Ein Diorama zum Abschied

Oh, es ist schon wieder über eine Wocher her, dass ich etwas geschrieben habe, und dabei hatte ich mir doch vorgenommen, wieder etwas fleißiger zu sein. Naja, diese Sache mit den Plänen und den guten Vorsätzen eben. ;)

Bevor jemand in Panik verfällt, nein der Titel impliziert nicht, dass ich mit Blog oder Hobby aufhöre. Er hat rein mit der Figur zu tun, denn die war nämlich das Abschiedgeschenk für eine ehemalige Arbeitskollegin, die nach einigen Jahren in Bayern zurück in ihre Heimat im Osten der Republik gezogen ist.

Ein Diorama zum Abschied (1/6)
Ein Diorama zum Abschied (1/6)

Da ich erst relativ knapp erfahren hatte, dass die Empfängerin des Dioramas wegzieht, musste ich etwas improvisieren. Mit ein wenig mehr Zeit hätte ich vermutlich eine schicke Figur von Hasslefree besorgt, aber so musste auf das zurückgreifen, was bereits auf Vorrat war. in diesem Fall eine Figur von Reaper Miniatures aus einer ihrer Bones-Reihen.

Beispiel für Schwächen der Reaper Bones-Figuren
Beispiel für Schwächen der Reaper Bones-Figuren

Die Reaper Bones-Figuren sind bekannt für ihren niedrigen Preis und – bedingt durch das spezielle, verwendet Weichplastik – ihre schlechte Gussqualität.
Letzteres kann ich nicht unbedingt bestätigen, wie auch an dieser anderen Bones-Figur zu sehen ist, aber sie haben durchaus ihre Schwächen.

Der Detailgrad, den ich bisher an meinen Exemplaren entdecken konnte, ist in Ordnung. Hier und da gibt es – wie bei der oben gezeigten Hand – ein paar häßliche Kleinigkeiten im Guss. Manchmal kommen sie auch unschönd verformt daher, aber mit etwas heißem und eiskaltem Wasser, lässt sich das normalerweise beheben.
Alles, was danach kommt, steht und fällt mit der Geduld und der Fähigkeit des Malers.
Ich finde die Figuren auf jeden Fall nicht schlecht für kleine Experimente und so.

Ein Diorama zum Abschied (2/6)
Ein Diorama zum Abschied (2/6)

Die Base habe ich mehr oder weniger um die Haltung der Figur herum gebaut. Erst dachte ich, ich könnte den kleinen Fels beibehalten, den sie unter ihren Füßen hatte, doch der wurde bald abschnibbelt und durch den Höhenunterschied ziwschen den beiden Füßen, bot sich etwas in Richtung einer Treppe an.

Ein Diorama zum Abschied (3/6)
Ein Diorama zum Abschied (3/6)

Erste Ideen drehten sich zwar nicht um eine so unfangreiche Treppe, doch die hat sich dann im Rahmen des Baus einfach so ergeben. ^^

Als erstes habe ich eine Ecke des 40x40mm-Holzsockels abgesägt und diesen dann kopfüber auf der gegenüberliegenden Seite wieder angeklebt. So ergab sich eine schöne Steigung, mit der ich arbeiten konnte.

Ein Diorama zum Abschied (4/6)
Ein Diorama zum Abschied (4/6)

Auf diese Holzgrundlage habe ich dann eine relativ dicke Mischung aus meiner gängigen Basingpaste und in diese Paste habe ich dann schlichtweg Bruchstücke von alten Gipsresten gedrückt. Die ergeben nämlich auf einfache Art und Weise einen schönen, natürlichen Steinplatten-Look. Haben aber auch den Nachteil, dass das Material manchmal sehr brüchig ist. Es sei denn man verwendet den teureren Dentalgips oder Keramikpulver.
Auf der anderen Seite ist so ein Diorama aber ja auch zum anschauen da und nicht um stndig angegrabbelt zu werden. ;)

Ein Diorama zum Abschied (5/6)
Ein Diorama zum Abschied (5/6)

Bei der Bemalung der Base – der der Figur ist abgesehen vom abschließenen blau-türkisen Wash auf den Metallteilen weitestgehend Standard – habe ich mal wieder etwas mit Farben experimentiert.
Grundfarbe für die Steine ist „Brown Sand“ von Vallejo. Die Schatten ergaben sich aus Dreingabe von „Barnt Cadmium Red“, „Royal Purple“ und simplem Schwarz. Ist sehr gut aufgegangen. :)
Für die Highlights habe ich vor allem „Basic Skintone“ verwendet, aber auch etwas „Ice Yellow“ und reines Weiß.
Die Erdbereichen basieren vor allem auf „Flat Earth“.

Oben drauf gab es verschiedene Washes in „Strong Tone“ von Army Painter und „Sepia Wash“ von Vallejo Game Color. Jeweils nach gefühl verdünnt und aufgebracht. ;)

Ein Diorama zum Abschied (6/6)
Ein Diorama zum Abschied (6/6)

So viel zu diesem, ersten, fertiggestellten Diorama meinerseits. Chancen sind groß, dass weitere folgen werden. Vielleicht schaffe ich es sogar irgendwann einmal, den Winged Harbinger fertigzustellen. ^^
Dieses Abschiedsgeschenk ist auf jeden Fall gut angekommen. Ich meine sogar eine kleine Tränen im Augenwinkel der Empfängerin gesehen zu haben.
Und wer glaubt, der Spruch auf dem Sockel wäre fieß, er ist es nicht. Das ist allerdings eine Insiderwitz, der hier nicht weiter erklärt werden wird. ;P

Schönen Abend noch.
Gruß
Peter

 

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3 Kommentare zu „Ein Diorama zum Abschied“

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