Archiv der Kategorie: Brettspiele

Brettspielabend DU-1

Neben meiner alten Spielerunde, die im Grunde aus der PnP-Runde aus meiner Schulzeit entstanden ist, hat sich jetzt in Duisburg eine weitere Spielrunde entwickelt. Von dieser möchte ich euch ebenfalls dann und wann berichten, vor allem da nicht jedes Spiel von jeder Spielerunde gleich aufgenommen wird. Geschmöcker sind eben unterschiedlich.
Was wurde also vor kurzem in Duisburg gespielt?

Colt Express

2018-06-23_brettspielabend_du_01
Quelle: Asmodee

Worum geht es?

Jeder spielt einen Banditen während eines Zugüberfalls und wer am Ende die meiste Beute zusammengeklaut hat, der gewinnt.
Klingt soweit erst einmal einfach, aber der eigentliche Witz und Kniff des Spiels kommt, durch die Art und Weise, wie man seine Aktion plant und wie sie dann ausgeführt werden.

Gehen wir einmal von einer Runde ohne besondere Ereignisse aus.
Zuerst mischen die Spieler ihren Kartenvorrat und ziehen sechs davon. Diese Handkarten stehen ihnen als Auswahl zur Verfügung und können ausgespielt werden. Alternativ kann ein Spieler auch passen und drei weitere Karten ziehen.
Reihum spielt jeder eine Karte aus, doch statt sie direkt auszuführen, werden erst einmal die Karten aller Spieler zu einem Stapel zusammengefügt. Erste wenn alle Züge der Runde ausgespielt sind, werden diese ausgeführt. So kann es also dazu kommen, dass man zwar ein bestimmtes Ergebnis für seine Spielfigur geplant hat, diese im Endeffekt aber nicht so aufgeht, wie eben geplant. ;)
Beispiel:
Spieler A ist in Wagon 1 und Spieler B ist in Wagon 2.
Weil in Wagon 1 keine Beute mehr liegt, spielt er oder sie die „Bewegen“-Aktion mit dem Plan in Wagon 2 zu wechseln und dort dann als nächstes „Beute aufheben“ zu spielen.
Spieler B spielt „Hieb“ aus, denn er oder sie weiß ja um die Aktion von Spieler A.
Als zweite Aktion spielen beide die Aktion „Beute aufheben“.
Kommen wir zur Ausführung.
Spieler A bewegt sich von Wagon 1 nach Wagon 2.
Spieler B boxt Spieler A. Dadurch wird Spieler A wieder zurück in Wagon 1 geschubst und verliert vorher außerdem noch ein Beutestück. das Spieler B blind aus Spieler A’s Vorrat wählen darf.
Spieler A versucht in Wagon 1 Beute aufzuheben, was aber scheitert, weil dort ja nichts mehr liegt.
Spieler B hebt das hübsche Beutestück auf, das Spieler A vorher netterweise im Wagon hat fallen lassen.

Hersteller/Vertrieb: Asmodee

Mein Eindruck?

Ich mag Colt Express, aber es ist nichts für jeden, weil man sich doch erst einmal in die etwas ungewöhnliche Spielabfolge hineindenken muss. Ich habe es jetzt mit mehreren Runden gespielt und oft waren die Reaktionen nach den Regelerläuterungen erst sehr verhalten und planlos. Dann habe ich die Spieler normalerweise ermutigt doch einfach eine Proberunde mit zusätzlichen Tipps zu spielen und danach waren die meisten doch angetan.

Meiner Meinung sollte jeder halbwegs aktive Spieler Colt Express einmal ausprobieren und außerdem ist es durch den plastischen Modellzug aus Pappe immer ein nettes Eröffnungs- und Einführungsspiel, weil man etwas „zum Anfassen hat“. ;)

Kodama

2018-02-20_brettspielabend_04
Quelle: Kosmos

Worum geht es?

Über Kodama habe ich bereits zu einem früheren Zeitpunkt berichtet. Deswegen erspare ich mir die Ausführungen hier.

Hersteller/Vertrieb: Kosmos Verlag

Mein Eindruck?

Eines habe ich aus dieser erneuten Kodama-Runde gelernt: Auch wenn es in den Regeln heißt, man könne die Kodama-Karten für die Kinder-Variante ohne weiteres mit der normalen Runde mischen, rate ich mittlerweile davon ab. Die Menge an Bonuspunkten, welche die „Kinder-Karten“ potentiell liefern können, sind einfach deutlich höher als die der anderen Karten. Ob man eine von ihnen erhält, ist aber wieder komplettes Glücksspiel. Das bringt etwas unnötiges Ungleichgewicht in dieses schicke Spiel.

Ansonsten bleibt es dabei: Klare Kaufempfehlung. :)

Love Letter (mit Erweiterung)

2018-06-23_brettspielabend_du_02
Quelle: Pegasus Spiele

Worum geht es?

Die Spieler versuchen einen Liebesbrief zur Prinzessin zu bringen, doch dafür müssen sie sich durch den Hofstaat hangeln und ggf. damit leben, dass sie zwar nah an die Prinzessin herankommen, aber sie nie erreichen.

In Regeln und Zahlen bedeutet dies:
Jeder Spieler hat eine Handkarte und zieht, wenn er oder sie an der Reihe ist eine zweite Karte. Danach muss eine von beiden gespielt werden.
Man muss entweder versuchen andere Spieler herauszuwerfen oder selbst lange genug im Spiel zu bleiben. Dafür sind die aggressiven oder passiven Effekte der Karten da. Man kann zB mit der Wächterin versuchen zu erraten, welche Karte ein Mitspieler hat. Liegt man richtig, fliegt der Spieler raus. Am Ende gewinnt der letzte verbleibende Spieler die Runde oder, wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist, jener mit der Karte, die den höchsten Kartenwert hat. Am Ende gewinnt aber immer die Prinzessin.
Mit den neuen Karten der Erweiterung kann man sich aber eine Art Backup aufbauen, durch welches man dann trotzdem Punkte erhält, obwohl man herausgeflogen ist.

Hersteller/Vertrieb: Pegasus Spiele

Mein Eindruck?

Love Letter besticht durch seine Einfachheit und gleichzeitigen, guten Wiederspielwert. Es ist einfach ein schönes, kleines Kartenspiel, das man wunderbar als Starterspiel nutzen kann oder auch zum Ausklang eines abends, wenn es noch nicht spät genug ist, aufzuhören, aber doch schon zu spät für etwas großes. Denn ein paar Runden Love Letter passen immer noch rein.

Von daher kann ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Mittlerweile gibt es auch verschiedene „themed“ Versionen des Spiels zum Beispiel für Herr der Ringe.

So, das war’s dann erstmal für heute.

Gruß
Peter

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Brettspielabend VII

Dieses Mal war der Brettspielabend etwas kürzer, als zuvor. Doch dadurch wurde er tatsächlich der Bezeichnung „Abend“ gerecht, wo er doch ansonst bei meine OWL-Runde als „Brettspieltag“ zu bezeichnen wäre. ;)
Nun ja, kurz aber fein sag ich mal. :D

Gaia Project

2018-06-09_brettspielabend_01
Quelle: Feuerland Spiele

Worum geht es?

Kennt ihr Master of Orion? Dann ist die Beschreibung einfach: Weitestgehend wie Master of Orion eben. ;)
Jeder Spieler verkörpert eine Rasse und bevölkert mit ihr die bekannte Galaxis. Planeten, die die nicht der gleichen Klasse entsprechen wie der eigene Heimatplanet, müssen erst einmal terraformt werden, doch das kostet „nur“ einige Ressorucen und bedarf keiner weiteren Vorbereitung. Und dann gibt es da ja noch die Gaia-Planeten aus der Namensgebung des Spiels. ;)
Jeder erschlossene Plant beginnt mit einer Mine und kann von dort an nach und nach in verschiedene andere Gebäudetypen aufgerüstet werden. Für andere Rassen ist er dann (mit einer Ausnahme) nicht mehr zugänglich, denn offene Konflikte zwischen den Spielern gibt es bei Gaia Project nicht, was phasenweise etwas schade ist.

Hersteller/Vertrieb: Feuerland Spiele

Mein Eindruck?

Keine leichte Kost und man muss definitiv Zeit mitbringen, wenn man Gaia Project spielen möchte. Wir haben – auch dank mancher Notwendig noch einmal die zu Regeln lesen – etwa vier Stunden an einem kompletten Durchgange (sechs Runden) gesessen und die Zeit muss man eben erst einmal haben. ;)
Solche Spiele muss man eben mögen. Ich habe den Blick in Gaia Project auf jeden Fall nicht bereut, aber auf der anderen Seite ist es auch kein Spiel, bei dem ich den Drang verspühre, es mir unbedingt kaufen zu müssen. Also sagen wir mal, es ist eine halbe Empfehlung oder viel mehr eine Empfehlung für Liebhaber. :)

Sagrada

2018-06-09_brettspielabend_02
Quelle: Floodgate Games

Worum geht es?

Joa, … Kirchenfenster bauen eben. ;)
Ich weiß gerade gar nicht, warum ich für diesen Bericht schon so viel geschrieben habe. Eigentlich hätte doch für die Beschreibung jedes der heutigen Spiele ein Satz gereicht. :D

Wie gesagt, bei Sagrada geht es – im Meta – darum Kirschenfenster zu bauen. Spieltechnisch bewegt es sich irgendwo zwischen Sudoku, Würfelspiel und noch etwas anderem, dass ich nicht beziffern kann.
Am Anfang entscheidet man sich für eine Vorlage für das zu bauende Kirchenfenster. Je nach Schwierigkeit werden auf dieser Vorlage verschiede Pflichtbelegungen für das 5×4 Felder große Fenster festgelegt. Zum Beispiel ob auf einem Feld eine bestimmte Nummer oder eine bestimmte Farbe gelegt werden muss. Außerdem werden Karten für bestimmte Farb- oder Werteserien gezogen, über welche die Spieler em Ende Bonuspunkte erhalten können. Beispielsweise hatten wir sowohl das Bonusziel, dass in einer Spalte nur unterschiedliche Zahlen sein dürfen, als auch, dass es verschiedene Farben sein sollen. Aber wie gesagt: Es sind Bonusziele, die aber nicht ganz unwichtig für die Punktewertung sind.
Jeder der an der Reihe ist, zieht blind Spielerzahl x 2 +1 farbige Würfel auf einem Beutel und wirft sie. Diese Würfel bilden für jede Runde den Pool, aus welchem die Spiler ihr Fenster bauen können. Der Reihe nach (und ungekehrt zurück nach dem letzten Spieler) wählt jeder insgesamt zwei Würfel und der verbleibende bildet den Rundenmarker. Nach zehn Runden hatte also jeder die Chance sein Fenster fertigzustellen und dann wird ausgewertet.

OK, doch ganz schön viel geschrieben. ;)
Noch ein Hinweis: Das Spiel ist zur Zeit nur im englischen Original erhältlich, erscheint aber voraussichtlich im Juli (?) auch auf deutsch. So schrecklich viel Text hat das Spiel aber gar nicht, dass das von Relevanz wäre. ;)

Hersteller/Vertrieb: Floodgate Games

Mein Eindruck?

Sehr, sehr schönes, kleines Spiel. Es ist auf der einen Seite recht einfach gehalten (vor allem, was die Regeltiefe angeht), aber bedarf doch ein angenehmes Maß an konkreter Planung und Notfallplanung, denn manchmal hat man einfach nicht genügend Glück die erwünschten Würfel zu bekommen, geschweige denn, dass sie noch ausliegen, bis man an der Reihe ist, einen auszuwählen. ^^
Ich werde mir das Spiel auf jeden Fall zulegen. Eigentlich hätte ich es sogar schon, wenn Roskothen in Duisburg denn die englische Version vorrätig gehabt hätte. ;)

So, nun aber genug für heute.

Gruß
Peter

Brettspielabend VI

Es ist wieder Zeit für einen Bericht zu einem weiteren Brettspielabend, denke ich. Heute wird er auch nicht ganz so lang, denn von der Hälfte der Spiele habe ich bereits einmal berichtet.

Terraforming Mars

2018-05-26_brettspielabend_01
Quelle: Schwerkraft Verlag

Worum geht es?

Verschiedene Gesellschaften wurden von der Erdregierung ausgeschickt, um den Mars zu erschließen und bewohnbar zu machen. Dafür müssen nicht nur Temperatur und Sauerstoffgehalt erhöht werden, sondern es muss auch für genügend Wasser (Ozeane) gesorgt werden. Das alles kostet allerdings mehr Geld, als die Erdregierung in jedem Zyklus zur Verfügung stellt, also muss man sich auch noch ein paar erträglöiche Geschäfte aufbauen oder zumindest seinen Stand beim Auftraggeber erhöhen, damit der doch etwas mehr rausrückt. ;)
Die Optionen Punkte zusammeln oder die eingene, kleine Wirtschaft zu erweitern sind zahlreich und reichen über das Errichten von Minen oder Städten bis zu technischen Patenten oder sogar Asteroideneinschlägen.

Hersteller/Vertrieb: Schwerkraft Verlag

Mein Eindruck?

Sicher ist der Eindruck nach nur einer Runde noch etwas eingeschränkt, aber ich finde Terraforming Mars wirklich gut und über kurz oder lang wird es wohl auch in meinem Regal stehen. Das Spiel hat eine angenehme Komplexität, ohne dabei, wie bei manch anderen Spielen, unterschwellig zu fordern, dass man das Spiel und all seine Siegtaktiken auswendig lernen sollte, um es wirklich zu spielen. Ich fand einfach, dass es sich auch gut spielt, wenn man vorher noch gar nicht großartig weiß, welche Taktiken sinnvoll sein werden.
Gerne wieder. :)

Arena of the Gods & Trôl

Von beiden Spielen habe ich bereits im Rahmen eines andere Spieleabends berichtet, deswegen nur ein paar schnelle Worte.

Arena of the Gods kann man wunderbar immer mal als Intermezzo einbauen. Die Regeln sind einfach und übersichtlich und der Rest erklärt sich durch die Ausrüstungskarten und kurzes Ausprobieren.
Trôl war bei unserem ersten Versuch noch etwas „hölzern“, aber das zweite Mal hat es richtig gut funktioniert. Ich denke, dass dürfte auch ein Standardtitel auf unserer Spieleliste werden.

Chaos in der alten Welt

2018-05-26_brettspielabend_02
Quelle: Amazon.de

Worum geht es?

Die vier Chaosgötter der alten (Warhammer) Welt (und im Fünf-Spieler-Modus noch die gehörnte Ratte) versuchen die Welt der Menschen zu erobern und ins Chaos zu stürzen. Weil sie sich untereinander aber keineswegs grün sind, kommen sie sich dabei gegenseitig fleißig in die Quere.
Man positioniert seine beschworenen kleinen bis großen Dämonenviecher (oder Skaven) in verschiedenen Bezirken auf der Karten und versucht diese dann zu verheeren oder durch andere Aktionen Punkte zu sammeln. Jeder Gott hat dabei eine Art eigenes Regelwerk. Eigene Sonderfähigkeiten, welche die Spielerfahrung jedes Gottes etwas anderes gestalten sollen.

Hersteller/Vertrieb: Heidelberger bzw FFG (nicht mehr in Produktion)

Mein Eindruck?

…meh…

Ach, soll ich noch etwas ins Detail gehen? :)
Für mich wirkt das Spiel zu gezwungen. „Map Control“ nennt man diese Variante von Spielen, glaube ich, und aus meiner Sicht wirkt diese Ausprägung schlicht zu gezwungen. Die Karten, die Themen der Götter und einige andere Elemente sind krampfthaft auf die Hintergrundstory geprägt. Das macht es zwar zu einer netten Geschichte, aber im Spielfluss hatte ich jedes Mal wieder einen Eindruck in folgender Art:
„OK, durch meinen Gott sagt mir das Spiel, dass ich so und so spielen sollte bzw. müsste. Ich sehe aber nicht, wie das sinnvoll funktionieren soll bzw. wer sich da die Ressourcenplanung erdacht hat. Die geht nämlich nicht auf, wenn auch Punkte dabei herauskommen sollen.“
Aus meiner Sicht also ein Spiel, das man sich sparen kann. Da es auch noch Out of Production ist (FFG hat seit zwei Jahren oder so keine GW-Lizenz mehr), läuft man Gefahr auch noch mehr als Originalpreis zu bezahlen. Dann würde ich doch eher auf Blood Rage ausweichen. Dessen Prinzig ist sehr ähnlich und es wird insgesamt runder.

Gruß
Peter

Brettspielabend V

Und wieder war ich in der glücklichen Situation eines Brettspielabends, von dem ich euch berichten möchte. Streng genommen waren es sogar zwei, denn dieser ist schon fast einen Monat her und ein weiterer, von dem ich aber ein anderes Mal berichten werde, fand gestern statt.

Der Pate

2018-04-22_brettspielabend_01
Quelle: Asmodee

Worum geht es?

Die Mafia regiert New York und jede der einzelnen Fraktionen versucht die meiste Gunst bei Don Corleone, dem Paten, zu erlangen und nebenbei auch noch einen Haufen Kohle zu machen. Um da zu erreichen muss man seine Untergebenen und Familienmitglieder geschickt in den Bezirken der Stadt platzieren. Mit ihnen sammelt man dann verschiedene Ressourcen oder neue Aufträge oder knippst dann und wann einfach Figuren anderer Fraktionen aus. Wenn ein Auftrag „im Vorbeifahren“ heißt und zwei Thommygun-Ressourcen benötigt, sagt das doch schon so einiges aus. :)

Hersteller/Vertrieb: Asmodee

Mein Eindruck?

Sicher kein Spiel für jedermann, aber ich mag es definitiv. Man benötigt eine gewisse Taktik und einen ungefähren Plan, wie man seine Punkte erreichen will  (und ohne die paar kleinen Spielfehler, die wir gemacht haben, funktioniert das auch richtig gut), aber es ist nicht damit überlden, wie das bei anderen Spielen gerne mal der Fall ist.
Der Anschaffungspreis ist mit 75 Euro allerdings eine etwas andere Hausnummer. Von daher sollte man sich doch vorher noch ein paar echte Spielberichte anschauen, bevor man diese Investition eingeht. ;)

Blood Rage

2018-04-22_brettspielabend_02
Quelle: Asmodee

Worum geht es?

Ragnarök steht bevor und bevor alle neun Welten und Yggdrasil verbrannt sind versuchen die verschiedenen Wikingerstämme noch möglichst viel Ruhm zu erlangen, indem sie plündernd umherziehen und sich gegenseitig die Schädel einschlagen.
Erlangen können sie den Ruhm durch zahlreiche Aktionen und vor allem Punktesynergien.

Hersteller/Vertrieb: Asmodee

Mein Eindruck?

Kein schlechtes Spiel, aber auch nicht mein Riesenfavorit. Warum fragt ihr? Das Spiel hat doch so viele gute Bewertungen erhalten?
Joah, es ist ja auch kein schlechtes Spiel, aber von seinen Mechaniken verführt es zu einer Art Power Gaming, für welches man streng genommen die ganzen Karten auswendig kennen muss. Und so etwas mag ich nicht. Ein gutes Gesellschaftsspiel funktioniert auch ohne, dass ich es auswendig kenne.
Ich sehe es im Nachhinein positiv: Wenn ich es spielen will, weiß ich, dass ein ein Freund besitzt und zur nächsten Runde mitbringen kann, und ich bin nicht mehr versucht es mir wegen der Figuren und dem Hype zu kaufen. ;)

Les Poilus / The Grizzled

2018-04-22_brettspielabend_03
Quelle: http://www.spielkult.de/lespoilus.htm

Worum geht es?

Der erste Weltkrieg ist im vollen Gange und zwei bis fünf Kameraden harren im Schützengramen nach seinem Ende und um ihre geistige Gesundheit. Gemeinsam muss man sich teils vorsichtig, teils mutig durch den Kartenstapel arbeiten. Manchmal handelt man sich dabei aber Psychosen ein, die man nur wieder loswerden kann, wenn einen die Kameraden ausreichen unterstützen. Es kann so aber pro Runde immer nur ein Kamerad aufgemuntert werden und so gerät man schnell mal in haarige Situationen und muss gemeinsam abwägen, wie man das Spiel ggf. noch überlisten kann.

Hersteller/Vertrieb: Sweet November (kein Link gefunden)

Mein Eindruck?

Ein schönes, kleines Spiel, wenn man sich erst einmal ein wenig hineingefunden hat. Ich bin mir nicht sicher, ob wir alles richtig gespielt  haben oder ob wir nicht vielleicht etwas mehr als gedacht kommuniziert haben, aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Außerdem mag ich das Artwork des Spiels.
Und da wird es dann auch etwas ernster. Zum einen wegen der Thematik des Spiels, denn schließlich spielt man in abstahierter Form die Grauen aus den Schützengräben des ersten Weltkrieges nach. Zum anderen aber auch – und das war mir bis zur erneuten Recherche gar nicht mehr bewusst – weil der Zeichner dieses Spiel 2015 beim Terroranschlag auf das Magazin Charlie Hebdo in Paris zu Tode gekommen ist.

Was sonst?

Neben den bereits erwähnten Spielen haben wir auch wieder eine Runde „Arena of the Gods“ gespielt, doch darüber habe ich bereits im Rahmen des letzten Brettspieleabends berichtet. Von daher spare ich mir weitere Worte. :)

In diesem Sinne noch einen schönen Abend underfolgreiches Zocken.

Gruß
Peter

Brettspielabend IV

Willkommen zurück zum Brettspielabend.
Eigentlich ist dies sogar der fünfte, aber zwischendurch ist mir einfach mal einer abhanden gekommen und ich habe einfach nicht die Zeit gefunden, über ihn zu schreiben. Aber was soll’s. Irgendwann kommen auch die Spiele von diesem verlorenen Abend wieder auf den Tisch und dann berichte ich halt jenes Mal von ihnen.

Schauen wir also auf die Spiele vom fünften Brettspielabend … äh vierten … ach egal. ;)

Arena of the Gods

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Quelle: Iello Games

Worum geht es?

Jeder Spieler steuert einen von Göttern (oder Chuck Norris) inspirierten Helden und alle werden in eine Arena geschickt, um dort gegeneinander anzutreten. Bevor es losgeht, wird aber erst einmal auf Ausrüstung und Zauber geboten und zwar mit den eigenen Lebenspunkten.
Hier geht es also ein wenig ums Pokern, nicht zu viele Lebenspunkte auszugeben und in folge zu zerbrechlich zu werden und gleichzeitig aber eine halbwegs brauchbare Ausrüstungskombination abzubekommen. Denn über die Ausrüstung kann man dafür sorgen, dass man man aus den Würfelnergebnissen in der Kampfphase mehr machen kann als nur mit den Standardaktionen.

In besagter Kampfphase geht es dann ans Eingemachte. Doch es bringt nicht, einfach den erstbesten Gegner zu Matsch zu prügeln, denn sobald ein Kämpfer zu Boden geht, ist der Kampf vorbei und es wird ausgewertet.
Da am Ende der Spieler gewinnt, der noch am meisten Lebenspunkte übrig hat, sollte man versuchen möglichst dosiert alle runterzuprügeln oder prügeln zu lassen und selbst den Kämpfen so gut wie möglich aus dem Weg gehen.

Hersteller/Vertrieb: Iello Games

Mein Eindruck?

Auf jeden Fall interessant. Es ist deutlich anders, als das, was ich sonst so gespielt habe, und ich kann es ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen. Ob es jedoch für jedermann tauglich ist, weiß nicht nicht. Man muss die Mischung aus anfänglichem, leichten Poker und darauf folgendem, taktischen Gewürfel mögen. Wenn das jedoch zu einem passt, hat man sicher ein schickes Spiel für so manche Kurzweil. :)

Trôl

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Quelle: Boardgame Geeks

Worum geht es?

Trôl (Wenn man es sucht, dann nur mit dem Dach, denn ansonsten gibt es zu viele Ergebnisse. Und es hilft, wenn man Französisch kann) ist einer meiner Spontankäufe von der Spiel’17. Der Stand war, soweit ich mich erinnere, relativ unscheinbar, aber ganz gut positioniert. OK, vielleicht ist meine Erinnerung auch Humbug. ;)

Zum Spiel: Jeder Spieler führt einen Trôl-Stamm an, der durchgefüttert werden muss und danach strebt den größten Ruhm und die besten Jagdtrophäen zu sammeln. Klingt soweit erstmal einfach. Ist es aber nicht.
Jede Beute hat einen Mindestwert an Jagdstärke, der erreicht werden muss, damit die Jagd erfolgreich ist, und einen Maxwert, der nicht überschritten werden darf, ansonsten zerplatzt die Beute. In letzterem Fall erhält der Zerplatzer zwar die Jagdtrophäe, aber was hilft es, wenn am Ende der eigene Stamm verhungert ist?
Denn da liegt der Hase im Pfeffer begraben. Sobald alle Stammeskarten ausgespielt sind, werden noch die letzten Jagden ausgewertet und dann geht es ans Eingemachte. Abhängig von der Anzahl der Mitspieler fliegen der Stamm oder die zwei Stämme mit dem wenigsten erjagdten Futter raus. Urks. In der zweiten und dritten Auswertungsstufe geht es noch um die Jagdtrophäen und um die Anzahl der Überlebenden und der Spieler, der zum Schluss noch übrig ist, hat gewonnen. Brettspielabend IV weiterlesen