Step by Step – Tau Jagddrohne (Tau Sniper Drone) bemalen

2013-06-18 SbS - Sniper Drone 00Vorwort

Zeit wird’s für einen neuen „Step by step“-Artikel und die Jagddrohnen warten auch schon lange genug auf ihre Vollendung. Wenigstens eine näher am Ziel bin ich jetzt, bleiben also nur noch eine Drohne und der Feuerkrieger, der sie mit Kommandos versorgt. Gerade letzterer dürfte aber noch ne ganze Weile dauern, denn da schwebt mit eine Gestaltung für die Base vor, für die ich vorher noch ein paar Experimente hinter mich bringen muss.

Bei der Bemalung dieser Drohne bin ich, im Gegensatz zu dem Kroot letztens, wieder zurück zu dem bisherigen Standard meiner Tau und habe entsprechend Metallicfarben verwendet, statt mich abermals an NMM (non-metallic metal) zu versuchen. Für Infinity mit seinen wenigen und etwas filigraneren Minis finde ich NMM durchaus interessant, aber für die größeren Massen bei W40K ist es mir einfach zu viel Aufwand.

Zutatenliste

Wie immer gibt es eine kleine Auflistung, der von mir verwendeten Farben. Natürlich ist das nur eine Auslistung, die man verwenden kann. Es steht jedem frei andere Farben miteinander zu kombienieren.
Zur Erläuterung:
GW = Games Workshop (Citadel Farben); AP = The Army Painter (Warpaints); VMC = Vallejo Modell Color; VGC = Vallejo Game Color

  • Grundierung:
    • White Primer (VGC)
  • Grundfarben:
    • Leadbelcher (GW)
    • Gelb, matt Nr 15 (Revell Aqua Color)
    • Evil Sunz Scarlet (GW)
    • Mischweiss (983) zum Aufhellen für Akzente (Studio Lascaux)
    • Moot Green (GW)
  • Highlights & Details:
    • Plate Mail Metal (AP)
    • und diverse mit Mischweiss aufgehellte Varianten der oben genannten Farben
  • Shading:
    • Agrax Earthsahde (GW)
    • Black Green, Game Ink (Vallejo)

Schritt 1: Grundierung

Tau Jagddrohne - Tau Sniper Drone - grundiert
Tau Jagddrohne – Tau Sniper Drone – grundiert

Über diesen Schritt gibt es nicht viel zu sagen. Jeder, der sich schon ein wenig mit dem Bemalen von Minis beschäftigt hat, weiß, dass eine gute Grundierung wichtig ist. Hier habe ich noch den „White Primer“ von Vallejo Game Color verwendet, welcher wenigstens etwas besser, als der recht grottige „Imperial Primer“ von GW ist. Vor allem aber sind die hellen Farben auf weißen Grund besser und sauberer zu malen.
Für zukünftige Modelle werde ich wohl nur noch den „Surface Primer“ von Vallejo verwenden. Sehr angenehmes Zeug, das eine herrliche Oberfläche bildet. Vor kurzem habe ich mir zwei große Flaschen (1x schwarz, 1x weiß) gegönnt und mische mir nun immer den Grauton an, den ich verwenden will oder benutze einen von beiden pur. Kommt jeweils auf das Modell und die angestrebten Farben an.

Um die Drohne während der Bemalung besser handhaben zu können, habe ich sie nicht vollständig zusammengebaut und die zwei verbliebenen Teile auf Plastikstäbe gesteckt bzw geklebt. Sprue-Reste beiten die dabei regelrecht an.
Im späteren Verlauf dieser Arbeit musste ich lernen, dass man nicht zu sorgfältig kleben sollte, denn sonst wirds ekelig, beim Entfernen. Mir ist bei nem Plastikmodell auch schonmal der Fehler unterlaufen, Plastikleber statt Sekundenkleber zu verwenden. Während letzterer den Vorteil hat, dass er bei geringer Verwendung und etwas Gewalt nachgibt und sich recht sauber entfernen lässt, verschweist der erste die Plastikteile leider. Ich durfte mit danach einen 5mm-Bohrer besorgen und die neue Amrlöcher für den XV8 herstellen. ^^ Naja, deisen Fehler werde ich so schnell nicht wieder machen. ;)

Schritt 2: Basisfarben

Weiter geht’s mit den Basisfarben und zwar als erstes mit den silbernen Stellen der Mini.

Tau Jagddrohne - Tau Sniper Drone - Basisfarben, Silber
Tau Jagddrohne – Tau Sniper Drone – Basisfarben, Silber

Meistens schaue ich vorher, welche der geplanten Basisfarben an Stellen soll, die schwer zu erreichen sind. Es gibt an den Modellen immer wieder Teile, die man selbst mit einem guten, feinen Pinsel nur schwerlich bemalen kann, ohne dabei die umliegenden Stellen auch zu erwischen. Es bietet sich somit an, mit diesen Farben an zu fangen, denn dort, wo man übermalt, kommt kurz darauf ja eh die nächste Farben hin.

Die Unterseite darf natürlich auch nicht fehlen.

Tau Jagddrohne - Tau Sniper Drone - Basisfarben, Silber, Unterseite
Tau Jagddrohne – Tau Sniper Drone – Basisfarben, Silber, Unterseite

Weiter geht es mit der nächsten Farbe: Mattgelb von Revell.

Tau Jagddrohne - Tau Sniper Drone - Basisfarben, Gelb
Tau Jagddrohne – Tau Sniper Drone – Basisfarben, Gelb

Bei Gelb erkennt man sehr schön, wie angenehm es ist hier mit weiß zu grundieren. Schwarze Grundierung würde nämlich weit mehr als eine Schicht notwendig machen, damit auch die letzten, dunklen Flecken verschwunden sind.

Tau Jagddrohne - Tau Sniper Drone - Basisfarben, Gelb, Oberseite
Tau Jagddrohne – Tau Sniper Drone – Basisfarben, Gelb, Oberseite

Hier auf der Oberseite kann man das noch einmal gut erkennen (und außerdem sieht man, dass Finecast nich unbedingt glatt ist. Zumindest nicht so wie Plastik ;) ).

Ok. bleibt noch eine Farbe für das Gesamtbild: Evil Sunz Scarlet (aka ROT!)

Tau Jagddrohne - Tau Sniper Drone - Basisfarben, Rot
Tau Jagddrohne – Tau Sniper Drone – Basisfarben, Rot

Silber verwende ich bei meinen Tau gerne für Gelenke und derartiges und Gelb bildet die eigentlich Hauptfarbe. Rot hingegen nutze ich um einige grundlegende Akzente an den Minis zu setzen und außerdem rundet der Kontrast zu Gelb, wie ich finde, das Bild sehr schön ab.
Irgendwann baue ich vielleicht auch mal ein Feuerkrieger-Kommando aus leider kleinen Iron Mans. ;P

Tau Jagddrohne - Tau Sniper Drone - Basisfarben, Rot, oben und unten
Tau Jagddrohne – Tau Sniper Drone – Basisfarben, Rot, oben und unten

Vor allem der rote Rand am „Kopf“ fügt sich sehr stimmig bei den Drohnen ein. Auf dieser Weise habe ich bisher alle von ihnen bemalt, auch wenn es bisher noch nicht wirklich viele sind. ;)

Schritt 3: Shading / Wash

Im folgenden Schritt geht es darum die Vertiefungen zu bearbeiten und der Mini somit mehr Charakter und tiefe zu verleihen.
Dafür nehme ich mir einfach einen weichen Pinsel und verteile großzügig das gewählte Wash/Shade (hier Agrax Earthshade, aber nächstes Mal nehme ich wohl wieder ein etwas helleres) in den Rillen und an den Übergängen, die ich abdunkeln möchte.

Tau Jagddrohne - Tau Sniper Drone - Shading
Tau Jagddrohne – Tau Sniper Drone – Shading

Vor allem die metallenen Stellen erhalten durch ein gutes Shade/Wash einen anständigen Charakter und verlieren etwas ihren unpopulären Glanz. Wobei gerade Leadbelcher eh nicht besonders stark gelänzt und ich es deshalb gerne verwenden. Ggf wird noch ein wenig schwarz drunter gemischt, das ergibt ein schönes Aussehen nach brüniertem Metall.

Schritt 5: Cleanup und mehr Details

Tau Jagddrohne - Tau Sniper Drone - Cleanup
Tau Jagddrohne – Tau Sniper Drone – Cleanup
Tau Jagddrohne - Tau Sniper Drone - Cleanup, Oberseite
Tau Jagddrohne – Tau Sniper Drone – Cleanup, Oberseite

Nachdem ich also mit etwas Sahde herum gesaut habe, muss wieder aufgeräumt werden. Schließlich soll die Drohne nicht komisch schmutzig aussehen. ;)
Also einfach die gleichen Farben wie vorher noch einmal auf den Pinsel und überall dort, wo das Wash doch nicht hin soll, wieder mit 1 oder 2 Schichten die gewollte Farbe hervorbringen.

Außerdem habe ich mit etwas Moot Green die Augen/Kameras der Drohne hervorgehoben.

Schritt 6: Highlights

Im Grund könnte man jetzt schon aufhören, der Farbe einen Tag zum durchtrocknen geben und dann ggf noch mit einem Varnish/Firnis drüber, doch richtig Spaß macht das Ganze eigentlich nur, wenn man sich auch ein wenig mit Highlights austoben kann.
In den meisten Fällen mische ich mir dafür 2-3 hellere Töne der ursprünglichen Farbe an (teils mit Weiß, teils mit anderen Farben aufgehellt) und fange dann vorsichtig und auf immer kleineren Flächen an, die Highlights zu setzen. Bei den hellen Farben meiner Tau ist das etwas krampfig bzw man sieht es hinterher relativ schwer auf der Mini. Hätte ich das damals schon gewusst, wäre meine Entscheidung wohl nicht auf diese Farben gefallen. ^^

Tau Jagddrohne - Tau Sniper Drone - Highlights
Tau Jagddrohne – Tau Sniper Drone – Highlights

Auf dem obigen Bild erkennt man sehr schön, dass ich bei der Entfernung der Moldlines etwas zu faul war. Ist bei den Findecast-Sachen aber uahc nicht wirklich das, was man gerne macht, nachdem man schon die Hälfte überhaupt begradigt hat. Auf ein paar anderen Bildern kann man sehen, dass trotzdem nicht alle Teile der Drohne „im Lot“ sind. :D
Aber auch die Highlights, die ich gesetzt habe, sind gut zu sehen.

Tau Jagddrohne - Tau Sniper Drone - Highlights
Tau Jagddrohne – Tau Sniper Drone – Highlights

Nebenbei habe ich mich auch noch um die vorderen „Kamera“ der Drohne gekümmert.

Tau Jagddrohne - Tau Sniper Drone - Kamera und Linse
Tau Jagddrohne – Tau Sniper Drone – Kamera und Linse

Grundfarbe war etwas Moot Green und für die Tiefe habe ich mit Black Green von Vallejo getuscht. Danach habe ich unten rechts zwei leicht hellere Grüntöne gesetzt und zum Abschluss einen kleinen, weißen Fleck oben links.
Sehr gelungen, wie ich finde. :)

Endergebnis

Das wars auch schon. Die Drohne ist fertig und dank der relativ klaren Flächen dieser Mini ging das sogar recht fix. In Summe und ohne freiwillige und Zwangspausen habe ich vielleicht zwei oder drei Stunden daran gesessen und dabei habe ich mir sogar noch Zeit gelassen bzw andere Dinge nebenher erledigt.
Zur besseren Präsentation habe ich mir noch eben die Base der ersten Jagddrohne, die ich vor einigen Wochen bemalt habe,  geborgt. :)

Ich hoffe es hat euch Spaß gemacht, den Artikel zu lesen und ich hoffe auch, ich konnte euch ein paar Hilfesstellungen oder neue Ideen liefern.
Anregungen und Kritik sind natürlich wie immer gerne in den Kommentaren weiter unten willkommen. :)

Gruß
Peter

Tau Jagddrohne - Tau Sniper Drone - fertig
Tau Jagddrohne – Tau Sniper Drone – fertig
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