Godslayer – Vortexe für Szenario IV

Im Godslayer-Regelbuch gibt es verschiedene, interessante Szenarien, nach denen gespielt werden kann. Eines von diesen ist das Szenario IV „Celestial Vortex“.
In diesem Szenario befinden sich neben die Modellen der beiden Spieler auch drei Vortexe auf dem Spielfeld. Diese je 3“ durchmessende Vortexe bewegen sich jede Runde 1W6 Zoll in eine zufällig Richtung und haben unterschiedliche Effekte auf die Figuren der Spieler. Befindet sich ein Warlord oder ein Charaktermodell am Ende eines Zuges auch nur zum Teil in einem der Vortexe, erhält der Besitzer der Figur einen Siegpunkt pro Figur. Andere Figurentypen hingegen erhalten 1W6 Direktschaden.

Nun kann man für diese Vortexe natürlich Marker aus Papier oder Pappe verwenden. Schöner finde ich es aber, wenn man etwas mit ein Wenig mehr Substanz zur Hand hat. Von dahe rhabe ich mal versucht eigene Marker zu bauen.

Material und Werkzeuge

Folgendes habe ich zum Bau der Vortexe verwendet:
– Pappe und einen Kreisschneider, um die Pappe auf einen 7,5cm (3“) Kreis auszuschneiden
– Modelliermasse und passende Werkzeuge zum Formen
– Schmirgelpapier und ein scharfes Bastelmesser für Korrekturen
– 2-Komponenten-Silikon, etwas Knete und einen passenden Behälter

Natürlich kann man zum Nachbauen auch alternative Materialien verwenden. So könnte man beim Silikon zB auf die Baumarkt-Silikon-Maisstärke-Variante zurückgreifen, die ich hier beschrieben habe.

Schritt 1: Rohling herstellen

Schritt 1 - Pappvorlage
Schritt 1 – Pappvorlage

Alles beginnt mit einer Vorlage bzw Grundplatte aus Pappe. Wenn man einen bestimmten Durchmesser einhalten möchte, ist das eigentlich immer eine gute Ausgangsbasis und Orientierung.

Schritt 1 - Modelliermasse
Schritt 1 – Modelliermasse

Auf dieser Vorlage wird die gewählte Modelliermasse in einer möglichst gleichmäßigen Schicht verteilt.

Schritt 1 - Modelliermasse
Schritt 1 – Modelliermasse

Ab hier muss nun die Entscheidung getällt werden. Wie und wo sollen die Wirbel verlaufen? Soll es zB außen einen Rand am Wirbel geben? Bei mir schon.

Die Wirbel können eigentlich mit jedem, halbwegs feinen Gegenstand in die Masse gedrückt bzw gekratzt werden. Ein Modellierwerkzeug bietet sich natürlich an, denn das wird meist die passende Spitze mitbringen.

Schritt 1 - Fertig modellierter Rohling
Schritt 1 – Fertig modellierter Rohling

Und so ein paar gleichmäßige Wirbel in die Masse zu bekommen, kann sich schnell als schwieriger herausstellen, wie anfangs gedacht. Ich habe auf jeden Fall zwei oder drei Versuche gebraucht, bis es mir gepasst hat.
Wenn das Ergebnis zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt sauber daherkommt, ist das alles anderes als schlimm. Hauptsache die Rillen sind ausgeprägt genug. Alles andere kann später noch korrigiert werden.

Schritt 1 - Gehärterter Vortex-Rohling
Schritt 1 – Gehärterter Vortex-Rohling

Nun heisst es warten, bis der Rohling hart geworden ist. Danach kommen Schleifpapier und Messer zum Einsatz um eventuell überstehende Bereiche oder unsaubere Stellen nachzubessern.

Schritt 2: Abformen

Schritt 2 - Abformen des Vortex mit Silikon
Schritt 2 – Abformen des Vortex mit Silikon

Eigentlich wäre es ja unnötig bei nur drei Vortexen mit Abformmasse zu arbeiten. Ich hätte auch einfach zwei weitere Vortexe von Hand formen können.
Da ich aber noch 2-Komponenten-Silikon und außerdem im Ofen härtdende Modelliermasse da hatte, die ansonsten kaum Verwendung bei mir findet, bot es sich an.

Ich habe also etwas reguläre Knete in einem alten Plastikberhälter verteilt, bis ich einen ebenen Boden hatte und dann meinen Vortex-Rohling darauf platziert.
Dann ausreichend Silikon (Meines habe ich von PK-Pro. Das ist das günstigste, das ist bisher entdeckt habe.) im Verhältnis 1:1 anmischen. Die erste, dünne Schicht verteile ich gerne mit einem alten Pinsel auf dem Werkstück und der Rest wird dann vorsichtig eingegeossen. Abschließend eventuell noch etwas auf den Untergrund neben der Form klopfen, damit die Luftblasen aus dem Silikon (ein par sind immer da) besser aufsteigen und diese ggf mit einer Nadel oder einem Stück Draht aus der Overfläche der Masse ziehen.

Schritt 2 - FAIL! Zweiter Versuch mit Milliput
Schritt 2 – FAIL! Zweiter Versuch mit Milliput

Tja, soweit, so gut. Leider ist irgendwas mit dem Silikon schief gegangen.
Die Mischung dürfte es nicht gewesen sein. Die hatte ich lange genug gerührt. Auf jeden Fall ist das Silikon an der Kontaktfläche zu der Modelliermasse nicht richtig fest geworden. Erst Tage später war es nicht mehr klebrig. Ich vermute daher, dass es irgendetwas mit der lofttrocknenden Modelliermasse zu tun hatte. Vielleicht versträgt die sich gar nicht mit Silikon oder es lang daran, dass ich versucht habe ihre Trockenzeit im Ofen zu beschleunigen.
Egal.

Auf jeden Fall durfte ich danach nochmal einen Wirbel modellieren. Diese Mal aus Milliput, welches aber auf jeden Fall über Nacht trocknen muss. ;)

Schritt 2- Fertige Silikonform
Schritt 2- Fertige Silikonform

Beim zweiten Versuch (hier auch in einem anderen Behälter hergestellt) kam die Silikonform dann so heraus, wie man es erwartet: fest, nicht klebrig und detailreich. :)

Weiter im nächsten Schritt: Kopiien erstellen und backen.

Schritt 3: Kopien erstellen und backen

Schritt 3 - Erstellte Kopien
Schritt 3 – Erstellte Kopien

Für die Kopien habe ich alles an ofenhärtender Masse verwertet, was ich noch da hatte. Sprich, ich habe erst einmal eine halbe Stunde oder so eine wilde Mischung aus Fimo und Bees Putty Plastic Resten erstellt. Ging ziemlich in die Hände, da besonders das Fimo schon etwas älter war. Am Ende war die Masse aber so warm und weich, dass sie sich gut in die Form drücken ließ.
Wenn man die Form einmal befüllt hat, am besten etwas erkalten lassen (zur Not kurz in den Kühlschrank), dann geht die geformte Masse leichter aus der Form und hält ihre Gestalt sicherer.

Drei davon kamen auf das kleine Backblech meines Miniofens und wurden dann circa 30 Minuten bei etwa 110° gebacken. Effektiv also recht nach Gefühl, denn so genau kann man das bei dem Pseudoofen gar nicht steuern. ^^
Solang eman den Ofen nicht zu heiß einstellt, sollte das aber schon irgendwie hinhauen. Was passieren kann, wenn er zu heiß wird, kann man in einem älteren meiner Artikel nachschauen (viertes Foto). ^^

Teils schon fertig bemalte Vortexe
Teils schon fertig bemalte Vortexe

Sobald die Vortexe wieder kalt sind, kann mit dem Grundieren und Bemalen begonnen werden. Bei einem habe ich das auch schon mal probioert, aber so ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis nicht. Bei Zeiten muss ich mich einfach nochmal an einem zweiten versuchen. Und dann gibt es vielleicht auch ein weiteres Tutorial dazu. ;)

Gruß
Peter

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