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Tutorial – Selbstgemachte Bausteine

– Am Beispiel einer Torbogenruine –

Ja, bei mir hatten sich ein paar Dinge angesammelt, die jetzt – hoffentlich – nach und nach abgearbeitet werden. Deswegen gibt es heute auch direkt das nächste, kleine Tutorial.

In diesem speziellen Fall sind ein paar Dinge zusammengekommen, die dann sozusagen zu einer Idee fusionierten.
Da wäre zum einen der Nutzer Gulsnick bei Tabletopwelt, der vor kurzem eine seiner bemalten Renedra-Ruinen gepostet hat. Das Gelände Stück ist irgendwie schlicht und schick zugleichen und außerdem sehr flexibel einsetzbar. So etwas wollte ich einfach in meiner Sammlung haben.
Leider konnte ich den Plastikbausatz aber bei keinem meiner Stammhändler entdecken (vielleicht habe ich ihn auch einfach nur übersehen ^^).
Hinzu kam noch die Videoserie von TWS (Tabletop Workshop) (Teil 2 ist der für mich interessanteste; hier auch Teil 1 & Teil 3 (scheint offline)), wo die beiden Macher über drei Videos hinweg vorgestellt haben, wie man auf recht charmante und relativ einfach Weise seine eigenen Bausteine zum Nachgießen herstellen kann.

Also habe ich meine Materialien gesichtet und mich ans Werk gemacht. :)

Was wird gebraucht?

  • Papier, Stift und Schere, um ein kleine Template zu machen und die Steine vorzuzeichenen.
  • Styrodur (oder gleichwertiges Material)
  • ein Messer oder ähnliches zum Schneiden des Styrodur
  • etwas Kleber
  • Schaumpappe oder Wellpappe für die spätere Form
  • Silikon zu Gießen (mit anderem dürfte es eher schwer und unpraktisch werden
  • etwas Schleifpapier
  • eine treue Allufoliekugel
  • Gips, Keramik-Gießmasse, Stewalin oder was immer man bevorzugt bzw verfügbar hat

Klingt im ersten Moment nach viel, ist aber eigentlich nicht so wild.

Schritt 1 – Planung und Konzept

Tutorial - Selbstgebaute Bausteine - Schritt 1 - Planung und Konzept
Tutorial – Selbstgebaute Bausteine – Schritt 1 – Planung und Konzept

Nachdem mein erster Freihand-Versuch nicht so überragend aussah (Überreste sind auch späteren Fotos noch zu erkennen), habe ich mir ein Stück Papier geschnappt und eine Kante gefaltet. Anhand einer meiner Spielfiguren habe ich dann eine brauchbare Größe abgeschätzt, die angezeichnet und ausgehend davon einen halben Torbogen angezeichnet.

Tutorial - Selbstgebaute Bausteine - Schritt 1 - Planung und Konzept
Tutorial – Selbstgebaute Bausteine – Schritt 1 – Planung und Konzept

Dann wurde das Papier an der Linie ausgeschnitten und schon hatte ich eine symetrische Schablone für das Innere meines Bogens. Tutorial – Selbstgemachte Bausteine weiterlesen

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Tutorial – Selbstgebaute Basingstempel

Es ist – nach langem – mal wieder Tutorial-Zeit und heute soll es um Stempel für einfaches, schnelles Basing gehen. Im Grunde kann man die gleiche Technik aber auch für zahlreiche andere und ähnliche Anwendungen nutzen, denn es geht am Ende nur daraum einen Negativabruck von einer Struktur zu erstellen und diesen auf eine flexible Masse zu pressen (oder andersherum), um einen Positivabdruck zu erzeugen. :)
Also schauen wir mal genauer hin.

Was wird benötigt?

  • eure favorisierte Modelliermasse; ob 2-Komponente, lufthärtend oder zum Backen sollte halbwegs egal sein. Hauptsache sie verträgt sich mit Silikon
  • Modellierwerkzeuge aller Art (Details im Text)
  • eine Idee ;P
  • Silikon (im Falle von Silikon zum Gießen wird auch noch eine einfache Form benötigt
  • ggf eine Unterlage, die später entsorgt werden kann. Ich habe ein Stück Alufolie verwendet

Schritt 1 – Kneten und Ausrollen

Tutorial - Selbstgebaute Basingstempel - Schritt 1 - Kneten und Ausrollen
Tutorial – Selbstgebaute Basingstempel – Schritt 1 – Kneten und Ausrollen

Als erstes muss natürlich die Modelliermasse vorbereitet werden. In meinem Fall bedeutete das Komponenten zu verkneten und weil ich mich für eine Mischung aus Green Stuff und Magic Sculpt (härtet schneller und ich hatte nur eingeschränkt Zeit) entschieden hatte, bedeutete das sogar etwas mehr Mischen. ;)

Tutorial - Selbstgebaute Basingstempel - Schritt 1 - Kneten und Ausrollen
Tutorial – Selbstgebaute Basingstempel – Schritt 1 – Kneten und Ausrollen

Die Masse habe ich dann eifnach nur etwas mit den Fingern verteilt, doch das reichte mir noch nicht. War auch zu unregelmäßig und zu dick. Also musste ein Hilfsmittel zum Ausrollen her. Tutorial – Selbstgebaute Basingstempel weiterlesen

Ein Gargoyle für den Dunklen Ritter

„Do you know who I am, punk?“
Return of the Dark Knight

Als ich die Frank Miller Version von Knight Models Batman das erste Mal gesehen habe, habe ich mich sprichwörtlich in sie verliebt. Die musste ich einfach haben, um irgendein kleines Kunstwerk aus ihr zu erschaffen.
Doch was ist der Dunkle Ritter ohne eine entsprechende Szenerie? Und was fällt einem ein, wenn man in diesem Zusammenhang an der Welt größten Detektiv denkt? Die Dächer Gotham Citys! :)

Ich habe mich daher eine Weile umgeschaut, was es dafür an möglichen Basingmaterial gibt. Was ich im Sinne hatte, war etwas in Richtung eines Gargoyle, doch richtig fündig geworden bin nicht.
Was macht der gewiefte Bastler da? Genau, selber bauen. :D

1) Am Anfang war der Fels

Ein Gargyole für den Dunklen Ritter - 1) Am Anfang war der Fels
Ein Gargyole für den Dunklen Ritter – 1) Am Anfang war der Fels

oder viel mehr ein kleiner Block aus Gips.

Ein Gargyole für den Dunklen Ritter - 1) Am Anfang war der Fels
Ein Gargyole für den Dunklen Ritter – 1) Am Anfang war der Fels

Um diesen zu gießen habe ich mir einfach eine kleine, improvisierte Form mit den grob abgeschätzten Ausmaßen gebaut. Die muss keineswegs besonders fancy sein und auch nicht ewig halten. „Funktional“ ist das Stichwort.

Den Gips habe ich entsprechend dick angerührt, damit er ausreichend hart wird. Mit zu viel Wasser wird er nämlich sehr brüchig und bleibt fast weich. Wobei das für die weitere Bearbeitung aber auch durchaus seine Vorteile haben kann. :)

Warum nicht modellieren?

Ich muss dazu sagen, dass dies nicht der erste Versuch war. Vorher hatte ich schon versucht einen Garoyle zu modellieren, doch das wollte einfach nicht funktionieren und ich habe früh wieder aufgegeben.
Scheinbar schlägt in meiner Brust eher das Herz einer Bildhauers, denn das eines Modellierers. ^^ Falls ja, kann ich damit durchaus leben und überlasse das Modellieren lieber anderen. :) Ein Gargoyle für den Dunklen Ritter weiterlesen

Geländebau – Verschiedene Kleinprojekte

English title: Terrain building – Several small projects

„Grau in grau“
– Sprichwort –

Nachdem ich am Wochende eher mit Infinity zu tun hatte, war gestern und heute etwas Geländebau an der Reihe. Lagen (und liegen immer noch) ja genügend angefangene Projekte herum. ^^

After I cared mostly for Infinity at the weekend it was finally time for some terrain building yesterday and today. And there were (and still are) enough unfinished projects laing around here. ^^

Krater / Craters

2014-10-14 Gelaendabau verschiedenes 01
Geländebau / Terrain building – Krater / craters

 Da hätten wir als erstes zwei einfache Krater, einen einfachen und einen doppelten. Die beiden habe ich vor einer ganzen Zeit aus einer Laune heraus gebaut und weil ich ein paar Bauweisen ausprobieren wollte.
Der kleinere ist nur mit Wellpappe unterfüttert für die Höhe, während beim doppelten auf Styrodurreste verbaut wurden.

First we have two simple craters. A simple one and a twin crater. Both have been built a longer time ago based on a mood to build and the curiosity to test a few construction methods.
The smaller one is lined with (correct English phrase?) corrugated card board while I used styrofoam on the twin crater for the volume.

Geländebau / Terrain building - Krater / craters
Geländebau / Terrain building – Krater / craters

Verkleidet wurde das jeweils mit meiner üblichen Basingmischung aus Vogelsand, Leim und Plastiform.
Grundplatte ich jeweils ein Stück Wellpappe, was nicht unbedingt die beste Lösung ist, denn sie verformt sich gern durch Feuchtigkeit. Ist aber auch spotbillig. ^^ Falls ich noch einmal so einen Baue, muss ich ggf mehr auf die Richtung der „Wellen“ in der Pappe achten oder mit zwei dünnen, gekreuzten Schichten arbeiten. Da geht auf jeden Fall noch was. ;)

They are coated with my usual basing mixture of birds sand, PVA and Plastiform.
The base plate one each of them is a piece of corrugated card board which was not the best sollution. Since it was bent a bit by the moisture. But it’s still dirtcheap. ^^ In case I build another one of those I should maybe care more about the direction of the „waves“ (corrugation?) inside the card board. Or I use two crossed layers. There’s definitely potential for improvement. ;)

Ich werde die beiden Krater wohl noch etwas mit Gras und Kunstwasser versehen. Ich überlege allerdings, ob ich das mit meinerm bisherigen Wassereffekt mache, der eher für fließendes Wasser und kleine Pfützen passt, oder ob ich mir „Still Water“ von Vallejo dafür besorge.

I will for sure add some grass and artificial water to those two craters. But I still consider if I should use my available water effect which is more for moving water and small puddles or if I should get some „Still Water“ from Vallejo. Geländebau – Verschiedene Kleinprojekte weiterlesen

Geländebau: Hesco-Barrikaden … eine Nachbetrachtung

„Sie haben uns umzingelt, Xeno-Bruder. Feuer aus allen Rohren!“
„Moment, ich glaube du hast da etwas verpasst…“
*Pulsgewehrfeuer*

– Tod eines Space Marines, WH40K 7te Edition –

Sicher hat der eine oder andere mein kürzliches Bauexperiment verfolgt, in dem es um modulare Barrikaden ging, die durch reale Vorbilder der modernen Armeen inspiriert wurden. Hesco-Barrikaden um genau zu sein.
Mittlerweile bin ich auch dazu gekommen, meine damaligen Ergebnisse weiter zu verarbeiten und will daher ein kleines Fazit abgeben.

Dabei betrachte ich zwei bzw drei Varianten.
Zum einen jene, deren Gips-Rohling eine glatte Oberfläche hat und von mir deshalb für eine Gitterstruktur mit Armierungsband beklebt wurde, und zum anderen jene mit unregelmäßiger Oberfläche.

Variante 1: Glatt und mit Gitterstruktur

Variante 1: nah dran an Hesco
Variante 1: nah dran an Hesco

Bemalt sehen diese Barrikaden-Element eigentlich sehr schick aus und kommen – meiner Meinung – auch richtig nah an ihre Vorbilder heran, aber sie haben ein entscheidendes Problem: Sie sind sehr aufwendig fertigzustellen.

Warum?
Nun ja, das Armierungsband, das ich verwende, ist zwar selbstklebend, aber seine Klebkraft ist nicht stark genug, um auf Dauer wirklich zu halten. Spätestens wenn Grundierung dazu kommt, lösen sich Stellen, die nur die geringste Spannung aufweisen, wieder vom Untergrund.
Leim macht die Situation auch nicht besser. Der führt zum gleichen Effekt und braucht zu lange zum Trocknen, um ihm entgegen zu wirken.
Das einzige, was hilft, ist Sekundenkleber. Dessen Einsatz macht die ganze Aktion aber spätestens durch seinen hohen Preis wieder unsinnig. *seufz*
Was hingegen etwas geholfen hat, ist eine dickflüssige und trotzdem schrumpfende Grundierung wie Gesso. Vermute ich zumindest. Ich hatte irgendwann leider keine Lust mehr, einen aussagekräftigen Test durchzuführen und hab es daher bei einem weniger findierten Schnelltest gelassen. Kann also auch Einbildung oder Zufall gewesen sein.

Schlussendlich muss man also sagen, dass diese Variante zwar schick aussieht, aber verhältnismäßig zeitintensiv.
Schauen wir uns also Variante 2 an. Geländebau: Hesco-Barrikaden … eine Nachbetrachtung weiterlesen