Geländebau – Sandsäcke mit echtem Sand (flexibler Maßstab)

„Wir können doch nicht einfach so den Sand in den Kopf stecken!“
König Metapher, (T)Raumschiff Surprise – Periode 1

2013-08-04 Sandsäcke_00Verschiedene Händler (wie zB PK-Pro) haben kleine Sandsäcke zum Tabletop-Basing und für -Geländebau im Angebot und als ich die letztens in den FIgnern hatte, dachte ich mir, die müsste man doch – zumindest im kleinen Stil – auch selbstbauen können.
Warum aber nicht, so wie viele andere – Sandsäcke aus Modelliermasse herstellen?
Naja, wenn ich überlege, wie viel Modelliermasse notwendig wäre, um auch nur eine kleine Barrikade zu bauen, und wenn ich bedenke, dass ich die tonbasierte Masse dafür nicht unbedingt für tauglich halte, dann muss das doch auch günstiger gehen. Außerdem haben die fertigen Sandsäcke den Vorteil, dass sie sich fast so wie echte Sandsäcke verhalten und sich somit für ganz interessante Einsätze eignen. Bei Modelliermasse ist das immer etwas frickeliger, finde ich.

OK, also überlegen wir mal, was wir brauchen?
Was für drumherum und etwas zum füllen, das sich, wenn man es mit Leimwasser tränkt, genauso verhält wie Sand (erst Form behält und dann aushärtet).
Gut, warum also nicht echten Sand (sprich Vogelsand) für die Füllung verwenden?
Für die Hülle braucht man dann noch irgendetwas, das Flüssigkeit durchlässt, aber den Sand drinne hält.
Mmh… Teebeutel? :D

Der Teebeutel
Der Teebeutel

Also ergibt sich folgende Zutatenliste:

  • (Vogel)Sand
  • Teebeutel
  • Kleber

Werkzeugliste:

  • alter Pinsel
  • Schere

Schritt 1: Beutel zerlegen

Aufgeribbelter Teebeutel
Aufgeribbelter Teebeutel

Als Erstes habe ich den Teebeutel „aufgeribbelt“, um die volle Fläche des Papiers zur Verfügung zu haben. Die vorhandene Verbindung stellte leider keinen echten Nutzen für mich dar.

Zugeschnittener Streifen passen zur Breite der Sandsäcke
Zugeschnittener Streifen passen zur Breite der Sandsäcke

Dann einfach einen Streifen in der gewünschten Breite (Breite der zukünftigen Sandsäcke) abgeschnitten und sowohl Kleber als auch Pinsel zur Hand genommen.

Schritt 2: Kleben und falten

Kleber an den Rändern verteilen
Kleber an den Rändern verteilen

Etwas Kleber an den Ränmdern verteilen…

Sandsack-Täschchen aus Teebeutel
Sandsack-Täschchen aus Teebeutel

…einen Teil des Beutels umschlagen und vorsichtig festdrücken.

Schritt 3: Füllen und nochmal kleben und falten

Befüllter, unfertiger Sandsack
Befüllter, unfertiger Sandsack

Vorsichtig ein wenig Sand in den entstandenen, kleinen Beutel füllen, aber nicht zu viel, denn sonst ist er zu voll und verliert seine Eigenschaft noch in Form gedrückt zu werden. Oder geht zumindest dabei kaputt. ^^
Dann wieder etwas Kleber auf den Rändern verteilen und abermals ein Stück des Papier umschlagen und festdrücken.

Fertig.Sieht dann in etwas so aus.

Drei fertige Sandsäcke
Drei fertige Sandsäcke

Das schöne an diesen Sandsäcken ist, dass man sie – zumindest theoretisch – in beliebiger Größe bauen kann und somit immer den passenden für seine Base oder sein Geländestück bekommen kann. Sollte man jedoch größere Mengen brauchen, lohnt sich vielleicht doch ein Blick in die Läden der entsprechenden Händler. Denn auch wenn die beschriebenen Schritte recht fix erledigt sind, möchte ich ungern mehr als ein Dutzend oder so von denen selbst bauen.
Dafür bin ich dann doch wieder zu faul. :D

Viel Spaß beim Nachbauen.

Gruß
Peter

 

 

 

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2 Kommentare zu “Geländebau – Sandsäcke mit echtem Sand (flexibler Maßstab)”

    1. Könnte auch funktionieren.
      Die klassische, billige Mullbinde wird allerings den Sand nicht drinne halten und die dichte (und sicher teurere) ist aus deutlich dicker.
      Das Zukleben könnte auch Ärger machen.

      Der Teebeutel hingegen erfüllt die beiden Punkte: Dünn und dicht.

      Es sein denn natürlich du hattest dir eine noch ganz andere Abwandlung vorgestellt.
      Bin auf jeden Fall interessiert.

      Achja: Mit der günstigen Mullbinde kann man, wenn man sie in Leim tränkt, gut Tarnnetze und ähnliches darstellen.

      Gruß
      Peter

      PS: Vergiss das mit der Email-Adresse wieder (falls du es überhaupt gelesen hast). Ist schon spät und wurde mir nicht richtig angezeigt in der eben verwendeten Ansicht. ;)

      Gefällt mir

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