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Sinn und Unsinn der True Line of Sight

Heute muss ich mir mal ein wenig Luft machen, denn zum wiederholten Mal ist mir etwas zu Ohren gekommen, das für mich am Ende des Tages irgendwie schwachsinnig ist.

„Die Figur kann aber nicht wie die anderen über die Deckung drüberschauen, denn die kniet ja.“

oÔ ernsthaft?

Doch holen wir mal ein wenig aus? Worum geht es dabei eigentlich?
Um die True Line of Sight. Also – soweit ich es bisher immer verstanden habe – um das Prinzip, dass wenn Modell 1 das Modell 2 durch seine imaginären Augen sehen kann, dann kann 1 auch auf 2 schießen. Aber genau da fängt auch schon das Problem an, denn die Figuren aus Plastik, Zinn oder Resin sind vor allem eines: statisch. Doch die Aktionen, die wir mit ihnen nachspielen sind es nicht. Und dabei haben wir eben noch gar nicht über jene Modelle geredet, die nicht Space Marine-like strammstehen, sondern akrobatische Einlagen vollführen oder sich eben ducken.
Man kann also sagen, dass sich die Augen (oder Sensoren) einer Spielfigur zwar immer an der gleichen, relativen Position befinden, doch im Spiel bewegen sich die Augen des Wesen, welches durch die Figur simuliert wird stetig.

Damit sind wir aber noch nicht am Ende. Denn wenn man die Figuren des Platzhirschen Games Workshop betrachtet, kommt noch etwas anderes hinzu: Maßstab.
Aber Moment, Peter… die Figuren eines Spielsystems haben doch alle den gleichen Maßstab!
*hust* Wenn das nur stimmen würde.
Betrachten wir verschiedenen Produktionsgeneration einer Einheit, dann gibt es genügend Fälle, in denen die Modelle plötzlich gewachsen sind. Zum Beispiel alte Space Marine Terminatoren gegen aktuelle Terminatoren.
Schauen wir statt auf GW mal zu Corvus Belli hinüber wird es sogar noch etwas ulkiger. Die frühen, handgekneteten Modelle sind größer als die späteren, doch die neusten in 3D-CAD modellierten sind wieder größer als die mittlere Generation.
GW hat dann aber nicht nur dieses Maßstabsproblem: die menschlichen Soldaten des Astra Millitarum sind genauso groß wie sie Adeptus Astrates, doch laut Hintergrund sollten letztere eigentlich zwei Köpfe oder so größer sein … und deutlich breiter (einfach mal Google-Bildersuche bemühren ;) ).

Wo liegt also mein Problem?
Nun ja, wenn das Knien einer Figur zählen soll, obwohl sie regeltechnisch nicht kniet (bei Infinity zum Beispiel kann ein Modell ja „Prone“ gehen), warum sind Space Marines dann nicht größer und wie ermittele ich dann die Line of Sight eines akrobatisch daherkommenden Harlequin oder einer Kassandra Kusanagi?
Eine faire und aus meiner Sicht sinnvolle, aber vielleicht manchmal etwas hölzerne Lösung existiert: die Figuren sind die künstlerische Darstellung einer Figur und ihr Wirkungsbereich wird durch ein standardisiertes Volumen simuliert. Bei Infinity nennt man es auch Silhouette oder bei Godslayer ist es durch die Größenkategorie definiert. ;)

Zur Erläuterung: bei der Infinity besitzt jedes Modell einen Silhouette-Wert von S0 bis S8. Wobei S0 einer liegenden Figur entspricht; S2 einem normalgroßen, humanoiden Modell und S7 und S8 von den großen TAGs (Tactical Armoured Gear; vereinfachgesagt: Kampfroboter) belegt wird.

Wenn man also schon eine True Line of Sight verwendet, dann doch bitte in einer Form, die tatsächlich etwas wie Realismus versucht und weniger Beigeschmack von purer Willkür hat. ;)
Aber das ist vielleicht nur meine Einstellung zu diesem Thema und sicher aus nicht die vollständige Betrachtungsweise. Loswerden musste ich es trotzdem mal.
Und nun:

Guten Abend noch.
Gruß
Peter

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Alternatives Gelände – UNSC Pelican für Infinity

Durch Zufall bin ich vor kurzem über ein Produkt der Revell Inc. gestolpert, das ich mir – auch wenn ich nie groß HALO gespielt habe – einfach genauer anschauen musste: das „Snap Together Action Model Kit“ der „UNSC Pelican“.

Das Modell ist laut Angabe eigentlich im Maßstab 1:100, doch da es mit circa 30cm Länge angegeben war und im Computerspiel ein Landungsschiff oder Gunship ist, mit welchem  bis zu zehn Passagiere oder sogar ein Panzer transportiert werden können, bestand eine gute Chance, dass es für Infinity (Maßstab irgendwo zwischen 1:48 und 1:56 aus meiner Sicht) als kleines Transportgerät durchgeht. Ich finde, mein Plan ist mit leichten Einschränkungen aufgegangen. :)

Das Modell ist, wie schon angedeutet, ein „Snap Together“ oder „Snap Fit“ und ist eigentlich als Kinderspielzeug ausgelegt (sogar mit etwas Licht und einer Sound-Einheit mit Start- oder Fluggeräuschen). Die Teile kommen alle ohne Gussrahmen oder ähnliches und können in weniger als einer halben Stunde zusammengesteckt werden. Die Passgenauigkeit ist auch ohne Kleber gut, doch für den späteren Einsatz werde ich einige Teile wohl noch einmal neu zusammenbauen und kleben, damit ein paar Lücken verschwinden bzw nicht mit der Zeit entstehen können. Wenn man es wie geplant zusammenbaut bleiben die Landestützen, die Flügel und die hinteren Turbinen beweglich.
Die Pelican misst am höchsten Punkt (im gelandeten Zustand) etwa 13cm, in der Länge etwas über 30cm, und von Flügelspitze zu Flügelspitze etwas 26cm. Auf meinen Fotos kann man das Dank Perspeltive und spiegelndem Lineal leider nur eingeschränkt erkennen.
Im Vergleich mit dem gezeigten Infinity Miniaturen finde die Größe OK. Hier und da merkt man – zumindest, wenn man es weiß – ,dass der Maßstab nicht richtig zusammenpasst. Speziell die Minipiloten im Cockpit stören, aber das lässt sich ja durch nicht-transparente oder kaum noch transparente Fenster lösen.

Mit etwas über 30 Euro Kaufpreis ist es für mich eine nette Alternative zu anderen Dropship-Modellen aus Resin. Preislich sind da teilweise große Unterschiede drin, ich konnte aber auch keinen brauchbaren Größenvergleich herstellen. ;)

Wen es interessiert, hier die Modellnummer von Revell Inc.:
Revell Build & Play 00061

Gruß
Peter

Geländebau – Honest Ed’s Meds Surgery Shack

In den letzten Tagen habe ich recht fleißig an einem alten und kaum präsentierten Projekt weitergearbeitet. Man könnte sogar sagen, dass ich endlich mal wirklich mit dem Projekt angefangen habe. ;)

Unten findet ihr Bilder des aktuellen Zwischenstandes von meinem Honest Ed’s Meds Surgery Shack.
Der MDF-Bausatz stammt im Original von Warmill und erworben habe ich ihn vor etwa zwei Jahren als „gebraucht“. Der Bausatz war aber noch original verpackt oder zumindest sehr nah dran. Ist halt dann doch schon etwas länger her und meine Erinnerung ist daher etwas verwaschen.

So schön (und teilweise krampfig) der Bausatz auch sein mag, konnte ich ihn aber nicht unmodfiziert lassen. Vor allem da ich die von Hydra in seinen H-Archives für Infinity erfunde Marke der „Honest Ed’s Meds“ aufgreifen wollte, also musste ein eigenes Eingangsschild her. Leider hatt ehier der verwendete Laserdrucker aus irgendeinem Grund einen fiesen Rotstich und ließ sich auch nicht davon abbringen. Naja, egal… ich hatte ja eh nie geplant, das Surgery Shack in „neu und sauber“ zu gestalten. Da kann man dann vieles mit Weathering kaschieren.
Mein Hintergedanke bei diesem Gebäuse, seinem Weathering und den hoffentlich noch folgenden, weiteren Geländestücken, ist ein abgelegener Grenzposten oder Industriekomplex für meine Arianda. Dort schüttet es, dort stürmt es und vor allem geht es dort als erstes darum Schusswunden und andere Verletzungen schneller zu flicken, als der Betroffene einem wegsterben kann. Vielleicht habe ich es also etwas mit dem Weathering übertrieben. ;)

So, nun aber zu den Bildern.
Falls Fragen bestehen, einfach heraus damit.

Gruß
Peter

Infinity – Ariadna – Spec-Ops

„Welcome to Prypjat!“

Hatte ich erwähnt, dass ich noch ganz viele Ariadna-Figuren zum Bemalen habe? ;)
Hier ist aus jeden Fall jetzt der nächste Herr für die Riege der wilden Bande: der Spec-Ops.

Usprünglich mal mit der Paradiso Kampagne eingeführt (wenn ich mich nicht ganz und gar falsch erinnere), wo er mit unterschiedlichster Ausrüstung und Fähigkeiten per Erfahrungspunkte ausgestattet werden kann, ist bei mir wohl die Wahrscheinlichkeit höher, dass er einfach als Proxy für irgendjemand anderes fungieren wird.

Mit der Bemalung bin ich ganz zufrieden, auch wenn es – wie eigentlich immer – ein paar Stellen gibt, die besser hätten gelingen dürfen. Nachdem ich aber eben noch ein paar Schnallen am Rucksack ergänzt habe, um die große, braune Fläche aufzulockern, wird jetzt aber definitv nichts mehr an ihm gemacht.

So, und was kommt nun?
Weiß noch nicht. Erst einmal ist gleich Fallout 4 angesagt, denn da ist gerade Kostenlos-Wochenende. ;)

Gruß
Peter

Infinity – Ariadna – 2017-05

Ich dachte mir, es wird mal wieder Zeit für eine kleine Bestandsaufnahme und ein Gruppenfoto bei meinen bemalten Ariadna. Also habe ich sie mal alle aus meiner Vitrine gerkamt und zum Appel gerufen.

2017-05-25_ariadna_01
Vergleich zwischen heute (links) und den Anfängen (rechts)

Da fangen wir doch einfach mal mal mit einem kleinen Vergleich an, wie sich mein Malstil entwickelt hat. Rechts sieht man die ersten beiden Infinity-Modelle, die ich je bemalt habe und links – Stand heute – die neusten beiden.

Ja, ich habe so einige Tricks gelernt. Teilweise durch den Malkurs, den ich damals besucht habe, und teilweise habe ich einfach an den passenden Stellen zugeschaut oder hingehört. OK, ein wenig Mut zum Experimentieren war auch dabei. ;)
Nicht nur die Farbabmischungen haben sich verändert, sondern und vor allem auch die Waffenbemalungen. Bei diesen ersten beiden Modellen habe ich sogar noch Metallicfarben verwendet. Doch auch bei den folgenden erkennt man noch klare Unterschiede.

Franzosen

2017-05-25_ariadna_02
Ariadna – Franzosen

Ich war erstaunt, dass ich bisher wirklich nur drei Modelle der Franzosen unter den Ariadna bemalt habe. Hätte schwören können, dass es schon mehr sind. Tja, da muss ich wohl mal etwas dran tun. ;)

An diesen drei Jahrgängen (links = jüngster; Mitte = ältester; rechts = mittlerer) kann man auch wieder sehr gut erkenne, wie ich mich entwickelt habe. Infinity – Ariadna – 2017-05 weiterlesen