Godslayer – Nachschub von der Spielemesse

2013-10-29 Godslayer Nachschub 00Am letzten Freitag ging es in bester Wikingertradition mit unserem kleinen Überfallkommando zu Spielemesse in Essen, um Inspirationen zu sammeln, in Spiele hinein zu schnuppern und auch den einen oder anderen Euro für neues Spielzeug dort zu lassen. Neben den Grundregeln der neusten Shadowrun-Edition habe ich mir von Chessex auch ein pinkfarbenes Würfelset besorgt, für das ich beim Besuch nur belacht wurde. Am folgenden Samstag beim PnP-Ovenstede-Abend haben ein par Spieler allerdings bitterlich gelernt, dass es nicht unbedingt auf die Farbe der Würfel ankommt, wenn es darum geht im besten (für den Spielleiter) oder schlechtesten (für die Spieler) AUgenblick Höchstwerte zu würfeln. >:D

Keine Fotos von der Messe

Ich hatte zwar meine Kamera dabei, aber da es mein erste Besuch war und es außerdem etwas schwierig war gerade am Anfang alle Mitreisenden beisammen zu halten, habe ich leider total verpeilt, auch ein paar Bilder zu knipsen. Nachmittags wollte ich dann auch nicht mehr damit anfangen, obwohl sich Stände wie der von Freebooters, Eden/Taban oder Godslayer/Megalith durchaus gelohnt hätten. Games Workshop oder eher Forgeworld/Black Library war eher enttäuschend und im Grunde nur ein Verkaufsstand ohne Stil oder Deko. Bei Ulisses habe ich leider zu wenig Zeit verbracht, aber soweit ich sehen konnte hatten sie verschiedene Demotische für Infinity, Warmachine, Schicksalspfade und zB auch Myth. Auf letzteres – ein Brettspiel im Vergleich zu den anderen genannten – freue ich mich besonders und bin froh nun zu wissen, wo es in Deutschland unterkommen wird.
Ansonsten war es vor allem voll auf der Messe und das obwohl es ein Wochentag war. Erst gegen Nachmittag wurde es langsam etwas leerer und entspannter.

Demospiel bei Megalith

Da wir mit drei kleinen Reisegruppen unterwegs waren, mussten irgendein sinnvoller Treffpunkt her und da der Stand von Megalith/Godslayer eh auf dem Programm stand, wurde er schließlich Dreh. und Angelpunkt. Außerdem für mich Ort eines schönen Demospiels inklusive genauso knappem wie heroischem Sieg und eines guten Deals, aber dazu weiter unten mehr.
Soweit zu kommen, war allerdings auch schon ein Abenteuer, welches recht häufig von dem Satz „Wo ist denn Phil hin?“ unterbrochen wurde… ^^

Nach etwas Hin und Her haben Marcus (einer meiner Mitreisenden und Tabletopler aus Hannover) und ich uns zu einem kleinen Demospiel überreden lassen. Ich glaube, der Herr aus England, der sich erst um uns gekümmert hat, war ganz froh, dass kurz darauf einer der deutschen Helfer auftauchte und er uns darauf hin „abgeben“ konnte. Aber es war nett zu sehen, dass er sich trotz kleiner Sprachproblem trotzdem Mühe gegeben hat uns zumindest die Wertekarten der Charaktere und Einheiten zu erläutern.
Diese Karten sind übrigens etwas sehr genials, was sich Megalith hat einfallen lassen, und machen Godslayer zu einem entsprechend entspannten Spiel, doch dazu vielleicht etwas mehr in einem zukünftigen Artikel.

Das Spielfeld war klein und schlicht, aber gut gemacht. Mehr Platz wäre an dem kleinen Stand aber auch nicht gewesen. Trotzdem konnten zwei Partien Parallel gespielt werden, was man nur als optimale Platzausnutzung bezeichnen kann.
Die Erläuterungen waren klasse und auch auf fortgeschrittene Feinheiten wie die Taktiken etc wurde eingegangen. Ein par Elemente wurden – zumindest soweit ich mich an das Stöbern im Regelwerk erinnere – wurden aber trotzdem weggelassen. Auf der anderen Seite wurde aber auch nur mit dem Inhalt der Starterboxen gespielt.

Halodynes (Peter) traten gegen Mortans (Marcus) an und ich muss sagen, dass es gegen Mitte des Kampfes nicht unbedingt gut aussah für die „Griechen“. Die Mortans haben verdammt gute Panzerung und ihre Charaktermodelle können gut austeilen, außerdem hat mein eigenes Charaktermodell (Syntarch) nicht einmal die Häfte der ersten RUnde überlebt.
Als allerdings kurz darauf der Warlrod der Mortans zerlegt wurde (Ja, ich hatte einiges Würfelglück :D ), wurde das Ruder wieder ein wenig herum gerissen und mit etwas mehr Würfelglück konnte ich am Ende mit drei verbliebenen, teils gut angeschlagenen Modellen gewinnen.
Die erhöhte Reichweite der Halodynen trug aber auch ihren Teil dazu bei. Zumindest, wenn man sie oft genug ausnutzen kann.

Nachschub für die Nordgaard

So, aber genug von diesem Thema.
Das Testspiel hat mir so viel Laune auf Godslayer gemacht, dass ich nicht ohne ein paar neue Figuren vom Stand verschwinden konnte. Ich habe sogar überlegt, mir einen der Megadeals mit dem extra Messe-Rabatt zu gönnen, aber für die Nordgaard wäre nur wenig neue dabei gewesen und so sehr mich zB die Halodynen reizen würden, wollte ich keine zweite Fraktion anfangen… zumindest noch nicht. ;P

Also habe ich mich auf neue Nordgaard-Modelle beschränkt und da sie am Stand auch noch bisher unveröffentlichte Neuerungen da hatten, ist es auch direkt etwas mehr geworden. Am Ende fiel das Regelwerk kaum noch ins Gewicht. ^^

Warlord – Guild Sub-Faction – Runegate Keeper

Box - Nordgaard - Runegate Keeper
Box – Nordgaard – Runegate Keeper

Ich mag Zwerge. Die meisten Designs zumindest und die der Clan-Faction bzw Guild-Faction von Godslayer gehören definitiv zu den schicken.

Der Runegate Keeper ist neben dem Warsmith der Fjell Warrior der zweite Warlord der Nordgard und der ist ein wahres Bollwerk, wenn ich mir so seine Werte anschaue. Verteidigung 13 und Rüstung 10 lassen ihn einiges einstecken und Nahkampf 7 mit Schaden bis zu 8 lassen ihn gut austeilen. Im Gegenzug hat er allerdings nur 2 Zoll bewegungsreichweite pro Aktionspunkt, was ihn ein wenig immobil macht.

Einzelteile - Runegate Keeper
Einzelteile – Runegate Keeper

Die Figur ist solide und definitiv schick. Der Guss sieht gut aus und der Zusammenbau dürfte auch kein großes Problem werden. Im Detail werde ich darauf aber noch einmal in einem geplanten Artikel zum Unboxing und Zusamenbau eingehen.

Truppen – Guild Sub-Faction – Einherjar

Box - Nordgaard - Einherjar
Box – Nordgaard – Einherjar

Zum Runegate Keeper gehören – zumindest fraktionstechnisch – die Einherjar. Mit 3-5 EInheiten bilden sie nicht nur eine kleine, durchaus schlagkräftige Einheit, der man auch mit Angst etc nicht beikommen kann, sondern man hat mit nur einer Box die Einheit vollständig, was zB bei den Fjell Warriors nicht der Fall ist. Über Sinn und Unsinn einer vollen oder nur Kerneinheit kann ich aber noch keine Aussage treffen. Allerdings finde ich es angenehm, mit einem oder zumindest wenigen Käufen direkt alle Optionen zur Hand zu haben.

Nordgaard - Einherjar - Troopers
Nordgaard – Einherjar – Troopers

Drei der fünf Modelle sind Troopers (2x Model 1, 1x Modell 2). Im großen und Ganzen sehen sie ähnlich soliden aus, wie der Runegate Keeper. Wer sich allerdings den Zusammebau der Trooper zwei (ganz rechts) bzw seiner Waffe überlegt hat (abgebrochen scheint es nicht zu sein) , das erschlägt auch Vater und Mutter… Naja, da werde ich wohl etwas bohren und stiften müssen. :/

Nordgaard - Einherjar - Leader & Musician
Nordgaard – Einherjar – Leader & Musician

Vervollständigt werden das Team und Box durch den Teamführer und den Musikus.
Bei letzterem sieht die Axt leider ähnlich aus, wie oben beim Trooper 2 und hier scheint sie tatsächlich abgebrochen zu sein. Nun ja, nichts, was eine Feile, ein Bohrer und etwas Draht nicht lösen können, doch ergärlich ist es trotzdem. Wie und wann dieses Missgeschick passiert ist, kann ich nicht sagen. Unter Umständen habe ich es selbst beim Transport von Essen über Ovenstädt nach Nürnberg produziert. ^^

Weiter im Text.

Truppen – Skannfyrd Sub-Faction – Skannfyrd Kinswords

"Box" - Nordgaard - Skannfyrd Kinswords
„Box“ – Nordgaard – Skannfyrd Kinswords

Ja, es ist keine hübsche Box, sondern ein Frischhaltebeutel mit Zip-Verschluss. ^^ Sogar Rewe Eigenmarke. ;)
Tja, sowas kann dabei rauskommen, wenn man auf einer Messe Neuerscheinungen kauft, die eben noch gar nicht veröffentlicht sind. Dann bekommt man eine improvisierte Verpackung und außerdem musste ich meine Postanschrifft hinterlassen, damit man mir die Karten und Tokens für die Figuren zuschicken kann, sobald sie denn überhaupt existieren.
Ich werde berichten, wie sich dieser letzte Aspekt entwickelt. ;)

Neben den Skannfyrd Kinswords hatte Megalith noch ein paar andere Neuheiten am Stand (zB den Chainslayer der Nordgaard oder die Banshee des Waldvolkes) und außerdem ein paar echt schicke, vorgestaltete Bases, die, wenn ich es richtig verstanden habe, irgendwann auch mal zum Produktkatalog gehören sollen.

Zurück zum eigentlich wichtigen der Bo… Tüte.

Was wären echte Nordmänner ohne … naja, wilde Nordmännner?
Genau hier kommen die Kinswords ins Spiel.

Skannfyrd Kinswords - Trooper 1 (eigene Nummerierung)
Skannfyrd Kinswords – Trooper 1 (eigene Nummerierung)

Zuerst dachte ich, die „Box“ wäre etwas teuer, doch zu Hause konnte ich feststellen, dass nicht nur die fünf verschiedenen, ausgestellten Posen enthalten sind, sondern eine volle Einheit von insgesamt 10 Modellen.

Skannfyrd Kinswords - Trooper 2 (eigene Nummerierung)
Skannfyrd Kinswords – Trooper 2 (eigene Nummerierung)

Insgesamt sehen die Posen angenehm dynamisch aus und vermutlich lässt sich auch wieder ein wenig Variation in die genauen Posen einbauen, wie ich es bei den Fjell Warriors gemacht habe.
Der Rest wird dann über unterschiedliche Basegestaltung und Bemalung geregelt.

Skannfyrd Kinswords - Trooper 3 (eigene Nummerierung)
Skannfyrd Kinswords – Trooper 3 (eigene Nummerierung)

Der Detailgrad ist – swoeit ich ihn bisher beurteilen kann – schick. Die Figuren sind nicht nur in ihren Posen unterschiedlich, sondern auch in Details ihrer Rüstungen, wie es auch schon bei den Fjell Warriors ein wenig der Fall war.

Skannfyrd Kinswords - Trooper 4 (eigene Nummerierung)
Skannfyrd Kinswords – Trooper 4 (eigene Nummerierung)

Am schickesten finde ich bisher die kleinen Macken und Kampfschäden, die in die Schilde der Truppe eingebaut wurde, doch mal abwarten, was ich beim Zusammenbauen noch so entdecke.

Skannfyrd Kinswords - Leader
Skannfyrd Kinswords – Leader

Der Teamführer zum Beispiel bringt nicht nur eine eigene Pose mit, sondern kommt auch mit deutlicher „Kampferfahrung“ in Vorm einer Augenbinde daher. Zumindest, wenn ich mich nicht verkuckt habe. ^^

Am Ende etwas Papier … in Farbe und bunt – Das Regelwerk

Godslayer - Rulebook and Background Book
Godslayer – Rulebook and Background Book

Zu guter Letzt – der Artikel ist ja schon lang genug geworden – noch ein schneller Blick auf das Regelbuch und das Buch mit der Hintergrundgeschichte der Welt.

Godslayer - Blick ins Buch
Godslayer – Blick ins Buch

Für 30 Euro (unrabattiert) erhält man etwas über 300 vollfarbige Seiten, auf denen alles zu finden ist, was man zum Spielen braucht, denn jede aktuell verfügbare und geplante Einheit ist ausführlich im Buch beschrieben und es gibt im Appendix sogar noch ein paar Tipps für Terrain und Bemalung.
AUßerdem kann man die Kernregeln – nicht nur die Kurzstartregeln – mittlerweile kostenlos beim Hersteller herunterladen.

Man erhält also ein Paket, mit den zumindest ich wesentlich zufriedener bin, als das bei anderen, einschlägigen Herstellern der Fall ist.
Falls ich demnächst etwas Zeit finde, werde ich mal im Detail hieneinschauen und ein paar Worte dazu schreiben.

So, nun aber genug für heute.
WIe immer freue ich mich über Kommentare und Likes und so. ;)

Gruß
Peter

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2 Kommentare zu „Godslayer – Nachschub von der Spielemesse“

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