PnP-Runde – Ovenstede, Drittes Zeitalter – Teil 5

logo_pnpSo langsam komme ich wieder in den Rhythmus des halbwegs regelmäßigen Schreibens, aber auf der anderen Seite fühlt sich mein Hirn immer noch ein wenig wie Wackelpudding an. Die anstrengenden Arbeitswochen wollen im Augenblick irgendwie kein Ende nehmen, doch davon erst einmal genug.
Es soll wieder einmal ins Dritte Zeitalter des Königreiches Ovenstede gehen und allmählich bin ich hier sogar auf Stand. Während der Anfang d0ch schon anderthalb Jahre zurück liegt, ist unsere (hoffentlich) lieb gewonnene Abenteurergruppe weiterhin im hohen Norden unterwegs um die Geheimnisse um den alten Turm und die seltsame, bronzene Kiste zu entschlüsseln.
Doch lest selbst, wie es weiterging.

Was ist zuletzt passiert?

Die Abenteurer haben sich dazu entschlossen das vom alten Zwergenmagier Ifilgarimm empfohlene Ritual durch zu führen, um damit hoffentlich die Kiste ohne Schloss zu öffnen. Nach einigen Diskussionen darum, welche Magiebegabten welches Volkes die geeignetsten wären, konnten sie sich dazu durchringen, in der Nordhälfte des Königreiches nach elfischer Unterstützung zu suchen. Fast so, als hätte man sie die ganze Zeit schon beobachtet, trafen sie auf eine Elfe – nein, eigentlich sollte man eher sagen, die Elfe ließ sich dazu herab, ihnen ihre Anwesenheit zu offenbaren – ,die sich auch prompt bereit erklärte ihnen zu helfen.
Da sie aber drei unterschiedliche Magier benötigten und außerdem noch auf der Suche nach dem passenden „Ort der Macht“ für den Zauber waren, reisten sie weiter zum sogenannten „Tor der Götter“, einer großen, markanten Felsformation nördlich der kleinen Stadt „Ylser Heide“, wo sie auf einen etwas urigen und wirren Schamanen trafen, der dem Volk der Durain angehörte.
Keiner von ihnen kannte sich wirklich mit diesem eher zurückgezogen lebenden Nomadenvolk aus dem hohen Norden aus – abgesehen von den Schauermärchen aus ihrer Kindheit – , doch nach einigen Gesprächen mit dem Schamanen stellte sich schnell heraus, dass auch er die Fähigkeiten und den Willen hatte, ihnen bei ihrer Quest zu helfen.
Blieb noch der dritte – der arkane – Magier übrig… alle Augen drehten sich zu Gwarbosch, dem zwergischen Magier in der Reisegruppe.

Spielabend 5 – 2012-06-09

Aktive Charaktere: Elias, Skrain, „Alrik“, Gwarbosch, Andrea, Ulf

Kapitel 1 – Und wer erklärt jetzt dem Ork, dass seine Kiste nicht die Kiste ist?

Damit Ifilgarimm, der alte Zwergenmagier, mehr Zeit erhielt die Kiste zu untersuchen, hatten sich die Abenteurer dazu überreden lassen, dem Ork Skrain eine Illusion unter zu jubeln, und zu ihrem Glück hatte der kräftige, aber etwas einfälltige Geselle auch nichts daon bemerkt. Für ihn war es vor allem wichtig den Wächter der Kiste zu spielen, wie es der Kiste dabei erging, war ihm schrecklich egal, und er beschäftigte sich so selten mit ihr, dass er nicht einmal eine Chance hatte, die Illusion zu durchschauen.

Nachdem nun alle drei Akteure für das Ritual beisammen waren, mussten sie jedoch die echte Kiste wieder heranschaffen, also machte sich die Gruppe wieder auf Richtung Süden. Zum Glück hatte Gwarbosch noch eine Breiftaube aus Speikerbarg dabei und so konnte er ihnen eine Nachricht vorausschicken, die ihnen hoffentlich einen Teil des Weges ersparen würde.
Die Götter waren wohl auf ihrer Seite, denn sie konnten nicht nur die Kiste in Quell’Etzin in Empfang nehmen, sondern „Alrik“ konnte sie auch noch mit Leichtigkeit dem Ork unterjubeln, während Gwarbosch die Illusion seines Lehrmeisters beendete.

Also brachen sie wieder auf Richtung Norden zum „Tor der Götter“, wo der Durainschamane laut seinem Versprechen auf die warten wollte und Elias behauptete ja imemr noch, dass auch eine „Elfenmagierin“ zum passenden Zeitpunkt eintreffen würde. Ganz glauben konnte ihm das der Rest der Gruppe noch immer nicht, denn schließlich war ihr – außer im Traum- keiner der anderen begegnet.
Bei den Felsen und dem dortigen Steinkreis eingetroffen, fanden sie tatsächlich noch den pfeiferauchenden Schamanen vor, doch von der Elfe war meilenweit nichts zu sehen.

Kapitel 2 – Die Mächtigen versammeln sich

Die Grupppe hatte gerade ihr temporäres Lager an den Steinen eingerichtet und Gwarbosch beriet sich mit dem Schamanen über das weitere Vorgehen, als sich ihnen jemand näherte. Statt der erwarteten Elfendruidin war es jedoch nur eine einfache Reisende, die aus dem Norden zu ihnen stieß. Ihr Name war Andrea und auch wenn die anderen ihr wenig Interesse schenkten, war es für „Alrik“ Grund genug, die anderen Arbeiten links liegen zu lassen und sich um die neu angekommene Schönheit zu kümmern. An ihre etwas widerspenstige Art und die sprichwörtlichen Krallen war er von seinen sonstigen Eroberungen allerdings nicht gewöhnt, und so verbrachte er große Teile des folgenden Abends und der Nacht damit, relativ erfolglos weiter zu baggern.

Elias und Skrain hingegen wurden von dem Schamanen losgeschickt einige Reagenzien im nahen Wald zu sammeln und sie staunten nicht schlecht, als sie auf einen weiteren Reisenden in diesem Fall allerdings aus südwestlicher Richtung trafen. Hatte es sich insgeheim etwas herumgesprochen, was sie heute hier versuchen wollten? Wurden die Reisenden von den Göttern hierher gelenkt, um ihnen bei dem Ritaul zu helfen oder si egar davon ab zu halten?
Der Reisende stellte sich als Ulf vor und als Skrain oder Elias ganz unverblümt davon berichteten, was sie hier planten, war Ulfs Neugier geweckt und er bat darum zusehen zu dürfen.

Alles war soweit vorbereitet und es waren sogar Zuschauer anwesend, nur die Elfe fehlte noch. „Alrik“ und Andread hatten sich gerade dazu herabgelassen – eigentlich hatte sich Andrea dazu bereit erklärt zu helfen und „Alrik“ wich ihr nich von der Seite in der Hoffnung, doch noch bei ihr landen zu können – ein paar weitere Kräuter für das Ritual zu sammeln, als sie sich plötzlich einer weißen Raubkatze gegenübersahen, deren Schulterhöhe beinahe an die eines Pferdes herankam.
Elias, der sofort wusste, um wen es sich handelte, konnte Andrea noch gerade davon abhalten, mit Steinen nach der Druidin zu werfen. Was sie glücklicherweise davon abhielt zu bemerken, wie sich „Alrik“ beim Anblick des riesigen Raubtieres beinahe in die Hosen machte.

Langsam trottete die Katze zum Steinkreis und binnen Sekunden verformte sich ihr Körper in den jener grazilen, weißhaarigen Elfe.
„Alrik“ stand nun vor einen schweren Problem, denn plötzlich sah er sich zwei schönen Frauen gegenüber, die es zu erobern galt, doch welcher soltle er seine Aufmerksamkeit widmen? Wann immer er die Elfe nur ansah, kam sprichwörtlich sein Blut in Wallung, doch im Gedanken an die Raubkatzengestalt und dasd, was die Elfe eventuell mit ihm anstellen würde, wenn sie wild wurde, entschied er sich doch lieber für Andrea. (Lag natürlich auf keinen Fall an der Person von Andreas Spielerin ;P )

Die drei auserkorenen Magier zogen sich in das Zelt des Schamanen zurück, um sich zu beraten. Gwarbosch fiel es schwer jeder der Ausführungen zu folgen, teils wegen der deutlich größeren Erfahrung der anderen beiden aber auch wegen einer gewissen Sprachbarriere zwischen den dreien, doch so viel war klar: Auf ihn fiel der dritte und letzte Schritt des Rituals. Die anderen beiden würden die notwendigen Kräfte der Natur und der Ahnen wecken, während es an Gwarbosch fiel, sie zu kanalisieren und mit der Kiste zu verbinden.

Kapitel 3 – Das Ritual beginnt oder „Heute Nacht werden wir keinen Zentimeter von dieser Stelle weichen“

Das Ritual begann kurz vor Sonnenuntergang und der Rest der Reisegruppe und ihrer Gäste wurde instruiert bis zu seinem voraussichtlichen Ende bei Sonnenaufgang den Platz um jeden Preis zu verteidigen.
Es war an der Elfe zu beginnen. In Gestalt eines alten, urtümlichen Bären, dem teilweise spitze Knochenplatten durch das Fell hindurch wuchsen, umstritt sie den Ritualplatz und sofort konnten die Anwesenden spüren und sehen, wie etwas geweckt wurde. Sie fühlten sich erfrischt und im goldenen Licht der schwächer werdenden Sonnenstrahlen fingen tausende Pflanzen um den Platz herum zu sprießen. Zwischen einigen der Felsen wuchsen sogar ganze Hecken aus dem Nichts empor.
Die Elfe umrundete den Platz noch einige Male, teils in humanoider Gestalt und teils als Bär, bevor die Sonne unterging und sang dabei ein Lied, das fast benebelnd schön klang. Nur Elias verstand, dass die Worte nicht unbedingt so harmlos waren, wie es ihr Klang versprach. Als die Sonne endlich hinter dem Horizont verschwand, legte sie sich in Bärengestalt neben die bronzene Truhe und schlummerte ein. Nun war es an dem Schamanen weiter zu machen.
Bevor der loslegen konnte, sollte sich aber noch zeigen, dass ihr Vorgehen nicht unbeobachtet geblieben war.

Wolfsheulen schreckte sie Abenteurer auf und sofort waren sie alle wieder auf den Beinen. Kurz darauf zeigte sich auch schon die Quelle des Heulens auf der Lichtung. Es war keines der harmlosen Wolfsrudel, das vielleicht einmal ein Schaf oder eine Kuh in der Gegend riss. Das hier waren blutrünstige Wölfe, wie man sie aus den Schauermärchen kannte. Wölfe, die mit finsteren Mächten im Bunde standen, man konnte es ganz deutlich in ihren Augen erkennen.
Mutig warfen sich die Abenteurer den Tieren entgegen und auch wenn es einige Blessuren gab, so stellten die Tiere doch keine echte Gefahr für die mittlerweile recht erfahrenen Streiter dar.
Die Kadaver schafften sie ein gutes Stück vom Ritualplatz fort und sie überlegte eine Weile, die Überreste, wie es üblich war, zu verbrennen, doch dafür war keine Zeit. Es musste bis zum nächsten Tag warten. Ein Fehler, wie sich später herausstellte.

Kapitel 4 – Die Geister, die er rief

Ähnlich wie die Elfe zuvor, tanzte der Durainschamane um den Ritualplatz und um die Kiste herum. Sein Singsang klan jedoch ganz anders und weniger beruhigend, als der vorherige und die Dinge, die er weckte, waren es noch viel weniger.

Schwere Schritte wie von einer Armee waren plötzlich von überall her zu hören und zügig zeigte sich ihr Ursprung. Unbekannte, geflügelte Kreaturen mit Hufen und Hörner kamen zu Dutzenden auf den Platz zu. Das Herz rutschte den Anwesenden in die Hose. Niemand kannte diese Art von Wesen, doch jedem ging das gleiche Wort durch den Kopf: Dämonen.
Die waren etwa doppelt so groß, wie ein normaler Mensch und bewaffnet mit schrecklichen Äxten und Klingen. Doch warum waren ihre Körper so bläulich und durchscheinend?
Die Gruppe konnte sich vorerst keine weiteren Gedanken darüber machen, denn von Süden her näherte sich weiteres Trommeln. Es gehörte hunderten Hufen schwer gepanzerter Pferde, deren Reiter in ähnlich schwere Rüstungen gekleidet waren. Niemand erkannte die Ornamentik der Kämpfer oder den Stil ihrer Rüstungen, er schien nicht aus dem Königreich stammen zu können, doch alle waren heilfroh darüber sich nicht alleine den dämonischen Truppen gegenüber zu sehen.
Erst auf den zweiten Blick erkannten die Abenteurer, das auch die Reiter von durchscheinender, bläulicher Gestalt waren und schnell wurde klar, dass keine der beiden Armeen wiiklich von dieser Welt war. Sie waren nur Erscheinungen irgendeines fernen Ereignisses oder einer fernen Zeit und stellten keine Gefahr für die Anwesenden dar.
Aber Moment, hatte der Durain nicht etwas davon gesagt, dass er seine Ahnen rufen würde?
Fragezeichen bildeten sich auf den Gesichtern und in den Köpfen der Abenteurer. Wenn das hier die Ahnen des Durain waren und die Durain schon immer in diesem Land wohnten, was war dann nur mit ihnen geschehen? Hatten das Dämonenheer damit zu tun?

Die halbe Nacht hindurch kämpften die Geister miteinander, ohne dass ein wirklicher Sieger hervorging. Beide Seiten mussten schwere Verlsute einstecken und am Ende war kaum noch Regung auf dem Schlachtfeld zu erkennen. Das Spektakel sollte aber noch nicht vorbei sein, denn schon bald traf eine dritte Partei ein: die Zwerge.
Gekleidet in uralte, zwergische Symbole – allen voran Zeichen der „Feuer Morschadimsks“, einen alten Zwergenorden, den man am besten als Inquisition umschreiben kann – striffen sie über das Schlachtfeld, doch statt den Überlebenden der Menschen zu helfen, töteten sie sie genauso wie die verbliebenen Dämonen.
Die Szenerie wechselte und als ob sich die Beobachter nicht schon unwohl genug fühlten, zogen die Zwerge weiter durch das Land. Es waren jedoch keine Dämonen mehr, die sie sich schnappten, sondern ganz normale Menschen. Alles endete damit, dass dutzende von ihnen bei lebendigem Leib verbrandt wurden. Alles beobachtet und angewiesen von den Klerikern der „Feuer Morschadinks“.

Die Abenteurer wussten nichts, was sie sagen sollten. War dies die wahre Vergangeheit des Landes? Warum hatten die Zwerge solch schreckliche Dinge getan und was war mit den Menschen geschehen?
Sie fanden keine Ruhe, um sich darüber lange Gedanken zu machen, denn langsam zeichnete sich das Licht der Sonne wieder am Horizont ab und somit war es an Gwarboschs Reihe das Ritual zu übernehmen.

Kapitel 5 – Wenn ich das hier damit verbinde, dann müsste doch…

Gwarbosch tat, wie ihm aufgetragen worden war. Mit seinem Geist wechselte er auf die Astralebene hinüber und war erstaunt, wie einfach es ihm an diesem Ort gelang. Er untersuchte die Kiste und die Steine, deren Abbild er hier wiederfand und erkannte die magischen Strukturen in ihnen.
In den Steinen ruhte nun die Kraft, welche die anderen beiden Zauebrkundigen geweckt hatten und die Kiste wartete darauf, sie zu empfangen. Vorsichtig griff er nach dem ersten Manafaden, zog sachte an ihm und nach ein paar Versuchen schaffte er es, ihn an die Kiste zu knüpfen.
So fuhr er auch mit den anderen Fäden fort, doch je weiter er kam, umso schwerer wurde es und umso widerspenstiger wurden die Fäden, als ob sie etwas schlimmes ahnten, an dem sie nicht Teil haben wollten.

In der realen Welt zeigte sich bald, worum es ging. Die Hecken, welche durch den Zauber der Elfe gewachsen waren, wandelten sich mit jedem weiteren Faden, den Gwarbosch knüpfte, zu Dornenbüschen und begannen zu leben. Sie wollten auf den in Mediation befindlichen Körper des Zwergenmagier losgehen, doch seine Mitstreiter taten ihr bestes, um ihn zu schützen.
Als der Zwerg wieder aufwachte, hatten sie mehrere Hecken zerstückelt und eigentlich hätte die Kiste sich nun öffnen müssen, doch nichts dergleichen geschah. Die Blicke wandten sich zum Horizont, wo sich nun deutlich die ersten Sonnenstrahlen zeigten, ein erneutes Wolfsheulen gepaart mit einem eisigen Lachen, zog jedoch schnell die Aufmerksamkeit auf sich.

Müde und mit ihren letzten Reserven stellten sich die Abenteurer den wiedererweckten Wölfen und ihrem untoten Meister, einer knochigen Gestalt in zerfallener Robe, gegenüber. (In Wahrheit hat die Gruppe den eigentlich recht knackigen Gegner durch gute Taktik und perverses Würfelglück viel schneller aus den Socken gehauen, als geplant. ;) )
Gegen Sonnenaufgang hatten sie endlich auch den letzten Untoten überwunden und konnten sich um ihre Verletzungen und den fehlenden Schlaf kümmern. Zuerst aber stürmten sie alle zu der nun offenen Kiste und warfen einen Blick hinein.
„Gold!“, platzte es aus „Alrik“ heraus.
Auf dunkelroten Samt gebettet lag im Inneren der Kiste ein goldenes Stück Metall mti orangfarbenen Edelsteinen darin, das in seiner Form entfernt an das Parier eines Schwertes erinnerte.
Doch wenn dies wirklich Teil eines Schwertes war, wo war dann der Rest und warum hatte es jemand so sicher weggesperrt?

Ein neues Rätsel, dabei hatten sie doch noch nicht einmal geklärt, was es mit dem Turm auf sich hatte.

– Break –

Fortsetzung folgt

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