Tutorial – Selbstgebaute Silhouette-Templates für Infinity N3

Zeit für eine neues Tutorial! ;)

Seit knapp vier Wochen ist die dritte Edition von Infinity auf dem Markt und mit ihr hat sich so einiges verändert. Eine der Änderungen ist die Einführung eines neuen Attributes für jede Figur: der Silhouette.
Dieses Attribut definitert die Größe der Figur und den Raum, den sie im Rahmen der Kampfsimulation einnimmt. Klingt auf den ersten Blick vielleicht schrecklich abgehoben, aber es dreht sich einfach darum, dass Figuren nun einmal statische Metall- oder Plastikkörper sind, die sich laut Simulation (denn das Spiel ist ja nichts anderes) aber vergleichbar mt Menschen über das Spielfeld bewegen und auf diesen agieren.
Weil aber nun einmal ein Mensch nicht immer sturr in eienr Pose darsteht, sondern auf ein bestimmtes Zeitfenster (= (Re)Aktion) betrachtet einen gewissen Raum einnimmt, der größer ist, als er oder sie selbst, ist ein Hilfsmittel wie die Silhouette notwendig oder zumindest nützlich.

Jetzt mag man sich fragen: Ist das denn wirklich notwendig? Kann man das nicht auch ohne diesen Killefit regeln?
Sicher kann man das. Jeder Spieler hat aber seinen eigenen Blickwinkel und je klarer eine Situation innerhalb der Simulation geregelt ist, umso weniger Diskussionen entstehen … hoffentlich. ;)
Für alle weiteren Details empfehle ich die Konsultierung des N3-Regelbuches.

Sicher gibt es mittlerweile einige Hersteller, welche die verschiedenen Silhouetten-Templates aus Acryl oder MDF zum Kauf anbieten, aber warum nicht für kleines Geld selbst bauen? :)

Schritt 1: Silhouetten vorbereiten

Schritt 1 - Silhouette-Templates zum Ausdrucken von Corvus Belli
Schritt 1 – Silhouette-Templates zum Ausdrucken von Corvus Belli

Erst einmal werden die Silhouetten benötigt. Während man die korrekte Breite zwar über die Basegrößen herleiten kann, ist man bei den Höhen leider etwas aufgeschmissen und Corbus Belli liefert auch keine exakten Werte. :(
Stattdessen kann man sich aber einfach die Templates aus dem offiziellen Tokens Sheet ausdrucken. Man sollte nur darauf achten, dass man die passende Papiergröße und Skalierung wählt. ;)
Außerdem empfiehlt sich die Verwendung eines Laserdruckers. Die nicht wasserfeste Tinte eines Inkjet wird nämlich etwas bissig auf mindestens einen der folgenden Schritte reagieren. ^^

Schritt 1 - Definition der Silhouette
Schritt 1 – Definition der Silhouette

Unglücklicherweise ist Corvus Bellis Definition der Silhouette nicht unbedingt klar (oder ich habe die richtige Passage im Regelbuch übersehen). Ich meine aber aus den vorhandenen Informationen herauslsen zu können, dass der Zylinder ohne die Lasche und Silhouetten-Nummer am oberen Ende der vorgefertigten Templates gemeint ist. Also der oben in rot markierte Bereich. Von der leichten perspektivischen Verzerrung des Fotos einmal abgesehen. ;)

Schritt 1 - Silhouetten ausschneiden
Schritt 1 – Silhouetten ausschneiden

Gut, wir haben also nun die sieben bzw acht Silhouetten verfügbar. Ob man die achte wirklich mit vorbereitet – sie ist ja schließlich nur für ein einziges Modell da – bleibt jedem selbst überlassen. Wenn man aber einmal dabei ist, warum nicht die ganze Strecke zurücklegen?

Ich habe also jede Silhouette ausgeschnitten und nach Basegrößen sortiert.

Schritt 2: Bases ausschneiden

Schritt 2 - Bases ausschneiden
Schritt 2 – Bases ausschneiden

Als nächstes werden Bases benötigt. Ich habe mich dabei für 1mm-Pappe entschieden und mir flux meinen Kreisschneider geschnappt. Trotzdem eine etwas lästige Arbeit, die gerne mal für eine Blase an den Fingern sorgt. 1mm-Pappe ist nämlich gar nicht so einfach zu schneiden und braucht daher zahlreiche Umdrehungen. ^^

Insgesamt werden 2x25mm, 3x40mm, 2x55mm und einmal 72mm benötigt. 72mm ist auf jeden Fall die Größe, die ich für die S8-Silhouette gemessen habe.

Schritt 3: Silhouetten kleben, schneiden und nochmal kleben

Schritt 3: Silhouetten aufkleben
Schritt 3: Silhouetten aufkleben

Nun benötigen die Silhouetten einen festen Hintergrund. Natürlich kann man dafür die gleiche, feste 1mm-Pappe wie für die Bases verwenden (bei mir handelte es sich übrigens um die Rückseite eines alten Schreibblockes), doch da es mein Ziel war die Templates zwecks besserer Transportfähigkeit zusammenfalten zu können, habe ich mich für ein anderes Material entschieden.

Amazon zum Beispiel liefert – wenn deren System mal wieder seltsame, zerhackstükelte Lieferungen produziert ^^ – einzelne DVDs oder BluRays in einer festen, formschönen Pappe, die einige vorgefalzte Kanten besitzt. Diese Kanten kamen wie gerufen als „Soll-Knick-Stelle“ für meine faltbaren Templates. :)

Schritt 3: Silhouetten wieder ausschneiden
Schritt 3: Silhouetten wieder ausschneiden

Also eben schnell alle acht Templates platzsparend auf die Pappe geklebt, ausreichend trocknen lassen (Tipp: fix ne Runde Diablo 3 einschieben ;P ) und dann wieder sorgfältig ausschneiden.

Diese nun stabileren Templates werden dann auf ihre Bases geklebt. Wenn man mit Zirkel oder Kreisschneider gearbeitet hat, sollte man sich wunderbar an der Einstichstelle in der Mitte jeder runden Pappscheibe orientieren können.
Wenn das auch wieder getrocknet ist, muss man die Ränder noch ein wenig trimmen und hat dann im Grunde fertige Silhouette-Templates.

Fertige Silhouette-Templates
Fertige Silhouette-Templates

Aus ästhetischen Gründne würde ich ab noch etwas günstige, schwarze Farbe zur Hand nehmen und die offentsichlichen Flächen der Pappe einfärben. Nur nicht zu viel Wasser dabei verwendne, denn darauf reagiert die Pappe alergisch und verbiegt sich unschön.

Sicher, diese Templates sind nicht perfekt und bewegen sich eventuell etwas an den Grenzen der Messtoleranz, aber ich denke, sie erfüllen durchaus den Zweck. Sollen ja auch nur ein Hilfsmittel für den Zweifelsfall sein und kein ständig verwendetes Mittel.

Also viel Spaß beim Nachbauen. :)
Gruß
Peter

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