PnP-Runde – Ovenstede, Drittes Zeitalter – Teil 6

logo_pnpTja, war doch nichts mit dem regelmäßigen Rhythmus des Schreibens, also werde ich wohl noch einen Versuch starten müssen. Nachdem ich in der letzten Zeit viel Stress um die Ohren hatte, an dem einen oder anderen Wochenende bzw Feiertag etwas unterwegs war und dann auch noch ein wenig herum gekränkelt habe, stehe die Chancen hoffentlich ganz. gut. ;)
Was habe ich also alles in Arbeit? Ja, jede Menge Bemalungen, ein paar Conversions und andere Basteleien und teilweise auch die eine oder andere Kurzgeschichte zu meinen geplanten WH40K-Charaktermodellen, doch keine von denen ist weit genug gediegen, um sie schon der Öffentlichkeit zu präsentieren. Achja, an meinen Roman bin ich auch noch dran und seitdem ich das letzte Mal darüber geschrieben habe, habe ich genau … *grübel* 0 (Null) Seiten zustande gebracht… :( , aber auch das wird mit der Zeit hoffentlich werden. Der Plan steht immer noch, dass es bis Ende des Jahres fertig überarbeitet sein soll.

Da bleibt dann nur noch eines übrig: Die PnP-Runde Ovenstede.
Hier gibt es auch noch einige Geschichte, die gespielt, aber noch nicht nieder geschrieben sind, also legen wir doch einfach mal mit der nächsten los. ;P

Was ist zuletzt passiert?

Die Gruppe um Gwarbosch und Elias hatte in einem uralten Turm eine bronzene Kiste gefunden, welche weder ein Schloss noch überhaupt einen Spalt zwischen Korpus und Deckel hatte, doch verschiedene Untersuchungen haben ergeben, dass die Kiste magisch verschlossen ist und sich mit einem entsprechenden Ritual auch wieder öffnen lassen sollte. Hierfür würde die Gruppe allerdings die Unterstützung mehrere, fähiger Magiebegabter aus den bekannten Schulden der Magie – Natur, arkan und göttlich – benötigen.
Also machte sich die Gruppe auf entsprechende Unterstützung zu finden und nach wochenlangen Reisen durch das halbe Königreich Ovenstede hatten sie in einer geheimnisvollen Elfendruidin und einem etwas verrückten Durainschamanen auch die passende Hilfe gefunden. Den arkanen Anteil würde Gwarbosch selbst übernehmen. Am Tor der Götter, einer alten Felsformation und einem Ort der Macht, an dem die Magie stärker fließt, als an anderen Orten des Königreiches, trafen sie sich und starteten das Ritual.Wie schon fast erwartet, blieb das Ritual natürlich nicht unbermerkt und so musste sich die Gruppe nicht nur gegen einige Wölfe, sondern auch gegen ein paar Untote und lebensige Dornenbüsche wehren. Hinzu kam noch ein kleines Geisterspektakel mit Gestalten aus scheinbar uralter Zeit, doch hier konnte die Helden selbst nur als Zuschauer teilnehmen. Die Bilder jedoch warfen so einige Fragen über die Vergangenheit des Landes auf und die goldene Parier, das sie in der schließlich geöffneten Kiste fanden, beantwortete sie jetzt auch nicht unbedingt.
Handelte es sich tatsächlich um ein Parier, wie Gwarbosch vermutete? Die Form deutete zumindest darauf hin.
Und war es wirklich aus Gold? Farbe und Glanz schriehen danach, doch für Gold oder selbst vergoldeten Stahl war es viel zu hart. Nicht ein Kratzer ließ sich hineindrücken.
Außerdem? Was waren das für seltsame, orangfarbene Edelsteine, die man in der Metall eingebettet hatte? Ein wenig erinenrten sie an einfacher Feuersteine, doch waren sie viel reiner und klarer.

Spielabend 6 – 2012-09-28

Aktive Charaktere: Elias, Skrain, „Alrik“, Ulf

Kapitel 1 – Über den Fluss und unter den Berg

Was macht man nun mit einem glänzenden Stück Metall aus einer seltsamen, alten Kiste, von dem man glaubt, dass es der Teil einer uralten Waffe sein könnte?
Tja, man könnte versuchen jemanden zu fragen, der sich von Haus aus gut mit Waffen auskennt und schon lange genug auf der Welt wandelt, um viele von ihnen gesehen zu haben … oder zumindest penibel genug ist, über alles möglich Buch zu führen. Also geht man zu den Zwergen!

Genau diesen Plan verfolgte auch die Abenteurergruppe und machte sich nach einer ausgiebigen Rast – das Ritual hatte die ganze Nacht hindruch gedauert – vom Tor der Götter auf Richtung Norden zum Gernheimiagebirge und der dortigen Zwergenbinge.
Die Zwerge aus Gernheimia waren zwar mehr für ihre Glaswaren als für ihre Schmiedekunst bekannt, doch das änderte nichts daran, welche Künste ihnen von Geburt an im Blut lagen. Da waren sich die Mitglieder derGruppe zumindest recht einig. Gut, außer Skrain, der wollte das Fundstück – wie so oft – am liebsten einem orkischen Schmied präsentieren.

Einige Tage waren die Reisenden unterwegs, in denen das Gebirgsmassiv im Zentrum des Königreiches stetig näher rückte und schlussendlich trennte sie nur noch die Wesra von ihrem Ziel. In Ordnung, sie wussten auch noch nicht genau, wie bzw wo sie von dieser Seite aus in den Berg gelangen konnten, ohne ihn halb umrunden zu müssen, aber mit diesem Problem wollten sie sich beschäftigen, wenn sie auf der anderen Seite des Flusses waren.
Nun muss man dazu sagen, dass sich an dieser Stelle, kurz vor der Mündung der Öspra aus dem Süden in die Wesra aus dem Norden, der Fluss deutlich über dem Niveau der realen Weser auf Höhe Gernheim bewegt. Man kann zwar das andere Ufer sehen, aber es wird schon schwierig sich mit jemandem auf der anderen Seite zu verständigen und eine Furt war auch nicht in Sicht. Schwimmen kam also auch nicht in Frage, also beschloss die Gruppe ihr Glück zu testen und wartete eine Weile am Fluss, in der Hoffnung einen der regelmäßigen Flusssegler für eine Überfahrt zu erwischen .
Das Glück war ihnen holt und bereits nach wenigen Stunden und mit überschaubarem Geldeinsatz fanden die Reisenden eine nette Besatzung, die ihnen püer Ruderboot ans andere Ufer half.
So standen sie Abenteurer nun am Fuße des riesigen Gebirgens und mussten erneut ihr Glück testen, um einen Zugang zu finden.

Notiz am Rande: Gwarbosch, der zumindest seine Jugend in Gernheimia verbracht hatte, hätte der Gruppe zwar mit entsprechendem Wissen weiterhelfen können, aber sein Spieler war an diesem Abend leider nicht anwesend.

Kapitel 2 – Huch, was ist denn das für ein Pfad?

Die Abenteuergruppe machte sich auf das Gebirge zu erkunden, doch so sehr sie auch suchten, sie konnten keinen Eingang in die Binge finden. Vielleicht war es auch ein wenig zu vermessen, zu glauben, ein Nicht-Zwerg wäre dazu in der Lage einen Eingang im Fels zu entdecken, der schlicht nicht dafür gedacht war, von außen gesehen zu werden?
Ein Wink des Schicksals (oder vielleicht war es eine Kombination aus Spielleiter und Plotidee) jedoch ließ sie einen steilen, schmalen Pfad entdecken, der auch ein wenig verborgen lag und sich still und heimlich am Felsen aufwärts schlängelte. Unter Umständen konnte er sie ja in die Binge führen?

Kurz entschlossen folgten die Abenteurer dem Pfad und stellten schnell fest, dass auchdieser Pfad definitv nicht in die Binge führte. Immer weiter und so schmal, dass gerade eben so ein einspänniger Karren auf ihm Platz gefunden hätte, kletterte er das Gebirge aufwärts. Stets geschützt durch Büsche, Bäume, Felzspitzen und zahlreiche Kurven, so das es im Grunde unmöglich war diesen Pfad oder auf ihm reisende von weiter unten aus zu entdecken.
Fast einen ganzen Nachmittag verbrachten die Abenteurer mit dem Aufstieg nur um dann, nach der letzten, scharfen Kurve auf einem kleinen Platz und vor einem massiven Tor mit Wehrmauer zu enden. Intuitiv kratzten sich die Reisenden am Kopf. Was zum Henker suchte diese Befestigung hier oben? Hatten die Zwerge doch tatsächlich, still und heimlich eine überirdische Festung errichtet? Oder hauste hier jemand ganz anders?
Ihre Fragen sollte zügig beantwortet werden, als sie im Befehlston vom Wehrgang des Tors aus begrüßt wurden.

„Wer da und was wollt ihr?“
Es war Elias, der sich als erster vorsichtig zum Tor wagte und um Einlass bat, doch der wurde ihm von den schwer bewaffneten Wachen verwehrt. Einzig etwas Nahrung und Wasser bekamen die Reisenden nach längerer Diskussion und sie erhielten außerdem die Erlaubnis, die Nacht vor dem Tor verbringen zu dürfen. Keine besonders angehme, wie sich später herausstellte, denn der Wind war wahrhaft stürmisch hier oben.
Wenigstens konnten sie so einen kurzen Blick auf die Bewohner hinter der Wehrmauer werfen. Außer auf die Wachmannschaft in ihren blauen Gewändern und schweren Rüstungen konnten sie auch einen kurzen Blick auf die junge Frau werfen, die das Essen gebracht hatte. Anders als die Wachen hätte sie auch aus jedem anderen Ort des Königreiches stammen können.

Am nächsten Morgen suchten die Abenteurer erneut das Gespräch und es dauerte eine Weile, bis sie sich dazu durchringen konnte, auch den Fund des Pariers einfließen zu lassen. Als der Hauptmann der Wache einen Blick auf das Kleinod werfen durfte, änderte sich die eiskalte, abweisende Stimmung der Wache ein wenig. Man ließ sie zwar immer noch nicht durch das Tor, doch immerhin versprach man ihnen, jemanden herbei zu rufen, der darüber entscheiden konnte. Gut eine Stunde später kam dieser jemand an und als die zwergische Gestalt des Magisters durch das Tor schritt, kam abermals die Frage auf, ob sie vielleicht doch Gernheimia gefunden hatten.
Der Zwerg stellte sich ihnen als Meister Hamburon Glutschürer, Sohn des Allgarimm und Magister des Phoenixordens vor, begrüßte sie höflich und erklärte ihnen, wo sie hier überhaupt waren. Sie standen vor dem Eingang zum Tal des Phoenixordens, einem zurückgezogen lebenden Paladinorden, den es schon seit vielen Jahrzehnten im Königreich gab. Ebenso höflich bat der Zwergenmagier darum das Fundstück sehen zu dürfen. Ihm stand die  Neugier ins Gesicht geschrieben, als er das goldene Parier erblickte und sofort wandte sich an den Hauptmann der Wache. Er bürgte für die Abenteurer, denn zu gerne wollte er einen genauen Blick auf das Schmuckstück werfen, doch dafür musste er in seine Bibliothek gelangen und die Abenteurer weigerten sich verständlicherweise das Kleinod aus der Hand zu geben.
Etwas mürrisch ließ der menschliche Hauptmann den Zwerg und seine neues Gefolge durch das Tor.
Den Abenteurern offenbarte sich ein fantastischer Anblick. Ein riesiges, weitläufiges Tal erstreckte sich auf der anderen Seite des Tores mit zahlreichen, kleinen Siedlungen und hier und da einigen älteren, kleinen Befestigungsanlagen. Der größte Blickfang aber war die majestätische, steinerne Festung am anderen Ende des Tales. Gerade als die Abenteurer das Tal betraten, fielen goldenen, morgendliche Sonnenstrahlen passend auf die blanken Steine des Bergfried und das vergoldete Sonnensymbol an seiner Front, dass er ihnen wie eine zweite Sonne entgegen strahlte. Ein herrlicher Anblick und irgendwie passend für die Heimat eines Paladinordens.

Kapitel 3 – Neue, ungewöhnliche Verbündete

Meister Hamburon führte Elias und die anderen bis in die Festung und sein Arbeitszimmer hinein, wo er sofort das Fundstück untersuchte und passend dazu in diversen Büchern blätterte. So recht schien sich Hamburon in seinen Entdeckungen aber nicht sicher zu sein und rückte nur mit dürftigen Informationen heraus. Die Gruppe brauchte einige Zeit um ihn zu überreden, mehr preis zu geben und schließlich meinte er, dass er jemand anderen konsultieren müsste, um sich sicher zu sein. Dieser jemand war nicht weit außerhalb der Festung zu finden und dorthin führte Hamburin die Gruppe auch sofort.

Die kurze Reise führte unsere Abenteurergruppe an den äußersten Nordrand des Tales nahe der inneren Festungsmauer. Dort betraten sie eine ganz andere Welt, als im Rest des Tales. Schnell wurde der Boden etwas sumpfig und schon aus der Entfernung konnten sie die ausladende, tief hängende Baumkrone einer alten Trauerweide erkennen.
Ringsherum wirkte es so, als hätten sie plötzlich die Tiefen der elfischen Wälder betreten. Zumindest Elias konnte es beurteilen, denn den anderen war ja bisher jeglicher Blick auf das Innere dieser Wälder verwehrt geblieben.
Überall um die Weide wuchsen schwach leuchtende, exotische Pflanzen und hier und da schwirrten große Libellen oder andere, fremdartige Insekten herum, die ein wenig an Waldfeen erinnerten.
„Fast wie in einem der alten Druidenhaine“, dachte sich Elias still und leise.

Vorsichtig trat Meister Hamburon näher an den alten Baum heran und mit ruhiger Stimme verkündete er die Anwesenheit von sich und seinen Begleitern. Zögerlich öffnete sich die Baumkrone zu einem schmalen Durchgang und die Gruppe um den Zwergenmagier trat ein.
Drinnen waren sie nun definitv in einer fremden Welt angekommen. Wo außerhalb der Lichtschein der Pflanzen noch vom Sonnenlicht verdeckt wurde, kam es hier drinnen voll und ganz zur Geltung. Schwummerig leuchtete es das Reich unter der Baumkrone aus und warf zalhreiche Schatten und wenn sich die Augen der Abenteurer nicht ganz und gar täuschten, lebten zwischen den Ästen tatsächlich einige Feen.
„Was bringt dich zu mir, Hamburon?“, reklang eine ferne Frauenstimme und der Zwerg erzählte sofort von dem Gegenstand, den die Abenteurer gefunden und zu ihm gebracht hatten. Ganz langsam begann die knorrige Rinde des alten Baumes aufzubrechen und wie in Zeitraffer wuchsen erst ein Fuß, dann ein ganzes Bein und bald darauf auch der Rest eines Frauenkörpers aus ihm heraus. Gemächlich schritt die Baumfrau, deren Körper gleichzeitg auf Holz und Fleisch zu sein schien, auf sie zu und ließ sich von Hamburon das goldene Parier zeigen. Sie brauchte nicht lange, um die Vermtuung des Magiers zu bestätigen: Es handelte sich um ein Stück der legendären Sonnenklinge. Jenem Schwert, das den Erzählungen nach von Licht Sunnas selbst erfüllt war und in der Hand eines würdigen Helden auch die gefährlichsten Dämonen erschlagen konnte.

Stille breitete sich unter den Anwesenden aus, da keiner genau wusste, wie er die neuen Informationen deuten sollte. Hamburon entgegnete, dass er Kontakt mit dem inneren Rat des Ordens aufnehmen musste, um ein mögliches, weiteres Vorgehen zu besprechen und die Abenteurer zogen es vor auf ihn hier bei der Weide zu warten.
Es war Skrain, der sich – abgesehen von „Alriks“ etwas unbeholfenen Versuchen mit der Baumfrau auf Tuchfühlung zu gehen – allen voran mit der Frau aus der Weide beschäftigte und über die Dauer der Wartezeit sogar eine Art Pakt mit ihr schloss. Als Zeichen dieses Paktes schentke er ihr eine verfilzte Locke seines Haares und sie zeigte ihm, wie er sich auf die Welt einstimmte und mit einem kleinen Ritual die mögliche Richtung zum nächsten Bruchstück der Klinge finden konnte.

Meister Hamburon kam einige Zeit später wieder und berichtete, dass der Rat sehr daran interessiert war, die Klinge wiederhergestelt zu sehen. Man wollte diese Aufgabe den Abenteurern anvertrauen und zeigte sich außerdem interessiert an möglichen, weiteren Erkenntnissen über die alten Türme, von denen sie ebenfalls berichtet hatten. Als Gegenleistung verlangte man lediglich das Versprechen, dass die Abenteurer die Klinge, sollte sie irgendwann fertig gestellt werden, auch in den Dienst des Orden stellen würde. Den Besitz selbst verlangte der Orden nicht und man sagte den Reisenden, dass ein Sterblicher auch nicht entscheiden dürfe, wer die Klinge tragen solle. das war alleine eine Entscheidung der Klinge selbst.

– Break –

Fortsetzung folgt

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