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Spielbericht – WH40K – 2vs2, 6000Pkt – Runde 1

„Getadelt wird, wer Schmerzen kennt
Vom Feuer, das die Haut verbrennt
Ich werf ein Licht
In mein Gesicht
Ein heißer Schrei
Feuer frei!“
– Rammstein –

Willkommen zurück zum Apokalypse-Spielbereicht 2014. Der erste Teil liegt schon ein paar Tage zurück. In ihm hatte ich nicht nur das Spielszenario vorgestellt, sondern auch die Armeelisten und bin im Detail auf die Aufstellung der beiden Team eingegangen.
Wer also den ersten Teil noch nicht gelesen hat, sollte das hier erst einmal nachholen. ;)

Im heutigen zweiten Teil geht es endlich ums Ganze: die erste Spielrunde. Die Teams tasten sich langsam vor, locken sich aus der Reserve und hauen sich die ersten Rakten etc um die Ohren.
Also dann mal Butter bei die Fische! :)

Apoklaypse 2014-01 - Das Schlachtfeld
Apoklaypse 2014-01 – Das Schlachtfeld

Team 1 (Dark Angels und Tau) startete auf der linken Seite des Schlachtfeldes. Team 2 (Ultramarines und Tyraniden) auf der anderen. Außerdem hatten Team 2 die Initiative gewonnen und duurfte daher als erstes aktiv werden.

Tyraniden a.k.a. Schwarzkäfer

Sorgfältig beobachtete Commander Kanyoan seinen taktischen Bildschirm. Seine eigenen Lufteinheiten hielten sich wie befohlen auf Abstand während der Feind die Jäger der Verbündeten - bei einem kurzen Treffen vor der Schlacht hatte ihr Anführer sich als Azrael und seine Untergebenen als die Dark Angels vorgestellt - in einige Kleingefechte verwickelt hatte. O'Kanyoan hatte jedoch für sich beschlossen nicht ein zu greifen, solange der Kriegsherr der Menschen nicht um Hilfe bat. Die Piloten seines Kaders waren ähnlich instruiert.
Die schweren Staubwolken am Horizont begannen sich langsam zu legen und gaben den Blick auf mehrere, schwere Panzerfahrzeuge auf einer Linie mit den Verteidigungsreihen der Tau preis. Auf dem entfernten Ende des Schlachtfeldes hingegen zeichneten die Sensoren seines Kampfanzuges einige abscheulich, groteske Bestien auf. O'Kanyoan kannte sie nur zu gut und hatte vor vielen Jahren - er selbst war damals noch ein Shas'ui gewesen - selbst mitterlebt, wie ihnen beinahe ein Planet des Sternenreiches zum Opfer gefallen war.
"Wie gut, dass das heute nicht wieder der Fall sein wird", murmelte er leise zu sich selbst.
Runde 1 - Tyras brüten Termaganten aus
Runde 1 – Tyras brüten Termaganten aus

.Die erste Runde der Tyraniden war relativ übersichtlich. Die Tervigone taten das, wofür sie aufgestellt wurden und brüteten einen Haufen Termaganten aus, die sofort den Dark Angels entgegen geschickt wurden.

Runde 1 - Aufmarsch der Termaganten und Platzierung einer Sporenmine
Runde 1 – Aufmarsch der Termaganten und Platzierung einer Sporenmine

Außerdem schoss eine der Einheiten (mir fehlt das Wissen, um zu sagen, welche es war) eine Sporenmine mitten vor einen Bike-Trupp der Dark Angels (und somit in den dortigen Sporennebel hinein). Spielbericht – WH40K – 2vs2, 6000Pkt – Runde 1 weiterlesen

Spielbericht – WH40K – 2vs2, 6000Pkt – Einleitung

„Hey, Jungs! Wo ist euer befehlshabender Offizier?“
„Der? Der ist vor ungefähr 2 Monaten auf `ne Landmine getreten. Den hat’s im hohen Bogen in die Hölle geblasen.“
– Apocalypse Now –

Vorwort

Herzlich Willkommen zu meinem ersten Spielbericht und weil ich etwas masochistisch veranlagt bin, wird es gleich einer zu einem so komplexen Spiel wie Warhammer 40.000 Apokalypse (oder eher Pseudo-Apokalypse). Gespielt wurde in zwei Teams zu je zwei Fraktionen, wobei Team 1 effektiv von drei Spielern und Team 2 von zwei Spielern gelenkt wurde. Auf jeder Seite wurden 6000 Punkte aufgestellt.

Team 1 setzte sich zusammen aus Einheiten der Dark Angels und meinen Tau, während Team 2 aus Tyraniden und Ultramarines bestand. Rein regeltechnisch zumindest, denn vom Fluff her ist ja beides eine eher ungewöhnliche bis unsinnige Kombination.
Es wurde eben das gespielt, was bei den Mitspielern verfügbar war. Zum storytechnischen HIntergrund kommt gleich noch etwas mehr.
Gespielt wurde mit Ausnahme der Tyraniden nach neuen Codizes.

Was gibt es sonst noch im Vorfeld zu erwähnen?

Nun, es handelte sich um ein Freundschaftsspiel also stand der Spaß im Vordergrund. Auch war keiner der Mitspieler wirklich firm, was die Regeln angeht, denn es handelt sich bei allen um Menschen, die einem normalen Tagesjob nachgehen und bei denen Tabletop wirklich nur ein Zeitvertreib ist, wenn die Zeit tatsächlich übrig ist.
Entsprechend kann es natürlich sein, dass die eine oder andere Situation nicht ganz regelkonform ausgespielt wurde. Mir ist selbst im nachhinein aufgefallen, dass ich ein paar Fehler gemacht habe. Spaß gemacht hat es alle mal und das zählt doch oder nicht? :)
Einige Manöver wirken – für Außenstehende – bestimmt auch unsinnig, doch, wie gesagt, die Spielerafhrung der Teilnehmer war … übersichtlich.

Des weiteren liegt das Spiel jetzt, da ich endlich zum Schreiben komme, schon ein par Tage zurück. Ich habe mir zwar jede Menge Notizen gemacht, doch trotzdem gehe ich davon aus, dass mir einige Details abhanden gekommen sind. Auch das mag also zu unklaren Situationen führen.
Ich werde aber mein bestes tun und möglichst tief in den grauen Windungen meiner Erinnerungen graben. ;)
Außerdem kenne ich zwar meine Einheiten ganz gut, aber bei den Space Marines wird es schon ein wenig dünner und bei den Tyraniden dann entgültig löchrig. Falls ich also hier und da etwas falsch benenne, nicht böse nehmen. ;)

Die Fotos – und von denne haben ich dieses Mal einige gemacht – könnten besser belichtet sein und diverse Zwischenschritte fehlen. Auch hier bitte ich, etwas Nachsicht walten zu lassen. Ich denke, wer selbst schon ein paar Spiele hinter sich hat und ggf den einen oder anderen Speilbericht geschrieben hat, wird wissen, wie viel Aufwand dahinter steckt, zu knipsen, zu schreiben und gleichzeitig auch noch selbst zu speilen, damit die anderen nicht warten müssen. … da kommt mir wieder der kleine Masochist in mir in den Sinn. ;P

Da sich das Spiel über vier Runden erstreckt hat und ich ihn daher zu umfangreich für einen einzigen Artikel halte, werde ich außerdem einen 5-Teiler daraus machen.
Es lohnt sich also sich hier im Blog um zu schauen, ob es schon weitere Teile gibt. ;)

Und noch ein ganz besonderer Punkt:
Dies wird kein normaler Spielbericht, sondern ein „prosaisch interpretierter“. Keine Ahnung, ob es das gibt. Falls nicht, mache ich vielleicht ein Trademark daraus oder gründe einen neuen Trend. :D
Was aber soll das bedeuten?
Ganz einfach. Meine Absicht ist es, einen Bericht zu verfassen, der zu einem Teil aus der neutralen Perspektive eines Spielers und Beobachters geschrieben ist und zum anderen die Geschichte hinter dem Spiel erzhält. Und zwar aus der Sicht einiger Mitglieder meines Tau-Jagdkaders. :) Ein paar solcher in sich geschlossenen Hintergrundgeschichten sind schon hier im Blog zu finden ( Commander, Kroot, Feuerklinge )
Bin gespannt, ob der Plan aufgeht.
So richtig wird das wohl erst im nächsten Teil losgehen, doch vielleicht lege ich einfach mal mit ein paar einfachen Dingen los.

Das Szenario

Shas'o Kanyoan betrachtete nachdenklich die Datendisk in seiner Hand. Der Berater der Wasserkaste ließ noch imemr auf sich warten, also nutze er die Zeit und drückte abermals auf den Wiedergabe-Knopf.
Über dem kleinen, holographischen Projektor des Gerätes erschien die Gestalt eines Menschen in Robe. O'Kanyoan verzog unbewusst zu einer Fratze, die seine Verachtung nicht verbergen konnte. Nur das künstliche Auge und die es umgebende Metallplatte, die er Mitgliedern dieser Rasse zu verdanken hatte, blieben regungslos. Die KI in seinem Kopf allerdings scannte jedes Detail und blendete in seinem Sichtfeld alle Zusatzinformationen ein, welche das Datennetzwerk des Sternenreiches zu bieten hatte. Die Ikonographie des Menschen - zwei stylisierte Flügel mit einem Schwert in der Mitte - wurde von ihr mit der Identifikationsnummer 1 versehen. Eine genauere Bezeichnung kannte man nicht.
"Ich grüße euch, ehrenwerte Anführer der Tau", begann der automatische Übersetzungsalgorythmus etwas holprig. Ein erfahrener, lebendiger Übersetzter wäre dem Commander lieber gewesen, doch - er blickte erneut zur Tür - der ließ weiterhin auf sich warten.
Keine Sekunde später - wie auf ein Stichwort hin - öffnete sie sich und eine Silhouette mit unverkennbar gesenkten Blick erschien im Durchgang. O'Kanyoan drückte den Pause-Knopf und wartete.
"Shas'o Kanyoan?", fragte der Neuankömmling kleinlaut.
"Treten sie ein", erwiederte O'Kanyoan, ohne dass er auch nur einen Gedanken daran verschwendete, seine Missstimmung zu verbergen.
Der Por'ui näherte sich mit zügigen Schritten und verbeugte sich vor tief vor dem Commander.
"Bitte entschuldigen Sie, aber..."
"Lassen sie es gut sein", unterbrach ihn O'Kanyoan, "Ich habe hier etwas, bei dem ich dringend ihre Expertise benötige."
Er setzte den Status des Abspielgerätes zurück und schaltete die Übersetzungssoftware aus, bevor er erneut die Wiedergabe startete.
"Sie sind doch in der Sprache der Menschen bewandert oder etwa nicht?", fragte O'Kanyoan den Vre der Wasserkaste ernst. Als Antwort erhielt er ein breites Grinsen.
"Man könnte sagen, ich kenne sie 'ksc mianu gehfenkehcsi' ['wie meine Westentasche']", grisnte er den Commander an. O'Kanyoan sah ihn nur mit großen Augen an. Die Sprache des Feindes klang für ihn immer wieder, als müsse sich jemand erbrechen.

Die beiden sahen sich die Aufzeichnung von Anfang bis Ende an. Hin und wieder bat der Por'ui sogar auf Standbild zu schalten oder gar etwas zurück zu spulen. Dann sah er den Commander mit düsterer Miene an. Von der vorherigen Fröhlichkeit schien nichts mehr verblieben.
"Shas'o, sie bitten uns um Hilfe", schluckte er schwer.
"Um Unterstützung gegen einen Feind, den selbst sie fürchten und..."
"Der sich nur zwei Systeme entfernt von hier eingenistet hat", unterbrach ihn O'Kanyoan und brummte etwas missmutig dabei.
"Glauben Sie, wir können ihnen trauen, Por'ui?"
Der Übersetzer zuckte mit den Schultern.
"Sicher können wir uns bei diesem Volk niemals sein, doch zumindest ihre Furcht scheint ernst zu sein."
"Danke", nickte der dem Por'ui, welcher sich sofort zum Gehen wenden wollte, knapp zu.
"Sie sind noch nicht entlassen", erklärte der Commander in typisch militärischem Tonfall.
"Ich hoffe Sie haben keine Probleme mit Raumkrankheit, denn Sie werden mich begleiten. Ihre Vorgesetzten sind bereits informiert."
Unsicher nickte der Übersetzter.
"Sie sollten sich vielleicht ums Packen kümmern", befahl O'Kanyoan und machte mit einer kurzen Geste klar, dass der Por'ui nun gehen durfte.
Als sich die Tür endlich hinter ihm geschlossen hatte, wandte sich der Commander einer großen Konsole in der Nähe zu. Nur wenige Tastendrücke später erwachte sie zum Leben und zwei Gesichter, vertikal geteilt von einer feinen Linie und dem unterschiedlichen Hintergrund, erschienen auf dem großen Bildschirm.
Links ein etwas älteres Mitglied der Feuerkaste zu erkennen an seinen harten Gesichtzügen. Im Hintergrund war das Gewusel verschiedener, anderer Soldaten zu erkennen.
Rechts die langgezogene, schmale Gestal eines Piloten der Luftkaste und hinter ihm die Brücke eines Raumschiffes.
"Zu Befehl, Shas'o", antworteten beide fast gleichzeitig.
"Komplette Mobilmachung bis 0800 morgen früh", befahl O'Kanyoan mit ehrlichem Respekt gegenüber den beiden Gesprächspartnern in seiner Stimme.
"Ein weiteres Manöver?", fragte Nel'Anshur auf der linken Seite mit etwas Skepsis.
"Nein, scharfe Minution. Ein dringender Einsatz in einem unserer Nachbarsysteme."
Nel'Anshur nickte und salutierte. Der Captain der Luftkaste tat es ihm wortlos gleich. Die beiden wollten gerade die Verbindung beenden und sich ihrer neuen Aufgabe widmen, als der Commander noch etwas nachsetzte.
"Nel'Anshur, für dich habe ich eine besondere Aufgabe abseits der eigentlichen Front."
Die alte Feuerklinge sah seinen Befehlshaber etwas enttäuscht an, doch stand sofort wieder stramm.
"Keine Angst, die wirst es lieben. Stell dir einen Trupp deiner zuverlässigsten Mänenr zusammen."
Beide konnten sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Dann wandte sich der Commander wieder dem Mitglied der Luftkaste zu.
"Und von euch wird er einen Piloten benötigen, der keine Angst hat, seinen Hals zu riskieren."
"Verstanden, Shas'o", nickte der Kor'

Storyhintergrund des Spieltages sollte der Angriff einer Menschenkolonie durch Dämonen (=Tyraniden) und Chaos Space Marines sein, für deren Abwehr die Dark Angels (namentlich Großmeister Azrael) den Commander einer benachbarten Tau-Septe um Hilfe bat. Alternativ könnte man es auch als Tyranidenangriff mit angeschlossenen verseuchten Marines interpretieren. Wobei das mit den verseuchten Marines doch, glaube ich, aus Starcraft ist und mit Zerg zu tun hatte, oder habe ich das falsch in Erinnerung.
Naja, ob Zerg oder Tyraniden, Space Marines oder Space Marines. Haben die nicht eh alle von einander und wieder von anderen „geklaut“? ;P

Vom Fluff her halte ich die Konstellation für total abwegig, aber wie schon im Vorwort erwähnt, waren das eben die verfügbaren Armeen und es ging um den Spaß.
Um ehrlich zu sein, ist ein Großteil des Fluffs von GW eh etwas sehr abgedreht. Gewisse Briten hätten vielleicht weniger saufen sollen oder so. ;)

Das Schlachtfeld

Geplante Schlachtfeldstruktur
Geplante Schlachtfeldstruktur

Der Spieltisch sollte ungefähr in Drittel mit je unterschiedlichem Gelände aufgeteilt werden. Ganz extakt hat das vielleicht nicht geklappt, aber eigentlich doch ganz gut.
Von rechts nach links (Ja, ungewöhnliche Reihenfolge für Westeuropäer, aber so passt es zu den folgdenen Erklärungen ;) ) haben wir da: eine verlassene, zerbombte Stadt, ein relativ freies Feld mit ein paar niedrigen Hindernissen und eine verlassene Militärbasis. Spielbericht – WH40K – 2vs2, 6000Pkt – Einleitung weiterlesen