SAGA – Eine Base für den Viking Warlord

Willkommen zurück, werte Leser… oder so. ;P Ich habe mal wieder gebastelt.
Letzte Woche hat es mich mal wieder ins Ultra Comix verschlagen und wie das mit Besuchen im Nerd-Laden (oder in weiblicher Begleitung im Ikea) nun einmal so ist: Man nimmt sich vor nichts zu kaufen und geht dann doch mindestens mit einer Packung Teelichter nach Hause. Für gewöhnlich aber doch deutlich mehr. ;)

In meinem speziellen Fall ist es einer der beiden Viking Warlords von Gripping Beast geworden und weil der Herr nun einmal ein Warlord ist, braucht er auch eine anständige Basegestaltung.
Erhöht auf Korkfelsen war mir in diesem Fall aber zu langweilig und außerdem hatte ich das letztens schon. Da hilft nur eins: Kreativ sein und basteln. ;)

Schritt 1: Eine Vorlage

Schritt 1: Vorlage
Schritt 1: Vorlage

Etwas mit einem Schiff sollte es werden und was ist besonders ikonisch an einem Wikingerlangschiff? Richtig, der Drachenkopf am Rumpf.
Dumm nur, dass trotz brauchbarer Vorlagen aus der Google-Bildersuche meine Skizzen kein zufriedenstellendes Ergebnis geliefert haben. Deswegen habe ich mich am Ende für eine vereinfachte Darstellen entschieden, die vielleicht ein ganz klein Wenig an venetianische Gondeln erinnert. ^^

Schritt 2: Vorlage übertragen

Schritt 2: Vorlage übertragen
Schritt 2: Vorlage übertragen

Nächste Herausforderung? Welches Material verwenden?
Auf Modellieren hatte ich keine Lust und aus Pappe wollte ich es zu gunsten besserer Stabilität auch nicht herstellen. Aber ich hatte noch eine simple Holzleiste (Fichte oder Kiefer oder so) aus dem Baumarkt da.

Also eben zwei Stecknadeln geschnappt, die Vorlage aus pappe ausgepinnt und abgezeichnet. Aus beiden Seiten natürlich, damit man im folgenden Schritt weniger windschiefe rgebnisse produziert.

Schritt 3: Schnitzen und sägen

Schritt 3: Schnitzen und sägen
Schritt 3: Schnitzen und sägen

Nun heißt es etwas schnitzen, was mit meinem 08/15-Hobbymesser allerdings erstaunlich gut ging. OK, war nun auch kein besonders hartes Holz. Bedeutet aber auch gleichzeitig, dass man an den filigranen Stellen etwas aufpassen muss, sonst brechen leicht die Holzfasern auseinander und im schlimmsten Fall muss man von vorne anfangen.
Also: Geduldig sein. ;)

Aus dem gleichen Grund habe ich dann für die Aussparung im oberen Bereich auch eine Säge statt eines Messers zur Hand genommen.

Schritt 4: Endlich Schiffchen bauen

Schritt 4: Endlich Schiffchen bauen
Schritt 4: Endlich Schiffchen bauen

Die Grundform meines Schiffes habe ich aus einem kleinen Rest Styrodur geschnitzt bzw gedrückt und auf die Base geklebt. Dabei immer dran denken, dass echtes Styrodur (oder eher XPS für „Extruded Polystyrene“ (aufgeschäumtest Polystyrol)) keine Lösungsmittel verträgt. Deswegen ist Holzleim angesegt. ;)

Schritt 4: Endlich Schiffchen bauen
Schritt 4: Endlich Schiffchen bauen

Gleiches gilt für doe Befestigung des kleinen Kunstwerkes aus Holz.

Danach sollte man dem Schmuckstück oder viel mehr dem Kleber ausreichendZeit zum Trocknen geben.

Schritt 5: Ein Schiff braucht Planken

Schritt 5: Ein Schiff braucht Planken
Schritt 5: Ein Schiff braucht Planken

Fehlen noch die Planken unseres Schiffes. Dafür habe ich dann doch wieder auf Pappe zurückgegriffen.
Gerade Pappstreifen erfüllen den Zeweck allerdings nicht. Um den passenden Aufwärtsbogen zu erreichen, brauchen auf die Streifen eine kleine Biegung. Lässt sich aber durchaus freihändig anzeichnen und außerdem muss eh für jede Planke etwas nachgeschnippelt werden, damit sie zum Schiff und den anderen passt.

Schritt 5: Ein Schiff braucht Planken
Schritt 5: Ein Schiff braucht Planken

Mit diesen Pappstreifen und etwas Kleber wurden nun also Schicht für Schicht die Seitenwände des kleinen Schiffes gebaut.
Kein Hexenwerk. Einfach langsam herantasten und ausprobieren. Vor allem die Seitenwände am Ende nochmal gut andrücken und ausreichend trocknen lassen.

Schritt 6: Abschlussarbeiten und Details

Schritt 6: Abschlussarbeiten und Details
Schritt 6: Abschlussarbeiten und Details

Damit sieht die Base jetzt zwar schon sehr nette aus, aber fertig ist sie deswegen noch lange nicht. ;)

Welche Szene habe ich mir zu dieser ganzen bastelei vorgestellt?
Vereifnacht gesagt einen Überfalle durch eine Gruppe Wikinger, die gerade an einem britischen oder französischen Strand gelandet sind und nun fix von ihrem Schiff stürmen. Und bei ihrer Landung vielleicht gleich von den Einheimischen begrüßt werden… oder so.

Also muss vom Schiff weg der Boden etwas ansteigen und eine Sandstruktur erhalten. Dafür gibt es als erstes eine Behandlung mit ein paar Korkresten, denn die sorgen für notwendige Volumen, dass sich mit reiner Basingpampe manchmal etwas schlecht erreichen lässt.

Schritt 6: Abschlussarbeiten und Details
Schritt 6: Abschlussarbeiten und Details

Die Basingpampe hat in diesem Fall ausnahmsweise noch etwas Gips erhalten. Keine Ahnung, ob es wirklich notwendig gewesen wäre, aber hat gut funktioniert. ;)
Vor allem aber, ist es wichtig, für den Sandstrandeffekt feinen Sand ohne grobe Beilagen zu verwenden.

Am Ende ging es dann noch an das Schiffsdeck. Hier habe ich mich für eine Mischung aus Green Stuff und Magic Sculpt entschieden. Welche Modelliermasse man verwendet, ist aber im Grunde nur Geschmackssache. Ich mag es auf jeden Fall beim Arbeiten mit Magic Sculpt oder Milliput, die beide auf Wasser mit Schmierbildung reagieren, etwas Green Stuff hinzu zu geben. Das kombiniert einfach alle Vorteile der beiden Kompomenten und gibt ein schönes, festes Finish.

Wiking Warlord - Basebau - Endergebnis
Wiking Warlord – Basebau – Endergebnis

Bevor die Modelliermasse vollständig gehärtet ist, sollte man dann noch vorsichtig den vorbereiteten und gestifteten  Warlord positionieren. Wenn der nämlich leichte Fußabdrücke im Untergrund hinterlässt, hat er später einen festeren Stand.

Gefällt euch das Ergenis?
Wenn ja, dann hinterlasst doch einen kleinen Kommentar. :)
Gut, und was mache ich jetzt?
OK, ich soltle mich vielleicht mal wieder um meinen Winged Harbinger kümmern. ^^

Gruß
Peter

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8 Kommentare zu “SAGA – Eine Base für den Viking Warlord”

  1. Das sieht sehr hübsch aus – und beim Nachlesen scheint der Aufwand auch in einem angemessene Verhältnis zu dem wirklich überzeugenden Ergebnis zu stehen.
    Andererseits setzt Du die Messlatte für Deine Wikinger-Schar damit sehr hoch – oder stürmt der Anführer hinter denen her? :-)
    Ach – und zu Deiner Frage, was Du jetzt machst: Anmalen!

    1. Danke sehr.
      Die Truppen werden wohl eher schlichtes Basing erhalten. Zum einen, weil auf 25mm weniger Platz ist und zum anderen, weil ich sie nicht explizit als Wikinger bauen, sondern flexibel einsetzbar.
      Aber wer weiß. Vielleicht gibt es irgendwann auch mal ein paar mit Basing passend Boot ihres Chefs? :)

  2. Jo, der Hammer :D früher war ich der Meinung das Bases am besten neutral gehalten werden. Die Minis stehen eh auf diversen, im Intergrund verschiedenen Schlachtfeldern. Aber eine Aufwendige Gestaltung macht halt doch was her und vereinheitlicht um einiges das Aussehen der Armee. Jedenfalls bin ich ja mal auf die Bemalung gespannt :) Wirklich schön wie du zeigst das die Umsetzung einfach und das Ergebnis so enorm sei kann! Nach dem Motto: Ärmel hochkrempeln und einfach machen! :D

    1. Ja, manchmal muss man Ideen einfach ausprobieren. Vor allem, wenn die Materialien günstig sind. Falls es nichts wird, kann man es noch immer in die Tonne werfen. ;)
      Auch bei eifnachen Figuren lohnt es sich hin und wieder ein kleines Gimmick beim Basing einzubauen, Warlords (, HQs, etc) dürfen bei mir aber auch mal noch etwas aufwendiger sein. ;)

      Bemalung des Herren dürfte leider noch etwas dauern. Will erst ein paar andere Dinge fertigbekommen oder wenigstens mal wieder einen deutlichen Schritt voranbringen.

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