Geländebau – Holo Ads von Micro Art Studio – Teil 1

„Gott war ganz gut, aber Zeiss ist besser.“
Werbespruch für Cyberaugen von Zeiss (aus Shadowrun)

2013-11-01 MAS Holo Ads 00Tabletop-Gelände aus HDF (Hochdichte Faserplatte) wird immer beliebter. Über all, kann man fast sagen, sprießen neue Hersteller oder zumindest Produkte aus dem Boden, auch wenn mancher von ihnen leider am wortwörtlichen andere Ende der Welt sind. Aber auch diese Produkte sind glücklicherweise in Deutschland bei zumindest einem Reseller zu bekommen.

Zu erwähnen wären da zB

und bestimmt noch weitere, die mir entweder noch nicht begegnet oder schon wieder entfallen sind.

Heute soll es um ein Produkt des letzten Herstellers gehen und über die Erkenntnisse, die ich bei bei Zusammenbau und Bemalung gewonnen habe.

Was ist drin?

Holo Ads - Packung Front
Holo Ads – Packung Front

Die Holo Ads bestehen aus drei kleinen Aufstellern und kommen in schlichter, schlanker Verpackung daher.

Holo Ads - Packung - Rückseite
Holo Ads – Packung – Rückseite

Darin eingeschweißt ist ein etwas DIN A4 großer Bogen aus HDF und drei Acrylpanel, die mit interessanten Werbebotschaften daher kommen, die mich direkt ein wenig an alte Shadowrun-Bücher erinnern. ^^

Zuerst war ich nach dem Öffnen nurz geschockt, weil ich unschöne Kratzer auf den Acrylteilen entdeckt hatte, aber…

Detailansicht - Großes Acrylpanel
Detailansicht – Großes Acrylpanel

, wie sich das für gut verpacktes Acryl gehört, war noch die Schutzfolie drauf (auf der unbedruckten Seite) und die war es, welche die Kartzer aufwies. Also alles wunderbar. :)

Der Holoeffekt ist, wie ich finde, übrigens wunderbar durch die halbtransparente Bedruckung gelungen. Auf dem obigen Foto kann man ein wenig erkennen, wie das Zewa hindruch zu sehen ist.

Holo Ads - Anleitung
Holo Ads – Anleitung

Ein grobe Anleitung – mehr ist es wirklich nicht, aber mehr ist eigentlich auch gar nicht notwendig – gibt es auf der Rückseite des „Beipackzettels“.
Das lustigste daran, ist allerdings dieser kleine Absatz bei Schritt 5:

2013-11-01 MAS Holo Ads 05Warum ist der so interessant? fragt jetzt sicher der eine oder andere?
Weil er – zumindest für mich – impliziert, dass man erst alles zusammenbaut und bemalt, bevor man die Acrylpanels einsetzt.

Macht ja soweit auch Sinn, denn schließlich läuft man Gefahr die hübschen Dinger zu übermalen bzw müsste sie aufwendig abkleben. Allerdings sollte man an dieser Stelle deutlich erwähnen, dass die HDF-Teile von Micro Art Studio (und wohl nicht nur diese, soweit ich gelesen habe) extrem passgenau sind.

Das Problem mit dem Laser

Was bedeutet das?
Nun ja, die Dinger sind mit’m Laser geschnitten und wie jeder, der alt genug ist, um die 80er und frühen 90er mitbekommen zu haben, sind Laser 1. cool und 2. die Lösung aller Dinge.
Bei Star Trek: The next generation wurde schließlich – gefühlt – jedes zweite Problem mit Lasern gelöst … und die andere Hälfte mit den Bordcomputer. Jeweils ohne weitere Erläuterung und vor allem ohne Vorbereitungsaufwand in Form von Programmierung oder anderen Dingen….
Gut, ich schweife vom Thema ab. ^^

Das interessanteste Kriterium des Lasers in diesem Fall, aber auch eines seiner Probleme, ist die extreme Genauigkeit und der daraus resultierende niedrige Materialverlust.
Während das klassische Sägeblatt mal eben so ein paar Millimeter (OK, evtl etwas hoch gegriffen) wegfräst und nichts als Sägespähne zurück lässt, ist der Laser unter 1mm breit.

Die Micro Arts Teile sind so exakt passgenau, wie es der Laser eben erlaubt und genau, das kann zu einem Problem werden, wenn man es während des Arbeiten nicht bedenkt.
Wer sich für die Thematik etwas genauer interessiert (allerdings eher andersherum aufgezäumt), dem empfehle ich einen Besuch im FAQ bei Formulor oder ihrem Blogpartner Ponoko, die in ihrem Artikel detailierter auf Toleranz beim Lasern und die Notwendigkeit diese ein zu planen, eingehen.

Unter Umständen sollte MAS da auch nochmal vorbeischauen. ;P

Was kann also passieren?
Dass halt, das Acrylpanel, nachdem der Ständer fertig ist, nicht mehr so passt, wie vorher.
Eigentlich logisch, wenn man beachtet, wie genau vorher schon alles ineinander passt. Denkt aber ja nicht jeder dran und ich habe es zwar geahnt, aber habe es auch einfach mal daran ankommen lassen.

Holo Ad ohne zusätzliche Bearbeitung
Holo Ad ohne zusätzliche Bearbeitung

Ergebnis: Bereits nach dem Grundieren passt die hübsche I-Kohl Werbung nicht mehr an ihren Platz und weil sich die Vertiefungen danach nur noch bedingt bearbeiten lassen, passt das Panel auch nach Fertigstellung nicht perfekt in den Ständer (siehe oben).

Holo Ad mit zusätzlicher Bearbeitung
Holo Ad mit zusätzlicher Bearbeitung

Wenn man aber vor bzw während des Zusammenbau einige der Stellen nachschleift (Feile oder Schmirgelpapier), dann sieht das ganz schon viel besser aus. Geschickterweise sollte man dann auch gleich noch die Farbe von den Kontaktflächen zum Panel weglassen.
Was und wo ich dafür geschliffen habe, erkläre ich in den folgenden Zeilen.

Der Zusammenbau (der kleinen Panels)

Holo Ads - Einzelteile
Holo Ads – Einzelteile

Als erstes müssen natürlich die passenden Teile aus dem großen Bogen getrennt werden, was mit der schmalen Klinge eines Hobbymessers keinerlei Problem darstellen sollte. Auf dem Bogen kann man meist ganz gut erkennen, wo die Verbindungen sind, die durchtrennt werden müssen. Nur hin und wieder ist etwas Rumprobieren notwendig.

Gegebenenfalls müssen die Reste der Verbdingungen etwas nachbearbeitet werden, aber mit Klinge oder Feile, ist das auch kein Ding.

Weiter geht’s mit dem Hauptteil des Aufstellers. Also mit den drei großen Teilen. ;)

Holo Ads - Hauptbestandteile
Holo Ads – Hauptbestandteile

Die zwei äußeren – an den Gravuren zu erkennen – benötigen keine weitere Bearbeitung (also im Bezug auf das weiter oben beschriebene Problem). Beim mittleren sollte man aber daran denken, bevor irgendein weiterer Schritt unternommen wird.

Holo Ads - Schleifarbeiten
Holo Ads – Schleifarbeiten

An der oben in Rot markierten Linie würde ich auf jeden Fall etwas nachschleifen. Das muss nicht viel sein, aber zumindest soweit, dass das dunkle Braun, das der Laser beim Schneiden hinterlassen hat, verschwindet.

Die grün markierten Flächen müssen nicht zwingend nachbearbeitet werden, aber ich empfehle auch hier fix mit einer Feile drüber zu gehen, denn dann geht alles besser ineinander. Der Leim, den man so oder so verwenden sollte, sorgt dann für den Zusammenhalt.

Apropo Leim.

Holo Ads - Auf den Leim gegangen
Holo Ads – Auf den Leim gegangen

Ich hab den üblichen Holzleim verwendet und ihn ein wenig mit Wasser verdünnt, um ihm leichter verteilen zu können. Auftragen mit einem alten Pinsel und gut ist’s.

Trocknen tut er übrigens – wie auch die Grundierung – verdammt fix, was an der hohen Saugkraft der Holzfaser liegen dürfte.

Holo Ads - geschliffener Mittelteil
Holo Ads – geschliffener Mittelteil

Auf dem obigen Bild kann man ganz gut erkennen, dass ich die mittlere Schicht geschliffen habe.

Holo Ads - Fuß, geschliffen
Holo Ads – Fuß, geschliffen

Und auch am Fuß des Aufstellers (hier noch im ungeklebter Zustand) habe ich etwas die Feile geschwungen. Lohnt sich. Glaubt es mir. ;)
Man kann wieder ganz gut den Farbunterschied zwischen geschliffen (grüner PFeil) und unbearbeitet (roter Pfeil) erkennen.

Holo Ads - geschliffene Kleinteile
Holo Ads – geschliffene Kleinteile

Und auch die Kleinteile für den Fuß des Werbeaufstellers dürfen natürlich nicht fehlen.

Ein kleiner Tipp noch am Rande:

Holo Ads - Querstreben
Holo Ads – Querstreben

Falls man die Querstreben verwenden will (sind optional), sollte man sie – wie oben gezeigt – auf einer Seite anschleifen. Diese Seite kommt dann nach unten zur Mitte hin und alles geht etwas besser zusammen.

Holo Ads - Kleiner Aufsteller, zusammengebaut
Holo Ads – Kleiner Aufsteller, zusammengebaut

So, fertig. Also mit dem Zusammenbau zumindest.
Die Bemalung steht natürlich noch aus, doch darauf werde ich wohl im zweiten Teil genauer eingehen, so wie auch auf die große, dritte Werbetafel.

Eine Sache vorweg vielleicht schon:
Ich habe öfters darüber gelesen, dass das HDF die Farbe (zB die (Sprüh)Grundierung) so stark aufsaugen würde, dann quellt und das ganze nicht gescheit deckt (oder so).
Also ich habe Gesso (Haldkreidegrund) verwendet und hatte keinen Ärger. ;)

Und fertig sieht das dann übrigens so aus:

Kleine Holo Ads - Links fertig bemalt, rechts nur grundiert
Kleine Holo Ads – Links fertig bemalt, rechts nur grundiert

Und falls jetzt jemand erwähnen möchte „Rechts die Grundierung ist nicht richtig deckend!“, dem sei gesagt:
Das ist eigentlich klares Gesso, in das ich nur einen Rest Abtön-Pigmente gekippt habe. Könnte wohl ein paar mehr vertragen. ;)

Gruß
Peter

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