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Kurztipp: Verpackungsreste als Palette

Immer wieder bekomme ich Plastikverpackungen in die Finger, bei denen mir direkt einfällt, dass man sie doch ganz gut zweckentfremden statt wegwerfen könnte.
Sicher sollte man das nicht übertreiben und wirklich alles aufheben, aber aus meiner Sicht lohnt es sich, die guten herauszupicken.

Kurztipp: Verpackungsreste als Palette
Kurztipp: Verpackungsreste als Palette

Wie zum Beispiel dieses Stück Plastik, welches übrig bleib, nachdem ich die Packung von Ferreros „Unsere Besten“ (Danke nochmal an die Verwandtschaft für das Geburtstagsgeschenk :) ) vernichtet hatte.
Leider lässt es sich nicht besser auf einem Foto ablichten. Die Verpackung hat sechs runde Aussparungen, in denen sich früher Rochers befanden, und zehn rechteckige, die ehemals einige Ferrero Küsschen beheimatet haben. Also eine schöne Anzahl und Kombination von kleinen Behältern, um Washes oder andere Dinge, die sich nicht so gut mit der Nasspalette vertragen, aufzubewahren oder anzumischen.
Ich habe auf jeden Fall immer gerne mal solche Behältnisse da. Nicht nur für Farbe, sondern auch für Kleber…. aber der Großteil geht zum Glück weiterhin in den gelben Sack. ;)

Gruß
Peter

Kurztipp: Bemalsockel

Sozusagen aus gegebenem Anlass möchte ich euch nur schnell einen meiner Tricks zum Bemalen von Miniaturen zeigen.
Sicher es ist keine bahnbrechende Innovation, aber ich habe selsbt schon oft genug gestgestellt, dass manche Lösungsansätze einfach zu naheliegend sind, als dass man selbst auf sie kommt. Deswegen lieber mal eine „dumme Idee“ mehr gezeigt und ob es jemand anderem hilft oder für ihn funktioniert, kann dann jeder für sich selsbt entscheiden. ;)
Außerdem ist das Gezeigte eben MEIN Lösungsansatz und für mich funktioniert er. Das bedeutet noch lange nicht, dass es die einzig wahre Vorgehensweise ist oder man sie nicht variieren kann. Ich bitte sogar darum. :)

Kurztipp: Bemalsockel
Kurztipp: Bemalsockel

Anfangs habe ich meine Figuren am Baserand festgehalten, doch schnell festgestellt. dass das ein paar entscheidende Nachteile halt.

  • es ist frimmelig
  • man mal sich die Finger an
    (OK, das mache ich immer noch, aber aus anderen Gründen.)
  • man reibt fast zwangsläufig an einige Stellen wieder die Farbe ab

Deswegen bin ich irgendwann dazu übergegangen, meine Figuren entweder mit ihrer Base oder mit den Drahtstiften on ihren Füßen auf ein Stück Holz zu kleben, das ich da hatte.
Zuerst waren das noch Stücke einer Querstrebe, die aus einem alten Stuhl herausgebrochen war und auf dem „Bring es endlich in den Müll“-Stapel lag; später bin ich dann zu anderen Lösungen übergegangen.
Ich habe die Figuren auch erst mit Pattafix auf den Holzstücken befestigt, doch bei ein paar schweren Modellen und je nachdem, wie herum ich die Sockel gehalten habe (Ja, liebe Godslayer-Zwerge, ich rede von euch), war die Klebkraft des Pattafix nicht immer und nicht dauerhaft stark genug und deswegen hat es den einen oder anderen Sturzschaden gegeben.

Kurztipp: Bemalsockel
Kurztipp: Bemalsockel

Deswegen bin ich mitlerweile dazu übergegangen die Figuren mit Holzleim festzukleben. Natürlich nicht auf dem blanken Holz, sondern normalerweise auf einem Stückchen Kork oder – in einem meiner letzten Versuche – ein Stück Wellpappe. Beides hat den Vorteil, dass es, wenn man die bemalte Figur später vorsichtig vom Sockel abhebelt, leicht nachgibt und man dann nur noch die Kleberreste unter der Base wegkratzen muss… und außerdem sind beide Varianten spotbillig. :)

Alternativ habe ich auch schon mal mit Tapetenkleister Experimentiert – den hatte ich da, weil ich dachte er wäre eine Alternative für den Geländebau – aber der hat verschiedene Nachteile. Holzleim – oder unter welchem Namen PVA noch verkauft wird ;) – ist bisher der klare Gewinner.
Nachteil des Holzleims bleibt die Trockenzeit, aber für leichte Figuren kann man ja zur Not immer noch auf Pattafix ausweichen. ;)

Kurztipp: Bemalsockel
Kurztipp: Bemalsockel

Achja, meistens verwende ich einen 40x40x40 Holzsockel aus irgendeinem günstigen Holz aus dem hiesigen Baumarkt; selbst zurecht geschnitten aus einem 40x40mm-Kantholz.
Warum diese Größe? Nun das ist eine belibte Sockelgrße für kleine Dioramen und so kann ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, was die Bevorratung angeht.
Als reine Bemalsockel zum Festhalten der Figur tun es aber zB auch Reststücke eines alten Regales oder so (siehe erstes Bild links ;) )

In diesem Sinne:
Weitermalen!

Gruß
Peter

Tutorial – Energiefelder & Butzenglasfenster

Vor kurzem ist wieder ein Tutorial von mir bei Magabotato erschienen. Das darf dann natürlich auch hier in meinem Blog nicht fehlen; in leicht abgewandelter Form. :)

Bei meinem letzten Tutorial auf Magabotato (Link auf meine Version hier) ging es noch um Bases, doch dieses Mal gibt es einen Abstecher in den Geländebau. Doch ich will kein vollständiges Geländestück bauen, sondern nur ein kleines Gimmick, mit welchem man ein solches verfeinern kann. Und weil es so schön ist auch gleich noch in kombinierter Variante für SciFi und Fantasy gleichzeitig.

Worum es geht?
Öhm, war der Titel so leicht zu übersehen? ;P
Es geht darum strukturierte Energiefelder für SciFi-Gebäüde oder Butzenglasfenster für eher fantastisch angehauchte Bauten zu bauen. ;)
Also steigen wir mal direkt mit einer groben Materialliste ein:

  • Hauptkomponente ist irgendeine Netzstruktur.
    Das kann das alte Netz einer Packung Knoblauch sein, aber wesentlich angenehmer finde ich ein Insektennetz. Warum werde ich im weiteren Verlauf erklären.
  • Wassereffekt oder glänzendes Acrylgel (,denn das ist im Grunde das Gleiche). Ggf funktioniert auch normales Acrylmedium (,denn das ist einfach die flüssigere Variante der erstgenannten)
  • Washes, Inks oder Pigmente oder irgendetwas anderes, womit der Wassereffekt halbtransparent eingefärbt werden kann.
  • Ein paar ausreichend große Stücke durchsichtiger Kunststoff (zB alte Blisterpackungen)

Darüber hinaus halt das übliche, was an jedem Basteltisch irgendwie vorhanden sein sollte. Pinsel, Schere, etc.

Achja, eine Kleinigkeit noch:
Die grundlegende, in diesem Tutorial gezeigte Idee stammt nicht von mir. Ich bin irgendwann darüber im Netz gestolpert bei einem netten Italiener, der sich »Lazy Forger« nennt. Damals hatte er noch eine Webseite mit ausführlichen Tutorials, aber die ist mittlerweile offline. Was jedoch noch existiert ist sein Blog, in welchem sich auch noch eine sehr minimalistische Variante seines Tutorials befindet und seine Facebook-Seite, auf der er sich vor allem um 15mm-Gelände zu kümmern scheint (habe sie nur kurz überflogen, nachdem ich ihn wiedergefunden hatte ;) ).
Beides auf jeden Fall einen Blick wert, finde ich.

Wie immer habe ich mir die Freiheit genommen, ein paar Modifikationen am Original vorzunehmen, denn das ist doch der Sinn einer Inspiration, oder? :)

Schritt 1 – Das Netz vorbereiten

Tutorial - Energiefeld & Butzenglasfenster
Tutorial – Energiefeld & Butzenglasfenster

Als erstes wird halt ein Stück Netz benötigt. Wie groß dieses Stück sein sollte, ergibt sich aus der späteren Verwendung, und für den Fall der Fälle sollte man es einfach etwas größer machen. Wegschneiden kann man später immer noch etwas. ;)

Auf dem gezeigten Bild ist ein Stück weißes Insektennetz zu sehen und keine Panik, wenn man da noch nicht viel erkennen kann, im Folgenden wird es besser.
Weiß auf weiß ist halt immer etwas … sc … suboptimal.

Tutorial - Energiefeld & Butzenglasfenster
Tutorial – Energiefeld & Butzenglasfenster

Im folgenden Schritt habe ich meine Netze nämlich schwarz eingefärbt, indem ich sie mit einem großen, breiten Pinsel solange mit Farbe eingerieben habe, bis ich keine hellen Stellen mehr entdecken konnte. Unter Umständen sind dafür mehrere Durchgänge notwendig.
Ob ein solches Einfärben sinnvoll oder notwendig ist, hängt wieder vom persönlichen Einsatzgebiet ab. Ich könnte mir auch vorstellen die Netze silbern zu färben, gerade wenn es um die Fantasy-Variante als Butzenglasfenster geht. Auf der anderen Seite sind die Fäden dann aber auch wieder so klein, dass Schwarz in (fast) allen Fällen den besten Kontrast und die beste Wirkung bringen dürfte.
Es gibt natürlich auch Netze, die schon schwarz sind (dann kann man die so lassen ;) ), oder poppig orange oder so (dann haut bitte, bitte, ausreichend Schwarz drauf. ;P ). Tutorial – Energiefelder & Butzenglasfenster weiterlesen

Geländebau – Ödland-Wellblechhütte

Vor einiger Zeit – OK, das klingt länger her, als es wirklich ist ^^ – habe ich mal wieder meine Gesellschaftsspielesammlung etwas aufgestockt und da fiel mir die Verpackung für Zombie Dice Deluxe in die Hand. Tabletop als Hobby kann wirklich „schlimm“ sein, wenn man in Dingen, die eigentlich Müll sind, ständig Möglichkeiten zur Wiederverwendung erkennt. In diesem Fall war es eine Ödlandhütte für EDEN oder ähnlich apokalyptisches, die mich anlachte. :)

Geländebau - Ödland-Wellblechhütte
Geländebau – Ödland-Wellblechhütte

Also habe ich mit Kleber, verschiedene Materialien hergesucht, den Kuntststoff der ehemaligen Verpackung etwas aufgeraut und mal auf gut Glück losgebaut.
Vorher habe ich die Plastikform noch auf etwas einfache Pappe als Base geklebt.

Geländebau - Ödland-Wellblechhütte
Geländebau – Ödland-Wellblechhütte

Weil die Hütte entsprechend improvisiert und repariert aussehen sollte, habe ich mir dafür diverse, unterschiedlich große Stücke simplen Wellkartons zurecht geschnittenund dann nach und nach mit ausreichen (teils auch zu viel…) Leim aufgeklebt.
Wo die Pappe nicht auf Anhieb halten wollte, habe ich sie mit ein paar simplen Stecknadeln fixiert. Geländebau – Ödland-Wellblechhütte weiterlesen

Tipps & Tricks – Improvisiertes Farbregal

Vor einer Weile habe ich mir ja MDF-Farbregale von Hobby Zone gekauft, um mit denen etwas mehr Ordnung auf meine Werkbank zu bringen. Verwednet habe ich diese Regale für meine Washes, Lacke und andere Malmittel.
Für meine normalen Farben fehlten mir aber bix dato immer noch passende Regale und nach etwas Messen und vor allem Durchzählen der vorhanden Farben (… bitte nicht Fragen… -.- ) musste ich feststellen, dass ich keine Regalkombination finden konnte, die alle Anforderungen erfüllte.

Was bleibt da übrig?
Richtig: Unversallösung = selber bauen! :D
Und weil ich doch hoffe, dass ich irgendwann noch eine passende MDF-Variante finde, so einfach und günstig wie möglich.
OK… „günstig“ ist vielleich etwas stärker betont als „einfach“.

Tipps & Tricks - Improvisiertes Farbregal
Tipps & Tricks – Improvisiertes Farbregal

Wovon habe ich eigentlich immer ausreichend rumliegen?
Wellpappe. Damit müsste sich doch etwas machen lassen.

Von älteren Basteleien wusste ich allerdings, wie lästig und unangenehm es ist, genaue Formen in Wellpappe zu schneiden. Und ein Farbregal braucht ja klassischerweise jede Menge runder Aussparungen.
Mit dem Bastelmesser wollte ich die ungern ausschneiden. Geschweige denn alle einzeln aufzeichnen. Gut, dass hätte ich mit einer Art Stempelverfahren vereinfachen können. Damit hatte ich sogar angefangen, indem ich mit einer 25mm-Base an einem alten Weinkorken Kreise aus verdünnter Acrylfarbe auf die Pappe gestempelt habe.
Aber da lässt sich doch bestimmt noch etwas schickeres finden…
Ob ich wohl im Baumarkt einen passender Bohrer/Lochschneider bekomme? Ach Mist, ist ja schon nach 20:00 Uhr…
Wie war das mit dem Selberbauen? :D

Tipps & Tricks - Improvisiertes Farbregal
Tipps & Tricks – Improvisiertes Farbregal

Holzleisten habe ich immer verschiedene da und Metall eigentlich auch. Erst dachte ich, ein Rest von einer Getränkedose würde gehen, aber das Metall ist einfach zu dünn.
Zum Glück hatte ich allerdings noch etwas dickeres Metall da; müsste Aluminium sein.

Sprich, ich habe mir ein Stück Rundholz mit etwa 26cm Durchmesser abgeschnitten (Motiz an mich: nächstes Mal etwas mehr abschneiden!) und ein passendes Stück Metall aus dem größeren Blch herausgetrennt.
Am Stab konnte ich das Metall dann auch direkt vorbiegen und habe es dann erst einmal mit Sekundenkleber fixiert. Weil ich dem aber nicht ganz getraut habe, wurden noch vier Löcher vorgebohrt, in welche ich dann je einen kurzen Nagel hineingetrieben habe.
Meine Nachbarn werden sich über das Hämmern zu der Uhrzeit gefreut haben. Hatte ja schließlich erst andere Varianten ausprobiert und dann doch wieder verworfen. ;)

Tipps & Tricks - Improvisiertes Farbregal
Tipps & Tricks – Improvisiertes Farbregal

Das Blech bekam dann eine Behandlung mit einer Dreikant-Feile und in relativ überschaubarer Zeit war der selsbtgebaute Lochschneider fertig.
Zwar aus Aluminium und deshalb nicht wer weiß wie robust, doch – hoffentlich – immer noch ausreichen, um etwas Wellpappe zu bearbeiten. Tipps & Tricks – Improvisiertes Farbregal weiterlesen