Geländebau – Generator aus Verpackungsmüll

generator_00_miniIst schon eine Weile her, dass ich mich am Geländebau versucht habe, also wird es mal wieder Zeit. Die Artikel zum Bau meines Containers erfreuen sich reger Beliebtheit, wenn ich den Statistiken des Blogs trauen kann, aml schauen, ob dieser genauso viel Aufmerksamkeit erregen wird? :)
Hier in meiner Wohnung liegen mittlerweile zahlreiche, viel versprechende Verpackungsreste herum, die ich einfach nicht wegwerfen mag, weil sich bestimmt doch noch irgendetwas daraus bauen lässt.
Nein, nein, es ist hier nicht zur Müllhalde ausgeartet, aber ein kleiner Stapel aus unversehrten Wellpappestücken oder anderem meist Papier-basiertem Rohmaterial wie in diesem Fall hat sich gebildet. Am Ende braucht es meist nur ein wenig Kreativität, um aus etwas Müll ein schönes Geländestück herzustellen.

Ausgangsbasis bei dem heutigen Stück ist die Hälfte der inneren Verpackung der Tageslichtbirnen, die ich vor Kurzem zur besseren Ausleuchtung meiner Fotos gekauft habe.

Zukünftiger Generator im Rohzustand
Zukünftiger Generator im Rohzustand

Schritt 1: Oberfläche glätten – Grundlage schaffen

So schön passend wie die Form der Presspappe (oder unter welchen Begriff das Zeug fällt) auch ist, die Oberfläche ist für meine Verwendungswecke viel zu rau.
Ich habe versucht sie ohne vorherige Bearbeitung zu glätten, aber dafür war wiederum das Material zu schwach. Was macht also der findige Bastler? Das hier:

Häufchen Spachtelmase
Häufchen Spachtelmase

Richtig, er macht ein Häufchen in sehr ungesunder Farbe auf ein Stückchen Pappe. ;)
Ein Häufchen Spachtelmasse natürlich! ;P
In diesem Fall handelt es sich um Moltofix, weil die gerade noch bei mir herumstand. Ob ne andere Sorte oder gar nen anderes Material sinnvoller ist, kann ich nicht sagen. Da fehl tmir bschlicht die Erfahrung mit den verschiedenen Optionen. Dieses Material hat an einigen Stellen zumindest leichte Risse gebildet, was nicht schlimm, aber auch nicht hübsch ist. Teilweise sind die Risse aber auch darauf zurückzuführen, dass die Pappe der Form schnell nachgibt und diese Beanspruchung eifnach michts für die Spachtelmasse zu sein scheint.
Zwei Dinge werde ich dementsprechend wohl beim nächsten Werkstück dieser Art probieren: 1. Form mit irgendetwas füllen und 2. andere Materialien zum Glätten antesten.

Für 1. überlege ich eine Kombination von Bauschaum (Fülle) und Gips (fester Boden) und als Glättmasse werde ich dann wohl auch mal Gips antesten. Dürfte dann auch den Nebeneffekt haben, dass es etwas günstiger wird. Die Spachtelmasse ist zwar auch nicht extrem teuer, aber alleine für dieses relativ kleine Geländestück geht etwa eine halbe Tube drauf.
Werde also die Tage einfach mal die Baumärkte durchforsten. ;)

Nun aber mal zur Sache:
Die Spachtelmasse mit irgendetwas spachtelartigen und einer guten Portion Geduld sorgfältig und deckend auf die Pappform schmieren.

Soe sieht das dann nach den ersten paar cm² aus

Spachteln in Arbeit
Spachteln in Arbeit

und so, wenn alles fertig eingeschmiert ist

Eingespachtelt
Eingespachtelt

Jetzt heisst es etwas warten, bis die Masse durchgetrocknet ist, denn danach geht es staubig weiter.

Schritt 2: Oberfläche glätten – Schleifen, polieren, abstauben

Sobald die Spachtelmasse durchgetrocknet ist (sollte nicht soo lange dauern), wird das Schmirgelpapier zur Hand genommen und ein wenig Sauerei veranstaltet. Ich habe nen 80er genommen, was laut Kennzeichnung im Baumarkt für Holz gedacht war, aber ich mache keinen Hehl daraus, dass ich so’n Zeug schlicht nach Augenmaß und persönlichem Gusto kaufe. Wenn es so aussieht, als könnte es das richtige sein, und es steht „Schmirgelpapier“ dran, wird es eingepackt. ;)

Wie schon erwähnt ist die ganze Sache etwas staubig und außerdem kann es bei so verwinkelten Teilen, wie dem hier beschriebenen schnell friemelig werden, also Zeit einplanen. Für’s Schmirgeln und hinterher für’s Saugen. ;)
Schlichtes Appusten hat durchaus schon einige Mengen des abgeschmirgelten Materials entfernt, aber wirklich sauber wurde es erst, als ich es danach nochmal mit dem groben Pinsel abgebürstet habe.

Das Endergebnis sieht dann in etwa so aus:

Polierter Generator
Polierter Generator

Schritt 3: Bemalung

Das Grundgerüst ist also fertig, kommen wir somit zum aufhübschen.
Sicherlich könnte mal mit Spachtelmasse oder Modeliermasse noch nen Haufen Details einarbeiten oder sogar einige Teile aus Pappe, Plastik doer was auch imemr ankleben, aber ich habe mich entschieden es einfach mal nur mit Farbe zu versuchen.

Fangen wir an mit der Grundfarbe. Passend zu meinen Tau, die es ja laut ihrer Hintergrundgeschichte auf einen Wüstenoplanten verschlagen hat (Hatte ich das überhaupt schon mal so genau geschrieben? Ich glaube in der Kurzgeschichte zu O’Kanyoans neuem Kampfanzug hatte ich es anklingen lassen.), gibt’s nen sehr helles, gelbliches Braun.

Grundierter Generator
Grundierter Generator

Natürlich ist der Geländestück, nur weil es für meine Tau bemalt ist, nicht auch für andere Gegebenheiten einsetzbar. Mit seinen ~40mm Höhe und etwa 170mm Länge bietet es relativ vielen Figuren im 28mm-Bereich gute Deckung und kann somit auch gut für Infinity oder noch ganz andere Tebletops eingesetzt werden, solange es vom Stil halbwegs zum Setting passt.

Doch erst einmal sollte die Bemalung fertig werden, denn so schlicht, wie oben abgebildet, sieht es ja noch nach nix aus. ;P

Ich habe mich dazu entschieden den niedrigeren, abgerundeten Bereichen eine Art „Turbinencharakter“ zu verleihen und dafür Abtönfarbe in unterschiedlichen Grautönen angemischt (die andere Farbe ist übrigens auch schon Abtönfarbe gewesen (viel weiß, etwas braun udnd ganz wenig gelb)). Dann in drei Stufen nach oben hin heller werdend die Rundungen bemalt und zu guter Letzt mit schwarz die Konturen der Turbinenteile und Lamellen gezogen.

Generator - Bemalung in Arbeit
Generator – Bemalung in Arbeit

Fertig ist das gute Stück noch nicht, denn den leichten 3D-Effekt, denn ich ganz rechts bereits angefangen habe, muss ich noch zu Ende bringen und irgendwelche anderen Details muss ich mir noch für die hellbrauen Bereiche einfallen lassen. So ganz schlicht sehen die doch etwas „iele“ aus. ;)
Also Augen offen halten. Das Werkstück gibt es demnächst wohl noch einmal zu sehen. ;)

In diesem Sinne noch einen guten Abend

Gruß
Peter

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