Geländebau – Der Anfang einer Industrieanlage?

„Geh in die Garage und hol die Ölkanne, wir wollen doch nicht das er anfängt zu rosten.“
Edward mit den Scherenhänden

2013-08-20 Geländebau_00Fünf große Faktoren sind ausschlaggebend, wenn ich Gelände fürs Tabletop baue:

1. Es muss klein sein, weil ich nur wenig Stauraum habe.

2. Es sollte modular verwendbar sein, damit man damit ein zusammenhängedes Terrain bauen kann, denn ich bin ein Freund von realistisch strukturiertem Gelände. Wild zusammengewürfelte Geländestücke (bzgl Position nicht Aussehen) leigen mir irgendwie nicht.
Ich mag lange, klare Straßenzüge und wenn diese ein zu weitläufiges, freies Sichtfeld liefern (bei Infinity zB ein interessanter Faktor), dann kann man sie noch immer mit Kleinteilen (Kisten, Barrikaden, Autos/wracks, umgestürzte LKWs, etc) so zustellen, dass wieder genügend Deckung bietet.
Eine Platte muss für mich „real gewachsen“ aussehen und nicht zufällig hingeklatscht.

3. Es muss halbwegs robust sein, denn Gelädenteile werden bei mir oft – und manchmal etwas arglos – hin und her gestellt. Da darf nicht gleich etwas kaputt gehen.
Das ist zB ein Grund, warum ich mich noch nicht mit selbstgedrucktem Gelände anfreunden konnte (und der zweite dafür ist, dass ich nur noch nen Monochrome-Laserdrucker besitze (und für nen zweiten Drucker kein Platz wäre ^^))

4. Das Gelände sollte möglichst universal verwendbar sein. Also zumindest für Warhammer 40K und Infinity sollte man sagen können: „Ja, das poasst ganz gut zu den Figuren“ (bzw andersherum)

5. Ich liebe es mittlerweile aus Müll oder zumindest zu nem großen Anteil aus Müll zu bauen. Dabei kann man einfach wunderbar die Kreativität walten lassen (schon beim Aufheben der Einzelteile) und es ist angenehm günstig. Pappe haben ich zB in so großen Mengen rumliegen, dass ich neue Kartons meist doch entsorge.

Wenn man die zündende Idee hat, ist es gar nicht so schwer viele oder sogar alle der gennanten Punkte zu erfüllen. Mit dem Tank, den ich letzten Freitag vorgestellt habe, bin ich auf nem ganz guten Weg zu einer feinen, modularen Anlage. Allerdings bin ich immer noch auf der Suche nach passendem Material für mittldicke Rohre.

Fertiger, großer Tank
Fertiger, großer Tank

Wer mehr Ansichten von dem Tank sehen will und auch ein wenig über seine Entstehung erfahren möchte, sollte weiterlesen. ;)

Rohbau

Tank mit Anbau
Tank mit Anbau

Der Aufbau des Tanks ist eigentlich recht simpel und um ehrlich zu sein, habe ich das meiste frei nach Schnauze gebaut ;).
Grundgerüst ist eine Konservendose (große Dose mit ehemels Erbsen und Möhren), die ich auf eine als CD als Basisplatte geklebt habe. Die Anbauten bestehen allessamt aus Pappestreifen und wurden ansonsten nur noch um den Schraubverschluss einer Milchpackung und zwei Strohhalme ergänzt (die dicken mit den Knick).
Zusammengehalten wird das alles vor allem von jede Menge Heißkleber. Hier und da, wo es filigraner war, habe ich aber auch mit normalen Bastelkleber gearbeitet.
Vorteil: der Kleber suppt nirgends raus und stört.
Nachtteil: Deutlich längere Trockenzeit. Bei Heißkleber kann man fast in einem Rutsch durcharbeiten.

Die zahlreichen Nieten, die überall verteilt sind, habe ich schlicht mit einer (neuen, vernünftigen ;) ) Lockzage aus Pappe ausgestanz. Dort wo Nieten angebracht werden sollten, habe ich etwas Leimwasser aufgestrichen und dann Niete für Niete mit einem leicht in Leim getauchten Zahnstocher die Nieten aufgesetzt. War ne friemelige Arbeit, aber hat sich gelohnt.

Zu guter Letzt bekam er etwas Vogelsand auf den Rand, einige Details aus Plasticard und eine Leiter auf Tackerklammern. Letzte lässt sich übrigens wunderbar und ohne bohren befestigen, wenn man sie auf einen Pappstreifen passender Breite klemmt und dann von den Seiten mit ausreichend Kleber versieht.

Grundierung

Gesso-grundierter Tank
Gesso-grundierter Tank

Tja, viel gibt’s zur Grundierung nicht zu sagen. ^^
EInfach klares Gesso mit etwas Abtönfarbe bzw Resten von Abtönpigmenten gemischt und aufgetragen.
Die Mischung habe ich vor ner ganzen Weile mal zum Test angesetzt und ich bin mir mittlerweile nicht mehr sichr, ob es sich perfekt verträgt. Bildet nämlich eine ungewohnt raue Struktur nach dem Auftragen. Muss ich mal beobachten.
Sobald die Grundierung getrocknet ist, gibt’s allerdings nichts mehr zu meckern. Die Schicht ist bombenfest und nimmt weitere Farbe gut auf. Wenn man also mit der relativ langen Trocknungszeit von Gesso leben kann (angegeben mit etwa 24h), dann ist das nen nettes Zeug für Geländebau. Kosten auch nicht soo viel. Kommt halt immer auf Händler und Gebindegröße an.

Bemalung

Ja, nun kommt der wirklich interessante Anteil. ^^

Fertig bemalter Tank
Fertig bemalter Tank

Bemalt habe ich den Container mit verschiedenen Abstufungen grauer und blauer Abtönfarbe. Vor allem bei der welligen Struktur des Bleckdose lässt sich gut mit Trockenbürsten (heller werdendn und NUR von oben nach unten bürsten) arbeiten. Dden Sand habe ich mit verschiedenen Braun- bzw Graubrauntönen bearbeitet (Trockenbürsten ist dein Freund ;) ).

Als Veredelung gab es dann vorhin noch ne gute Portion Rost.
Ich hab mir als erstes drei verschiedene Brauntöne angemischt (teils mit schwarz, rot bzw gelb darunter gemischt) und für die allerletzte Schicht auch noch etwas orange.
Aufgberacht habe ich die Farben dann nacheinander und tupfenderweise mit einem Stück Blisterschwamm. Dabei sollte man halbwegs darauf achten, dass man mit jedem helleren Farbton vorsichtiger wird und nach Möglichkeit ungefähr auf die dunkleren, schon getupften Stellen aufträgt.

So, war’s das schon? (modifizierte Ariadna-Bases)

Nein, weit gefehlt. ^^

Vielleicht hat es schon jemand auf dem ersten Foto bemerkt: Ich habe den Baserand meiner Ariadna überarbeitet, weil mit die schlichten, weißen Markierungen zu hässlich waren.

Ariadna mit neuen Baserand
Ariadna mit neuen Baserand

Den Sichtkegel habe ich schlicht weiß bemalt (waren einige Schichten, bis das endlich richtig gedeckt hat…), an den äußeren Rändern gab es einen blauen bzw roten Strich und vorne in der Mitte das Aridana-Symbol (zumindest so gut wie es sich in der Größe malen ließ ^^).
Zum Abschluss und zur Härtung dann noch zwei Schichten Glanzlack von Vallejo. Auf dem Baserand sieht der sogar recht gut aus.

Wie das war noch immer nicht alles? (Gelände-Zugabe: Krater)

Richtig. :D

Mir ist da noch ein kleines Experiment in die Hände gefallen, dass ich bereits letzten Freitag utnerschlagen habe. ^^Ich habe bei GW-Fanworld.net eine nette, kleine Anleitung zum Bau eines Kraters gefunden und vor einer Weile erfolgreich nachgebaut.

Tau Feuerkrieger tummeln sich unwegsamen Gelände
Tau Feuerkrieger tummeln sich unwegsamen Gelände

Ob die gelben Jungs dort wissen, dass sie da keine Deckung bekommen? ^^

Der Bau ist angenehm simpel, aber kann auch schnell zu einer kleinen Schmierei ausarten. ;)
Grundplatte ist nen Stück Wellpappe (leider etwas klein geschnitten), auf welche ein paar Dreiecke auf Styrodur geklebt wurden. Diese wurden dann mit Gips bestrichen und am Ende noch ein wenig (Rand und Mitte) mit Vogelsand beklebt.
Die Bemalung ist schlicht nen mehrstufiges Trockenbürsten mit Abtönfarbe.

Zusatzansichten vom Krater
Zusatzansichten vom Krater

So, nun ist aber endgültig Sense (für heute).
Morgen gibt’s evtl BIlder einer neuen Infinity-Mini.

Wie immer würde ich mich über Kritik, Anregungen oder auch Komplimente freuen. :)

Gruß
Peter

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2 Kommentare zu „Geländebau – Der Anfang einer Industrieanlage?“

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