Brettspielabend VI

Es ist wieder Zeit für einen Bericht zu einem weiteren Brettspielabend, denke ich. Heute wird er auch nicht ganz so lang, denn von der Hälfte der Spiele habe ich bereits einmal berichtet.

Terraforming Mars

2018-05-26_brettspielabend_01
Quelle: Schwerkraft Verlag

Worum geht es?

Verschiedene Gesellschaften wurden von der Erdregierung ausgeschickt, um den Mars zu erschließen und bewohnbar zu machen. Dafür müssen nicht nur Temperatur und Sauerstoffgehalt erhöht werden, sondern es muss auch für genügend Wasser (Ozeane) gesorgt werden. Das alles kostet allerdings mehr Geld, als die Erdregierung in jedem Zyklus zur Verfügung stellt, also muss man sich auch noch ein paar erträglöiche Geschäfte aufbauen oder zumindest seinen Stand beim Auftraggeber erhöhen, damit der doch etwas mehr rausrückt. ;)
Die Optionen Punkte zusammeln oder die eingene, kleine Wirtschaft zu erweitern sind zahlreich und reichen über das Errichten von Minen oder Städten bis zu technischen Patenten oder sogar Asteroideneinschlägen.

Hersteller/Vertrieb: Schwerkraft Verlag

Mein Eindruck?

Sicher ist der Eindruck nach nur einer Runde noch etwas eingeschränkt, aber ich finde Terraforming Mars wirklich gut und über kurz oder lang wird es wohl auch in meinem Regal stehen. Das Spiel hat eine angenehme Komplexität, ohne dabei, wie bei manch anderen Spielen, unterschwellig zu fordern, dass man das Spiel und all seine Siegtaktiken auswendig lernen sollte, um es wirklich zu spielen. Ich fand einfach, dass es sich auch gut spielt, wenn man vorher noch gar nicht großartig weiß, welche Taktiken sinnvoll sein werden.
Gerne wieder. :)

Arena of the Gods & Trôl

Von beiden Spielen habe ich bereits im Rahmen eines andere Spieleabends berichtet, deswegen nur ein paar schnelle Worte.

Arena of the Gods kann man wunderbar immer mal als Intermezzo einbauen. Die Regeln sind einfach und übersichtlich und der Rest erklärt sich durch die Ausrüstungskarten und kurzes Ausprobieren.
Trôl war bei unserem ersten Versuch noch etwas „hölzern“, aber das zweite Mal hat es richtig gut funktioniert. Ich denke, dass dürfte auch ein Standardtitel auf unserer Spieleliste werden.

Chaos in der alten Welt

2018-05-26_brettspielabend_02
Quelle: Amazon.de

Worum geht es?

Die vier Chaosgötter der alten (Warhammer) Welt (und im Fünf-Spieler-Modus noch die gehörnte Ratte) versuchen die Welt der Menschen zu erobern und ins Chaos zu stürzen. Weil sie sich untereinander aber keineswegs grün sind, kommen sie sich dabei gegenseitig fleißig in die Quere.
Man positioniert seine beschworenen kleinen bis großen Dämonenviecher (oder Skaven) in verschiedenen Bezirken auf der Karten und versucht diese dann zu verheeren oder durch andere Aktionen Punkte zu sammeln. Jeder Gott hat dabei eine Art eigenes Regelwerk. Eigene Sonderfähigkeiten, welche die Spielerfahrung jedes Gottes etwas anderes gestalten sollen.

Hersteller/Vertrieb: Heidelberger bzw FFG (nicht mehr in Produktion)

Mein Eindruck?

…meh…

Ach, soll ich noch etwas ins Detail gehen? :)
Für mich wirkt das Spiel zu gezwungen. „Map Control“ nennt man diese Variante von Spielen, glaube ich, und aus meiner Sicht wirkt diese Ausprägung schlicht zu gezwungen. Die Karten, die Themen der Götter und einige andere Elemente sind krampfthaft auf die Hintergrundstory geprägt. Das macht es zwar zu einer netten Geschichte, aber im Spielfluss hatte ich jedes Mal wieder einen Eindruck in folgender Art:
„OK, durch meinen Gott sagt mir das Spiel, dass ich so und so spielen sollte bzw. müsste. Ich sehe aber nicht, wie das sinnvoll funktionieren soll bzw. wer sich da die Ressourcenplanung erdacht hat. Die geht nämlich nicht auf, wenn auch Punkte dabei herauskommen sollen.“
Aus meiner Sicht also ein Spiel, das man sich sparen kann. Da es auch noch Out of Production ist (FFG hat seit zwei Jahren oder so keine GW-Lizenz mehr), läuft man Gefahr auch noch mehr als Originalpreis zu bezahlen. Dann würde ich doch eher auf Blood Rage ausweichen. Dessen Prinzig ist sehr ähnlich und es wird insgesamt runder.

Gruß
Peter

Advertisements

Tipps & Tricks – Spiegelfolie

Manchmal findet man in der schieren Flut an oft sehr minderwertigen Informationen im World Wide Web doch echte Goldstücke. So war es in meinem Fall bei einem DIY- oder 5-Minute-Crafts- oder so -Video.
Eigentlich ging es in diesem Video darum seiner Smartphone-Hülle mehr Bling-Bling zu verpassen, doch damit kann ich dann so wirklich nichts anfangen. Die Idee hingegen war wirklich gut und musste bei passender Gelegenheit auf meine Figuren angewandt werden.

Was wird benötigt?

  • eine alte CD (DVD dürfte auch gehen) mit möglichst wenig Aufdruck
  • relativ kräftiges Klebeband (in meinem Fall reichte billiges Paketklebeband)
  • eine kleine Schere
  • irgendwas zum „Abpausen“ der Form (habe billiges Malerkrepp genommen)
  • Leim, Pinsel, Bastelmesser (Standardkram eben)
2018-05-21_spiegelfolie_01
unfertige Spiegel

Hier sehen wir zwei der Figuren, deren Spiegel mit echter Reflektion versehen werden sollen. Die Form der beiden Spiegel hatte ich schon abgezeichnet, als sie noch nicht bemalt waren.

2018-05-21_spiegelfolie_02
geschlachtete CD … ähm, .. Spiegelfolie

Als Spiegelfolie möchte ich die Reflektionsschicht einer alten CD verwenden. Am besten eine Stelle ohne Aufdruck, denn soweit meine Versuche gehen, scheint zB Schrift gerne mal durch und das wäre irgendwie doof.

2018-05-21_spiegelfolie_04
Spiegelfolie auf Klebeband

Ich habe billiges Paketklebeband verwendet, um die Schicht von der CD zu entfernen und ihr auch gleich einen Untergrund zu geben. Lose hält die nämlich nix aus.
Vermutlich durch die Kombination aus Alter und geringer Qualität des Silberlings reichte bei mir schon die reine Klebekraft des Trägermediums, um die Silberfolie abzureißen. Für den Fall, dass mehr benötigt wird, kann man mit einem Bastelmesser einen kleinen Schnitt in die Reflektionsschicht machen und somit ihre Integrität reduzieren. Tipps & Tricks – Spiegelfolie weiterlesen

Experimente – Kupfer & Messing

Ich habe mal wieder ein wenig experimentiert. Meine Wolsung-Figuren standen sozusagen im Weg und am einfachsten kann das wohl beheben, indem man sie bemalt, damit man sie dann in die Vitrine umziehen kann. Weil ich meine erste Wolsung-Figur aber schon in NMM bemalt hatte, musste es nun also auch so weitergehen. Aber schon irgendwie doof, wenn man sich die Inventors gekauft hat, die zu gefühlt 3/4 aus Robotern und und Steampunk-Ersatzgliedmaßen besteht. ^^
Also habe ich mich mal etwas an NMM-Kupfer bzw. -Messing versucht. Oder zumindest an dem, was ich als solches bezeichnen würde. Und was sagt ihr? Kann man das unten gezeigte als Kupfer bzw. Messing durchgehen lassen?

Gruß
Peter

Ironjawz – Projektupdate Mai’18

Nachdem der April in Sachen Hobby nun nicht wirklich so gelaufen ist, wie ich mir das vorgestellt hatte, dachte ich mir, es wird mal Zeit für ein kleines Projektupdate.
Die Ardboyz sind weiterhin nicht meine Favoriten und entsprechend geht der Malfortschritt etwas schleppend voran, aber es wird so langsam. Es fehlen tatsächlich nur noch ein paar Details, aber die fressen eben gerne einen Haufen Zeit und Aufwand. Sobald die fertig sind werde ich aber wohl doch erstmal eine kleine Pause von meinen Orks machen… bevor ich den Nachschub zusammenbaue und die paar Nachzügler (Schweine und Schamane) bemale.
So, nun aber zu den Bildern.
Bis demnächst.

Gruß
Peter

Brettspielabend V

Und wieder war ich in der glücklichen Situation eines Brettspielabends, von dem ich euch berichten möchte. Streng genommen waren es sogar zwei, denn dieser ist schon fast einen Monat her und ein weiterer, von dem ich aber ein anderes Mal berichten werde, fand gestern statt.

Der Pate

2018-04-22_brettspielabend_01
Quelle: Asmodee

Worum geht es?

Die Mafia regiert New York und jede der einzelnen Fraktionen versucht die meiste Gunst bei Don Corleone, dem Paten, zu erlangen und nebenbei auch noch einen Haufen Kohle zu machen. Um da zu erreichen muss man seine Untergebenen und Familienmitglieder geschickt in den Bezirken der Stadt platzieren. Mit ihnen sammelt man dann verschiedene Ressourcen oder neue Aufträge oder knippst dann und wann einfach Figuren anderer Fraktionen aus. Wenn ein Auftrag „im Vorbeifahren“ heißt und zwei Thommygun-Ressourcen benötigt, sagt das doch schon so einiges aus. :)

Hersteller/Vertrieb: Asmodee

Mein Eindruck?

Sicher kein Spiel für jedermann, aber ich mag es definitiv. Man benötigt eine gewisse Taktik und einen ungefähren Plan, wie man seine Punkte erreichen will  (und ohne die paar kleinen Spielfehler, die wir gemacht haben, funktioniert das auch richtig gut), aber es ist nicht damit überlden, wie das bei anderen Spielen gerne mal der Fall ist.
Der Anschaffungspreis ist mit 75 Euro allerdings eine etwas andere Hausnummer. Von daher sollte man sich doch vorher noch ein paar echte Spielberichte anschauen, bevor man diese Investition eingeht. ;)

Blood Rage

2018-04-22_brettspielabend_02
Quelle: Asmodee

Worum geht es?

Ragnarök steht bevor und bevor alle neun Welten und Yggdrasil verbrannt sind versuchen die verschiedenen Wikingerstämme noch möglichst viel Ruhm zu erlangen, indem sie plündernd umherziehen und sich gegenseitig die Schädel einschlagen.
Erlangen können sie den Ruhm durch zahlreiche Aktionen und vor allem Punktesynergien.

Hersteller/Vertrieb: Asmodee

Mein Eindruck?

Kein schlechtes Spiel, aber auch nicht mein Riesenfavorit. Warum fragt ihr? Das Spiel hat doch so viele gute Bewertungen erhalten?
Joah, es ist ja auch kein schlechtes Spiel, aber von seinen Mechaniken verführt es zu einer Art Power Gaming, für welches man streng genommen die ganzen Karten auswendig kennen muss. Und so etwas mag ich nicht. Ein gutes Gesellschaftsspiel funktioniert auch ohne, dass ich es auswendig kenne.
Ich sehe es im Nachhinein positiv: Wenn ich es spielen will, weiß ich, dass ein ein Freund besitzt und zur nächsten Runde mitbringen kann, und ich bin nicht mehr versucht es mir wegen der Figuren und dem Hype zu kaufen. ;)

Les Poilus / The Grizzled

2018-04-22_brettspielabend_03
Quelle: http://www.spielkult.de/lespoilus.htm

Worum geht es?

Der erste Weltkrieg ist im vollen Gange und zwei bis fünf Kameraden harren im Schützengramen nach seinem Ende und um ihre geistige Gesundheit. Gemeinsam muss man sich teils vorsichtig, teils mutig durch den Kartenstapel arbeiten. Manchmal handelt man sich dabei aber Psychosen ein, die man nur wieder loswerden kann, wenn einen die Kameraden ausreichen unterstützen. Es kann so aber pro Runde immer nur ein Kamerad aufgemuntert werden und so gerät man schnell mal in haarige Situationen und muss gemeinsam abwägen, wie man das Spiel ggf. noch überlisten kann.

Hersteller/Vertrieb: Sweet November (kein Link gefunden)

Mein Eindruck?

Ein schönes, kleines Spiel, wenn man sich erst einmal ein wenig hineingefunden hat. Ich bin mir nicht sicher, ob wir alles richtig gespielt  haben oder ob wir nicht vielleicht etwas mehr als gedacht kommuniziert haben, aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Außerdem mag ich das Artwork des Spiels.
Und da wird es dann auch etwas ernster. Zum einen wegen der Thematik des Spiels, denn schließlich spielt man in abstahierter Form die Grauen aus den Schützengräben des ersten Weltkrieges nach. Zum anderen aber auch – und das war mir bis zur erneuten Recherche gar nicht mehr bewusst – weil der Zeichner dieses Spiel 2015 beim Terroranschlag auf das Magazin Charlie Hebdo in Paris zu Tode gekommen ist.

Was sonst?

Neben den bereits erwähnten Spielen haben wir auch wieder eine Runde „Arena of the Gods“ gespielt, doch darüber habe ich bereits im Rahmen des letzten Brettspieleabends berichtet. Von daher spare ich mir weitere Worte. :)

In diesem Sinne noch einen schönen Abend underfolgreiches Zocken.

Gruß
Peter

Kurzgeschichten, Pen&Paper-Anekdoten, Tabletop-Modeling, -bemalung, -geländebau und vieles mehr gegen akute Langeweile nach Feierabend.