Geländebau: Hesco-Barrikaden … eine Nachbetrachtung

„Sie haben uns umzingelt, Xeno-Bruder. Feuer aus allen Rohren!“
„Moment, ich glaube du hast da etwas verpasst…“
*Pulsgewehrfeuer*

– Tod eines Space Marines, WH40K 7te Edition –

Sicher hat der eine oder andere mein kürzliches Bauexperiment verfolgt, in dem es um modulare Barrikaden ging, die durch reale Vorbilder der modernen Armeen inspiriert wurden. Hesco-Barrikaden um genau zu sein.
Mittlerweile bin ich auch dazu gekommen, meine damaligen Ergebnisse weiter zu verarbeiten und will daher ein kleines Fazit abgeben.

Dabei betrachte ich zwei bzw drei Varianten.
Zum einen jene, deren Gips-Rohling eine glatte Oberfläche hat und von mir deshalb für eine Gitterstruktur mit Armierungsband beklebt wurde, und zum anderen jene mit unregelmäßiger Oberfläche.

Variante 1: Glatt und mit Gitterstruktur

Variante 1: nah dran an Hesco
Variante 1: nah dran an Hesco

Bemalt sehen diese Barrikaden-Element eigentlich sehr schick aus und kommen – meiner Meinung – auch richtig nah an ihre Vorbilder heran, aber sie haben ein entscheidendes Problem: Sie sind sehr aufwendig fertigzustellen.

Warum?
Nun ja, das Armierungsband, das ich verwende, ist zwar selbstklebend, aber seine Klebkraft ist nicht stark genug, um auf Dauer wirklich zu halten. Spätestens wenn Grundierung dazu kommt, lösen sich Stellen, die nur die geringste Spannung aufweisen, wieder vom Untergrund.
Leim macht die Situation auch nicht besser. Der führt zum gleichen Effekt und braucht zu lange zum Trocknen, um ihm entgegen zu wirken.
Das einzige, was hilft, ist Sekundenkleber. Dessen Einsatz macht die ganze Aktion aber spätestens durch seinen hohen Preis wieder unsinnig. *seufz*
Was hingegen etwas geholfen hat, ist eine dickflüssige und trotzdem schrumpfende Grundierung wie Gesso. Vermute ich zumindest. Ich hatte irgendwann leider keine Lust mehr, einen aussagekräftigen Test durchzuführen und hab es daher bei einem weniger findierten Schnelltest gelassen. Kann also auch Einbildung oder Zufall gewesen sein.

Schlussendlich muss man also sagen, dass diese Variante zwar schick aussieht, aber verhältnismäßig zeitintensiv.
Schauen wir uns also Variante 2 an.

Variante 2: Raue Oberfläche ohne Gitter

Variante 2: "Hesco" ohne Gitter
Variante 2: „Hesco“ ohne Gitter

Das klare Manko dieser Variante ist die fehlende Gitterstruktur und der damit einhergehende, optische Abstand zur Vorlage. Sie bringt aber einen entscheidenen Vorteil mit sich, denn abseits von der Bemalung bringt der Rohling keine notwendige Zusatzarbeit mit sich.
Einfach grundieren (kann man bei Gips auch weglassen), Grundfarben auftragen und dann in 2-3 Stufen heller bürsten.

Angeseichts dieses Unterschiedes und des – für sich betrachtet – trotzdem recht schicken Aussehens kann man damit aber aus meiner Sicht gut leben. ;)
Besonders, wenn man große Mengen der Klötze am Stück bemalt, geht das richtig fließend von der Hand.

Alternativ-Variante: Größere Mauerstücke

Alternativ gibt es noch meine Abwandlung der obigen Variante.
Hier ein Bild aus dem Rohzustand:

Bonus-Bonusrunde: Kleine, verkleidete Hesco-Mauer
Bonus-Bonusrunde: Kleine, verkleidete Hesco-Mauer

Und bemalt kann das dann so aussehen:

Alternativ-Variante: "Hesco"-Mauer
Alternativ-Variante: „Hesco“-Mauer

Vom Bau her ist das natürlich etwas aufwendiger und „spezifischer“. Die Einzelvariante kostet beim Erstellen der Gips-Abgüsse vor allem Wartezeit, während deren Bauphase weniger aufwendig ist.
Wenn man mit solchen Mauern arbeiten will, muss man sich vor allem Gedanken darüber machen, wie man sie gestaltet, damit sie hinterher auch sinnvoll kombinierbar sind.
Die Bemalung hingegen sich genauso einfach, wie bei den einzelnen Blöcken. Lässt sich auch wunderbar mit selbigen kombinieren.

Kleine Hesco-Befestigung. Noch weiß der Space Marine nicht, wie ihm geschieht. ;)
Kleine Hesco-Befestigung. Noch weiß der Space Marine nicht, wie ihm geschieht. ;)

Wenn man eine solche Mauer dann mit einzelnen Klötzen kombiniert, fällt binnen weniger Sekunden nicht mehr auf, dass es wirklich eine fest verbundene Mauer ist. Das obuige Bild zeigt auch sehr gut, wie wunderbar sich mit dem Barrikaden eine ganze Befestigung bauen lässt.
Jetzt muss nur noch jemand dem Space Marine verklickern, dass Dank 7ter Edition die Tau nicht mehr seine Waffenbrüder sind. Tja, Pech gebaht. ;P

Gruß
Peter

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