige unter den Lindil und man sagte, dass einige von ihnen so alt waren, dass sie noch mit Mutter Mond – der »Göttin« der Elfen – gar selbst durch das Land gewandert waren.
Elias traute sich zuerst nicht, die Elfe um Hilfe bei ihrer Queste zu bitten, doch schließlich rang er sich doch durch und zu seiner Freude sagte sie ihm zu ihnen zu helfen, wenn sie es wünschten. Sie fragte nicht danach, wann und wo sie sein musste und Elias wusste insgeheim, dass das bei dieser Druidin auch gar nicht notwendig war, denn sie war eins mit dem Wald und den Wäldern der Region. Nur wenig konnte unbemerkt von ihr bleiben.

Am nächsten Morgen berichtete Elias den anderen von seinem Erfolg und mit gehobener Stimmung zogen die Abenteurer weiter in Richtung des »Tor der Götter« in der Hoffnung dort vielleicht weitere Hilfe finden zu können.

Kapitel 3 – Das Tor der Götter

Die Felsformation, welche von den Bewohnern des menschlichen Königreiches nur »Tor der Götter« genannt wird, war ein wahrhaft majestätischer Anblick. Mehr als ein Dutzend Meter erstrecken sich die höchsten Felsen der zerklüfteten Formation in die Höhe und recken sich dem Himmel entgegen. Die beiden zentralen Felsen stehen weit genug auseinander, das vier normale Karren nebeneinander hindurchpassen, doch weiter oben berühren sie sich beinahe wieder, so das der Eindruck jenes riesigen Tores entsteht, auf welchem der Name des Naturwunders beruht.

Doch die großen Felsen sind nicht das einzige, interessant an diesem Ort, wo drei viel bereiste Straßen aus Südosten, Westen und Norden aufeinander treffen. Südlich der Kreuzung befindet sich außerdem ein alter Kreis aus kleinen, runenbesetzten Findlingen mit einem mehr als mannshohen Stein in ihrem Zentrum. Genau hier trafen unsere Abenteurer auch auf den Durain- Schamanen, von dem sie in der Taverne in Ylser Heide gehört hatten.
Skrain, als Kenner und Fan der orkischen Schamanen, war sofort Feuer und Flamme den etwas schräg wirkenden Mann für ihre Sache zu gewinnen, doch die anderen Gruppenmitglieder warn eher skeptisch. Lag es daran, dass er die meiste Zeit nur mit einem Fellschurz und seiner Pfeife „bekleidet“ war? Oder an dem benebelnden, süßlichen Geruch, den letztere verströmte? Nein, beides waren sie eigentlich auch schon von Skrain gewöhnt. Vor allem wird es an der ungewohnten Art des Schamanen gelegen haben, denn obwohl die Durain genauso Menschen sind wie die Ovensteder oder Huculvianer, ist ihre Lebensart sehr anders.

Nach einer Weile konnten sich unsere Abenteurer doch dazu durchringen, dem Schamanen von der Kiste und ihrem Plan erzählen. Ifilgarimm hatte ihnen von einem Ritual berichtet, das die Kiste öffnen könnte und hatte ihnen außerdem empfohlen dafür einen „Ort der Macht“ auf zu suchen. Der Steinkreis hier am Tor der Götter war doch wie perfekt dafür.
Aber nun hatten sie zwei naturverbundene Magier und ihnen fehlte noch immer jemand, der göttliche Magie beherrschte.
Der Durain-Schamane lachte herzhaft, als er es erfuhr.
„Unsere Ahnen sind für mein Volk die größten Götter, die wir kennen. Ich denke, das sollte reichen“, lachte er der Gruppe zu.

In Ordnung. Wenn Gwarbosch den Part des arkanen Magiers übernahm, wäre also alle komplett. Blieb nur noch die Kiste wieder zu beschaffen und auf die Elfe zu warten.
„Kiste wiederbeschaffen?“, fragte Skrain.
„Die Kiste habe ich doch hier“, zeigte er etwas perplex seine Kistenillusion vor.

– Break –

Fortsetzung folgt

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