Geländebau – Tagebuch eines Wasserturms, Tag 6 bis 11

So, endlich die notwendige Zeit gefunden, um zumindest ein klein wenig der geplanten Artikel für den Blog auf zu arbeiten. In diesem möchte ich euch die weiteren Schritte meines Turmsbaus vorstellen. Falls jemand den ersten Teil noch nicht gelsen hat, kann er oder sie ihn hier finden.
Jedoch ein paar Worte vorweg:

Die Arbeiten am Turm – zumindest die, die hier gezeigt werden – liegen nun doch schon eine Weile zurück und ich musste feststellen, dass ich leider etwas wenig BIlder gemacht habe. Bei einigen Arbeitsschritten muss ich mich daher mehr auf Text verlassen.
Holt euch also ggf noch schnell einen Kaffee, bevor ihr weiterlest. ;)

Zur Erinnerung: So sah der Turm am Ende des letzten Beitrages aus.

Tag 5 - langsam wird es hübsch
Tag 5 – langsam wird es hübsch

Tag 6 – Aufbauten a.k.a. ein Hut

Liebes Tagebuch,heute hat es den ganzen Tag unaufhörlich geregnet. Ich denke, ich sollt emir einen Hut besorgen.

Der blanke Tank schrie nach einigen Aufbauten, doch ich war mir anfangs noch im Unklaren, in welche Richtung ich gehen soll.
Sollte ich es bei einer Rehling und einer kleinen Luke belassen? Das hätte jede Menge Platz für Figuren geboten und somit einen perfekten Ausguck für Scharfschützen (zB bei Infinity) und derergleichen.
Oder doch besser ein kleines Dach, wie zum Beispiel bei diesem Wasserturm.Es war also wieder an der Zeit für ein paar Experimente. ;)

Tag 6 - Grundlage für das Dach des Turms
Tag 6 – Grundlage für das Dach des Turms

Den Anfang bildete ein schlichter Kreis aus Papier (fragt mich bitte nicht mehr nach dem Durchmesser ;) ), den ich eingeschnitten und zu einem flachen Kegel zusammengeklebt habe. Auf diese Weise konnte ich ihn an die Maisdose a.k.a. den Wassertank anhalten und prüfen, ob es das Konstrukt gefällt.
Das oben gezeigte Exemplar war der erste Versuch, de rmir nicht so gut gefallen hat. Ich bin im Endeffekt auf einen etwas spitzeren Winkel gegangen.

Weil sich das Ganze aber dann nicht so einfach befestigen ließ, habe ich einfach ein paar Stücke Wellpappe zur Hand genommen und aus dieser eine achtstrahlige Unterkonstruktion gebaut. Zwei Hauptstreben, die mit einem entgegen gesetzten Einschnitt versehen wurden, damit man sie zusammenstecken kann. Vier halbe Streben, die einfach mit einem Haufen Kleber in die vier Ecken geklebt wurden. Vorher habe ich allerdings noch die Außenkannten zur Mitte hin angeschrägt.
Ergebnis war also so etwas:

Tag 6 - Pappkonstruktion
Tag 6 – Pappkonstruktion

Auf diese Konstruktion konnte ich dann den Papierkegel anpassen und draukleben.
Vorher habe ich allerdings noch ein Loch in die Mitte/Spitze des Kegels geschnitten. Dadurch ließ er sich leichter andrücken, kleben und so weiter. Zur damit fehlenden Spitze komme ich später noch einmal zurück. ;)

Abschließend habe ich das doch etwas labberige Papier noch mit verdünntem Leim bestrichen, in der Hoffnung dass es dadruch die notwendige Härte bekommt.

Tag 7 und 8 – Dachdecken und jede Menge Nieten

Die oben beschriebene Konstruktion durfte über Nacht trocknen und das Papier hatte sich durch die Feuchtigkeit des Klebers zum Glück nicht zu sehr gewellt.
Im nächsten Schritt ging es ans wilde Schnippeln oder auch „Dachdecken“ genannt.

Verwendet habe ich dafür einfach Reste einer Infinity Unit Box. Jede andere, dünne Pappe erfüllt also den Zweck. Je nachdem welche Farben bzw welche Grundierung man später verwenden will, bietet es sich allerdings an, unbeschichtete Pappe (oder wie man die glänzende nennen soll) zu verwenden. Nicht verstanden warum? Dann einfach mal bei Youtube nach ZEWA-Werbung suchen. Da wird das mit der Saugkraft gut veranschaulicht. ;P

Tag 7 und 8 - Dachkonstruktion
Tag 7 und 8 – Dachkonstruktion

Je nachdem, auf welchen Stil man es anlegt, sollte man die Pappstücke entsprechend schneiden. Ich habe es – wie oben zu sehen – eher auf den wilden, improvisierten Look angelegt.

Um diesen Look zu erreichen habe ich die Pappstücke wirklich imemr auf Gutdünken geschnitten und geklebt. Hie rund da habe ich bewusst Lücken gelassen, um diese dann mit einer zweiten bzw dritten Schicht und entsprechenden Überlappungen wieder zu verdecken.

Neben der grundlegenden Dacharbeiten habe ich mich in Folge noch mit einem großen Batzen Nieten am Tank und am Dach ausgetobt. Getreu nach dem Sinne: Man kann niemals genug Nieten verwenden. ;)
Hergestellt habe ich die Nieten wie immer mit einer simplen Lochzange aus Pappresten. Gibt keine besseren und einfacheren Nieten (für Geländebau), finde ich.

Tag 7 und 8 - Details am Dachaufbau
Tag 7 und 8 – Details am Dachaufbau

Um doch ein wenig Stellplatz auf dem Dach des Turms zu haben (recht genau für eine kleine Base (25mm bzw 30mm)), habe ich während der Dacharbeiten eine Pappstrebe des Unterbaus und entsprechend auch den Kegel aus Papier getrimmt und ein anderes Stück Pappe in das entstandene Loch geklebt.
Auf die dadurch kreierte Wand, wurde dann mit schlichter Modelliermasse ein Türrahmen samt Verschlussrad und ein par Schweißnähte modelliert.

Mit der gleichen Modelliermasse habe ich übrigens auch die Grundform der Turmspitze vormodelliert und selbige anschließend mit kleinen, trapezförmigen Pappschindeln beklebt.
Beim Winkel dieser Schindeln muss man etwas ausprobieren, damit sie zur Rundung passen.

Dann war mal wieder etwas Trockenzeit angesagt und weiter geht es bei Tag 9. ;)

Ha! Fast etwas vergessen.

Tag 8 - Befestigung für Abflussrohr
Tag 8 – Befestigung für Abflussrohr

Nebenbei war noch etwas Zeit, eine kleine Befestigung für das Abflussrohr des Turms zu bauen. Einfach ein Stück H-Profil aus Polystrol zurechtschneiden, auf der einen Seite mit Einkerbungen versehen und auf der anderen eine kleine Rundung hinein arbeiten. Sie Seite mit der Rundung braucht dann nur noch ein Stück Polystrol-Rohr mit Innendurchmesser passend zum Strohhalm. ;)

Ich bin so glücklich! Heute ist mein neuer Hut eingetroffen und ich kann es gar nicht abwarten, ihn draußen zu präsentieren.... leider ist es heute viel zu windig für einen Hut. Ich glaube, ich bleibe stattdessen einfach daheim und warte was kommt.

Tag 9 – Grundieren

*sing* I see a red door and I want it painted black. No colors anymore, I want them to turn black. *sing*
Tag 9  - grundierter Turm
Tag 9 – grundierter Turm

Was den Fortschritt angeht, war Tag 9 schrecklich langweilig. Da die Grundbauten abgeschlossen waren, habe ich mich dazu entschlossen die beiden Grundbestandteile zu grundieren. Vorher wurde natürlich das neue Dach festgeklebt. OK, eigentlich am Tag vorher, damit es genügend Zeit zum Trocknen hatte. ;)

Zum Grundieren habe ich schwarzes Gesso aus dem Küsntlerbedarf verwendet. Solides Zeug und hält eigentlich auf jedem Untergrund. Zumindest auf jedem, der mir bisher untergekommen ist. Wenn es nicht gut genug deckt, einfach ne zweite Schicht drauf oder ggf sogar ne dritte. Man sollte dann nur drauf achten, ob die Details deas mitmachen.
Bei selbstgebauten Geländestücken sollte das also kein Problem darstellen. ;) Für Minis greife ich doch lieber auf den Surface Primer von Vallejo zurück.

Tag 10 – FARBE!

*sing* I feel pretty. Oh, so pretty. *sing*
Neue Kleider sind was Feines.
Fast so gut, wie neue Schuhe!

Für dieses Projekt habe ich mir die neuen Acrylfarben geholt, die ich schon länge im Sinn hatte. Die regulären Abtönfarben aus dem Baumarkt haben mir einfach nicht gefallen. Zumindest für feinere Arbeiten war mir das Medium in ihnen zu dick oder zu grob oder wie auch immer man es nennen mag. Und wenn ich sie verdünnt habe, dann haben sie schnell einen zu großen Teil ihrer Deckkraft eingebüßt.
Naja, mit den günstigen Künstler-Acrylfarben von Boesner bin ich jetzt auf jeden Fall ganz zu frieden. Bei feinen Detail müssen sie sich aber auch erst noch beweisen. Bin aber zuversichtlich und zur Not kann ich auch auf die wesentlich teureren von Vallejo oder GW zurückgreifen. ;)

Tag 10 - Bemalter Turm (oberer Teil)
Tag 10 – Bemalter Turm (oberer Teil)

Ähnlich wie bei meinem damaligen Tank aus einer Erbsen&Möhren-Dose habe beim Wasserbehälter dieses Turms einfach die Wellenstruktur ausgenutzt und mit mehreren Schichten aus immer heller werdenden Grau gebürstet (besser auf dem nächsten Foto zu sehen).
Bei den Verstrebungen und dem Dach bin ich ebenfalls analog zum alten Tank geblieben und zwar weil ich immer noch den Traum habe (mehr will ich es aktuell nicht nennen), eine größere, modulare Anlage zu bauen, die dann ein einheitliches Bild bekäme. Zukunftsmusik eben, aber ein guter IT’ler plant gefühlt 17 Schritte im Voraus. Woran man dann auch wieder diejenigen erkennt, die nicht in diese Kategorie fallen. ;P
Oder passen eher Autoren in diese Schublade? :D

Ein paar der „Kacheln“ des Daches sind stattdessen grau bzw grün geworden, was den improvisierten Eindruck noch etwas unterstreicht.
Das Holz (also die untere Plattform und die Schindeln der Spitze) wurden einfach braun bemalt.

Im Grunde habe ich alle Bestandteile des Turms von dunkel nach Hell gebürstet. Wenn man dabei sorgfältig genug vorgeht, kann man einen richtig schönen Effekt herausarbeiten.
Einzig bei dem Nieten bin ich zwischendurch nochmal mit einem schwarzen Wash beigegangen, um die Schatten heraus zu arbeiten.

Tag 10 - Bemalter Turm (Komplettansicht)
Tag 10 – Bemalter Turm (Komplettansicht)

Einige Bretter wurden – der Vielfalt halber – mit einem leichten Oliv bzw einem hellen Braun nachbearbeitet. Bei der Kordel der Rehling habe ich mit einem relativ hellen Braun angefangen und mich dann – gezielt und weniger gebürstet – bis zu einem Beige vorgearbeitet.

Für die Stelzen des Turms hatte ich auch erst einmal blau versucht, um beim Schema des oberen Teils zu bleiben. Zufriedenstellend was das allerdings nicht. Bautag 11 sollte da aber – nach entsprechender Bedenkzeit – Abhilfe schaffen. ;)

Irgendwie ist mir kalt. Meine Füße sind ganz eisig. Ich köntne schwören, dass sie einen leichten Blaustich angenommen haben.

Tag 11 – Neuer Anstricht für die Stelzen

Tag 11 - Wasserturm - Finaler Anstrich
Tag 11 – Wasserturm – Finaler Anstrich

Ich denke mit dieser Grau-Blau-Kombination sieht es wesentlich besser aus und bleibt trotzdem im Schema.
Wie man sieht, haben auch jede Menge Figuren oben auf der Plattform platz. Der Turm sollte also einen durchaus merklichen Spielwert mitbringen. ;)

Nächster Schritt: Weathering. Also Sprich Rost und Dreck und so. Und die Kleinteile wie das Rohr und die Leiter müssen noch bemalt werden. Bis dahin wird aber noch etwas Zeit ins Land gehen. ;)Bis dann also.

Gruß
Peter

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5 Kommentare zu „Geländebau – Tagebuch eines Wasserturms, Tag 6 bis 11“

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