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Brettspielabend VII

Dieses Mal war der Brettspielabend etwas kürzer, als zuvor. Doch dadurch wurde er tatsächlich der Bezeichnung „Abend“ gerecht, wo er doch ansonst bei meine OWL-Runde als „Brettspieltag“ zu bezeichnen wäre. ;)
Nun ja, kurz aber fein sag ich mal. :D

Gaia Project

2018-06-09_brettspielabend_01
Quelle: Feuerland Spiele

Worum geht es?

Kennt ihr Master of Orion? Dann ist die Beschreibung einfach: Weitestgehend wie Master of Orion eben. ;)
Jeder Spieler verkörpert eine Rasse und bevölkert mit ihr die bekannte Galaxis. Planeten, die die nicht der gleichen Klasse entsprechen wie der eigene Heimatplanet, müssen erst einmal terraformt werden, doch das kostet „nur“ einige Ressorucen und bedarf keiner weiteren Vorbereitung. Und dann gibt es da ja noch die Gaia-Planeten aus der Namensgebung des Spiels. ;)
Jeder erschlossene Plant beginnt mit einer Mine und kann von dort an nach und nach in verschiedene andere Gebäudetypen aufgerüstet werden. Für andere Rassen ist er dann (mit einer Ausnahme) nicht mehr zugänglich, denn offene Konflikte zwischen den Spielern gibt es bei Gaia Project nicht, was phasenweise etwas schade ist.

Hersteller/Vertrieb: Feuerland Spiele

Mein Eindruck?

Keine leichte Kost und man muss definitiv Zeit mitbringen, wenn man Gaia Project spielen möchte. Wir haben – auch dank mancher Notwendig noch einmal die zu Regeln lesen – etwa vier Stunden an einem kompletten Durchgange (sechs Runden) gesessen und die Zeit muss man eben erst einmal haben. ;)
Solche Spiele muss man eben mögen. Ich habe den Blick in Gaia Project auf jeden Fall nicht bereut, aber auf der anderen Seite ist es auch kein Spiel, bei dem ich den Drang verspühre, es mir unbedingt kaufen zu müssen. Also sagen wir mal, es ist eine halbe Empfehlung oder viel mehr eine Empfehlung für Liebhaber. :)

Sagrada

2018-06-09_brettspielabend_02
Quelle: Floodgate Games

Worum geht es?

Joa, … Kirchenfenster bauen eben. ;)
Ich weiß gerade gar nicht, warum ich für diesen Bericht schon so viel geschrieben habe. Eigentlich hätte doch für die Beschreibung jedes der heutigen Spiele ein Satz gereicht. :D

Wie gesagt, bei Sagrada geht es – im Meta – darum Kirschenfenster zu bauen. Spieltechnisch bewegt es sich irgendwo zwischen Sudoku, Würfelspiel und noch etwas anderem, dass ich nicht beziffern kann.
Am Anfang entscheidet man sich für eine Vorlage für das zu bauende Kirchenfenster. Je nach Schwierigkeit werden auf dieser Vorlage verschiede Pflichtbelegungen für das 5×4 Felder große Fenster festgelegt. Zum Beispiel ob auf einem Feld eine bestimmte Nummer oder eine bestimmte Farbe gelegt werden muss. Außerdem werden Karten für bestimmte Farb- oder Werteserien gezogen, über welche die Spieler em Ende Bonuspunkte erhalten können. Beispielsweise hatten wir sowohl das Bonusziel, dass in einer Spalte nur unterschiedliche Zahlen sein dürfen, als auch, dass es verschiedene Farben sein sollen. Aber wie gesagt: Es sind Bonusziele, die aber nicht ganz unwichtig für die Punktewertung sind.
Jeder der an der Reihe ist, zieht blind Spielerzahl x 2 +1 farbige Würfel auf einem Beutel und wirft sie. Diese Würfel bilden für jede Runde den Pool, aus welchem die Spiler ihr Fenster bauen können. Der Reihe nach (und ungekehrt zurück nach dem letzten Spieler) wählt jeder insgesamt zwei Würfel und der verbleibende bildet den Rundenmarker. Nach zehn Runden hatte also jeder die Chance sein Fenster fertigzustellen und dann wird ausgewertet.

OK, doch ganz schön viel geschrieben. ;)
Noch ein Hinweis: Das Spiel ist zur Zeit nur im englischen Original erhältlich, erscheint aber voraussichtlich im Juli (?) auch auf deutsch. So schrecklich viel Text hat das Spiel aber gar nicht, dass das von Relevanz wäre. ;)

Hersteller/Vertrieb: Floodgate Games

Mein Eindruck?

Sehr, sehr schönes, kleines Spiel. Es ist auf der einen Seite recht einfach gehalten (vor allem, was die Regeltiefe angeht), aber bedarf doch ein angenehmes Maß an konkreter Planung und Notfallplanung, denn manchmal hat man einfach nicht genügend Glück die erwünschten Würfel zu bekommen, geschweige denn, dass sie noch ausliegen, bis man an der Reihe ist, einen auszuwählen. ^^
Ich werde mir das Spiel auf jeden Fall zulegen. Eigentlich hätte ich es sogar schon, wenn Roskothen in Duisburg denn die englische Version vorrätig gehabt hätte. ;)

So, nun aber genug für heute.

Gruß
Peter

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Brettspielabend VI

Es ist wieder Zeit für einen Bericht zu einem weiteren Brettspielabend, denke ich. Heute wird er auch nicht ganz so lang, denn von der Hälfte der Spiele habe ich bereits einmal berichtet.

Terraforming Mars

2018-05-26_brettspielabend_01
Quelle: Schwerkraft Verlag

Worum geht es?

Verschiedene Gesellschaften wurden von der Erdregierung ausgeschickt, um den Mars zu erschließen und bewohnbar zu machen. Dafür müssen nicht nur Temperatur und Sauerstoffgehalt erhöht werden, sondern es muss auch für genügend Wasser (Ozeane) gesorgt werden. Das alles kostet allerdings mehr Geld, als die Erdregierung in jedem Zyklus zur Verfügung stellt, also muss man sich auch noch ein paar erträglöiche Geschäfte aufbauen oder zumindest seinen Stand beim Auftraggeber erhöhen, damit der doch etwas mehr rausrückt. ;)
Die Optionen Punkte zusammeln oder die eingene, kleine Wirtschaft zu erweitern sind zahlreich und reichen über das Errichten von Minen oder Städten bis zu technischen Patenten oder sogar Asteroideneinschlägen.

Hersteller/Vertrieb: Schwerkraft Verlag

Mein Eindruck?

Sicher ist der Eindruck nach nur einer Runde noch etwas eingeschränkt, aber ich finde Terraforming Mars wirklich gut und über kurz oder lang wird es wohl auch in meinem Regal stehen. Das Spiel hat eine angenehme Komplexität, ohne dabei, wie bei manch anderen Spielen, unterschwellig zu fordern, dass man das Spiel und all seine Siegtaktiken auswendig lernen sollte, um es wirklich zu spielen. Ich fand einfach, dass es sich auch gut spielt, wenn man vorher noch gar nicht großartig weiß, welche Taktiken sinnvoll sein werden.
Gerne wieder. :)

Arena of the Gods & Trôl

Von beiden Spielen habe ich bereits im Rahmen eines andere Spieleabends berichtet, deswegen nur ein paar schnelle Worte.

Arena of the Gods kann man wunderbar immer mal als Intermezzo einbauen. Die Regeln sind einfach und übersichtlich und der Rest erklärt sich durch die Ausrüstungskarten und kurzes Ausprobieren.
Trôl war bei unserem ersten Versuch noch etwas „hölzern“, aber das zweite Mal hat es richtig gut funktioniert. Ich denke, dass dürfte auch ein Standardtitel auf unserer Spieleliste werden.

Chaos in der alten Welt

2018-05-26_brettspielabend_02
Quelle: Amazon.de

Worum geht es?

Die vier Chaosgötter der alten (Warhammer) Welt (und im Fünf-Spieler-Modus noch die gehörnte Ratte) versuchen die Welt der Menschen zu erobern und ins Chaos zu stürzen. Weil sie sich untereinander aber keineswegs grün sind, kommen sie sich dabei gegenseitig fleißig in die Quere.
Man positioniert seine beschworenen kleinen bis großen Dämonenviecher (oder Skaven) in verschiedenen Bezirken auf der Karten und versucht diese dann zu verheeren oder durch andere Aktionen Punkte zu sammeln. Jeder Gott hat dabei eine Art eigenes Regelwerk. Eigene Sonderfähigkeiten, welche die Spielerfahrung jedes Gottes etwas anderes gestalten sollen.

Hersteller/Vertrieb: Heidelberger bzw FFG (nicht mehr in Produktion)

Mein Eindruck?

…meh…

Ach, soll ich noch etwas ins Detail gehen? :)
Für mich wirkt das Spiel zu gezwungen. „Map Control“ nennt man diese Variante von Spielen, glaube ich, und aus meiner Sicht wirkt diese Ausprägung schlicht zu gezwungen. Die Karten, die Themen der Götter und einige andere Elemente sind krampfthaft auf die Hintergrundstory geprägt. Das macht es zwar zu einer netten Geschichte, aber im Spielfluss hatte ich jedes Mal wieder einen Eindruck in folgender Art:
„OK, durch meinen Gott sagt mir das Spiel, dass ich so und so spielen sollte bzw. müsste. Ich sehe aber nicht, wie das sinnvoll funktionieren soll bzw. wer sich da die Ressourcenplanung erdacht hat. Die geht nämlich nicht auf, wenn auch Punkte dabei herauskommen sollen.“
Aus meiner Sicht also ein Spiel, das man sich sparen kann. Da es auch noch Out of Production ist (FFG hat seit zwei Jahren oder so keine GW-Lizenz mehr), läuft man Gefahr auch noch mehr als Originalpreis zu bezahlen. Dann würde ich doch eher auf Blood Rage ausweichen. Dessen Prinzig ist sehr ähnlich und es wird insgesamt runder.

Gruß
Peter

Brettspielabend V

Und wieder war ich in der glücklichen Situation eines Brettspielabends, von dem ich euch berichten möchte. Streng genommen waren es sogar zwei, denn dieser ist schon fast einen Monat her und ein weiterer, von dem ich aber ein anderes Mal berichten werde, fand gestern statt.

Der Pate

2018-04-22_brettspielabend_01
Quelle: Asmodee

Worum geht es?

Die Mafia regiert New York und jede der einzelnen Fraktionen versucht die meiste Gunst bei Don Corleone, dem Paten, zu erlangen und nebenbei auch noch einen Haufen Kohle zu machen. Um da zu erreichen muss man seine Untergebenen und Familienmitglieder geschickt in den Bezirken der Stadt platzieren. Mit ihnen sammelt man dann verschiedene Ressourcen oder neue Aufträge oder knippst dann und wann einfach Figuren anderer Fraktionen aus. Wenn ein Auftrag „im Vorbeifahren“ heißt und zwei Thommygun-Ressourcen benötigt, sagt das doch schon so einiges aus. :)

Hersteller/Vertrieb: Asmodee

Mein Eindruck?

Sicher kein Spiel für jedermann, aber ich mag es definitiv. Man benötigt eine gewisse Taktik und einen ungefähren Plan, wie man seine Punkte erreichen will  (und ohne die paar kleinen Spielfehler, die wir gemacht haben, funktioniert das auch richtig gut), aber es ist nicht damit überlden, wie das bei anderen Spielen gerne mal der Fall ist.
Der Anschaffungspreis ist mit 75 Euro allerdings eine etwas andere Hausnummer. Von daher sollte man sich doch vorher noch ein paar echte Spielberichte anschauen, bevor man diese Investition eingeht. ;)

Blood Rage

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Quelle: Asmodee

Worum geht es?

Ragnarök steht bevor und bevor alle neun Welten und Yggdrasil verbrannt sind versuchen die verschiedenen Wikingerstämme noch möglichst viel Ruhm zu erlangen, indem sie plündernd umherziehen und sich gegenseitig die Schädel einschlagen.
Erlangen können sie den Ruhm durch zahlreiche Aktionen und vor allem Punktesynergien.

Hersteller/Vertrieb: Asmodee

Mein Eindruck?

Kein schlechtes Spiel, aber auch nicht mein Riesenfavorit. Warum fragt ihr? Das Spiel hat doch so viele gute Bewertungen erhalten?
Joah, es ist ja auch kein schlechtes Spiel, aber von seinen Mechaniken verführt es zu einer Art Power Gaming, für welches man streng genommen die ganzen Karten auswendig kennen muss. Und so etwas mag ich nicht. Ein gutes Gesellschaftsspiel funktioniert auch ohne, dass ich es auswendig kenne.
Ich sehe es im Nachhinein positiv: Wenn ich es spielen will, weiß ich, dass ein ein Freund besitzt und zur nächsten Runde mitbringen kann, und ich bin nicht mehr versucht es mir wegen der Figuren und dem Hype zu kaufen. ;)

Les Poilus / The Grizzled

2018-04-22_brettspielabend_03
Quelle: http://www.spielkult.de/lespoilus.htm

Worum geht es?

Der erste Weltkrieg ist im vollen Gange und zwei bis fünf Kameraden harren im Schützengramen nach seinem Ende und um ihre geistige Gesundheit. Gemeinsam muss man sich teils vorsichtig, teils mutig durch den Kartenstapel arbeiten. Manchmal handelt man sich dabei aber Psychosen ein, die man nur wieder loswerden kann, wenn einen die Kameraden ausreichen unterstützen. Es kann so aber pro Runde immer nur ein Kamerad aufgemuntert werden und so gerät man schnell mal in haarige Situationen und muss gemeinsam abwägen, wie man das Spiel ggf. noch überlisten kann.

Hersteller/Vertrieb: Sweet November (kein Link gefunden)

Mein Eindruck?

Ein schönes, kleines Spiel, wenn man sich erst einmal ein wenig hineingefunden hat. Ich bin mir nicht sicher, ob wir alles richtig gespielt  haben oder ob wir nicht vielleicht etwas mehr als gedacht kommuniziert haben, aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Außerdem mag ich das Artwork des Spiels.
Und da wird es dann auch etwas ernster. Zum einen wegen der Thematik des Spiels, denn schließlich spielt man in abstahierter Form die Grauen aus den Schützengräben des ersten Weltkrieges nach. Zum anderen aber auch – und das war mir bis zur erneuten Recherche gar nicht mehr bewusst – weil der Zeichner dieses Spiel 2015 beim Terroranschlag auf das Magazin Charlie Hebdo in Paris zu Tode gekommen ist.

Was sonst?

Neben den bereits erwähnten Spielen haben wir auch wieder eine Runde „Arena of the Gods“ gespielt, doch darüber habe ich bereits im Rahmen des letzten Brettspieleabends berichtet. Von daher spare ich mir weitere Worte. :)

In diesem Sinne noch einen schönen Abend underfolgreiches Zocken.

Gruß
Peter

Brettspielabend IV

Willkommen zurück zum Brettspielabend.
Eigentlich ist dies sogar der fünfte, aber zwischendurch ist mir einfach mal einer abhanden gekommen und ich habe einfach nicht die Zeit gefunden, über ihn zu schreiben. Aber was soll’s. Irgendwann kommen auch die Spiele von diesem verlorenen Abend wieder auf den Tisch und dann berichte ich halt jenes Mal von ihnen.

Schauen wir also auf die Spiele vom fünften Brettspielabend … äh vierten … ach egal. ;)

Arena of the Gods

2018-02-20_brettspielabend_01
Quelle: Iello Games

Worum geht es?

Jeder Spieler steuert einen von Göttern (oder Chuck Norris) inspirierten Helden und alle werden in eine Arena geschickt, um dort gegeneinander anzutreten. Bevor es losgeht, wird aber erst einmal auf Ausrüstung und Zauber geboten und zwar mit den eigenen Lebenspunkten.
Hier geht es also ein wenig ums Pokern, nicht zu viele Lebenspunkte auszugeben und in folge zu zerbrechlich zu werden und gleichzeitig aber eine halbwegs brauchbare Ausrüstungskombination abzubekommen. Denn über die Ausrüstung kann man dafür sorgen, dass man man aus den Würfelnergebnissen in der Kampfphase mehr machen kann als nur mit den Standardaktionen.

In besagter Kampfphase geht es dann ans Eingemachte. Doch es bringt nicht, einfach den erstbesten Gegner zu Matsch zu prügeln, denn sobald ein Kämpfer zu Boden geht, ist der Kampf vorbei und es wird ausgewertet.
Da am Ende der Spieler gewinnt, der noch am meisten Lebenspunkte übrig hat, sollte man versuchen möglichst dosiert alle runterzuprügeln oder prügeln zu lassen und selbst den Kämpfen so gut wie möglich aus dem Weg gehen.

Hersteller/Vertrieb: Iello Games

Mein Eindruck?

Auf jeden Fall interessant. Es ist deutlich anders, als das, was ich sonst so gespielt habe, und ich kann es ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen. Ob es jedoch für jedermann tauglich ist, weiß nicht nicht. Man muss die Mischung aus anfänglichem, leichten Poker und darauf folgendem, taktischen Gewürfel mögen. Wenn das jedoch zu einem passt, hat man sicher ein schickes Spiel für so manche Kurzweil. :)

Trôl

2018-02-20_brettspielabend_02
Quelle: Boardgame Geeks

Worum geht es?

Trôl (Wenn man es sucht, dann nur mit dem Dach, denn ansonsten gibt es zu viele Ergebnisse. Und es hilft, wenn man Französisch kann) ist einer meiner Spontankäufe von der Spiel’17. Der Stand war, soweit ich mich erinnere, relativ unscheinbar, aber ganz gut positioniert. OK, vielleicht ist meine Erinnerung auch Humbug. ;)

Zum Spiel: Jeder Spieler führt einen Trôl-Stamm an, der durchgefüttert werden muss und danach strebt den größten Ruhm und die besten Jagdtrophäen zu sammeln. Klingt soweit erstmal einfach. Ist es aber nicht.
Jede Beute hat einen Mindestwert an Jagdstärke, der erreicht werden muss, damit die Jagd erfolgreich ist, und einen Maxwert, der nicht überschritten werden darf, ansonsten zerplatzt die Beute. In letzterem Fall erhält der Zerplatzer zwar die Jagdtrophäe, aber was hilft es, wenn am Ende der eigene Stamm verhungert ist?
Denn da liegt der Hase im Pfeffer begraben. Sobald alle Stammeskarten ausgespielt sind, werden noch die letzten Jagden ausgewertet und dann geht es ans Eingemachte. Abhängig von der Anzahl der Mitspieler fliegen der Stamm oder die zwei Stämme mit dem wenigsten erjagdten Futter raus. Urks. In der zweiten und dritten Auswertungsstufe geht es noch um die Jagdtrophäen und um die Anzahl der Überlebenden und der Spieler, der zum Schluss noch übrig ist, hat gewonnen. Brettspielabend IV weiterlesen

Brettspielabend III

Ein Glück gibt es Brettspielabende, damit ich überhaupt mal zum Zocken komme. Vielleicht werde ich aber auch einfach alt. ;)
Auf jeden Fall haben wir vor kurzem wieder in unserer bekannten Runde zusammengesessen, viel zu viel gegessen und zwischendurch das eine oder andere Gesellschaftsspiel ausgepackt. Hier ein Blick auf die Auswahl des Abends:

Willkommen im Dungeon

2017-09-20_brettspielabend_iii_01
Quelle: Heidelbaer / Asmodee

Worum geht es?

Ein voll ausgerüsteter Held wartet vorm Tor des Dungeon, um ihn zu betreten und würde man ihn einfach machen lassen, hätten die Monster auch keine Chance gegen ihn. Wären da nur nicht die fiesen Spieler, welche versuchen sich gegenseitig auszuboten, indem sie den Dungeon mit fiesen Monstern bestücken oder den Helden bestimmter Ausrüstungsteile berauben. Dabei muss man jedoch aufpassen, dass man sein sprichwörtliches Blatt nicht zu sehr ausreizt, denn der Spieler, der noch übrig ist, nachdem alle anderen gepasst haben, muss den Helden eben mit der mikriegen, noch verbliebenen Ausrüstung gegen die verdeckt ausgelegten Monster führen. Je nachdem, welche Fallen einem die anderen Spieler ausgelegt haben, geht das dann gerne gehörig schief. Wer zwei Helden verschlissen hat ist raus und es gewinnt, wer zwei von ihnen erfolgreich durch einen Dungeon gebracht hat.

Hersteller/Vertrieb: Heidelbaer/Asmodee

Mein Eindruck?

Wirklich ein schönes, kleines Spiel, das nicht zu viel Aufwand erfordert. Wir hatten vier Helden (Krieger, Schurke, Barbar und Magier) verfügbar und haben sie reium durchgespielt, bis es einen Gewinner gab. Und wenn man nicht aufpasst, kann man sehr schnell rausfliegen und darf den Rest der Zeit zuschauen.
Das ist wohl auch das einzige Manko dieses Spiels, wenn man es mit drei oder vier Spielern spielt, aber ansonsten kann ich es durchaus empfehlen. Gut, man muss den Pokeranteil des Spielablaufs mögen. Ansonsten ist es wohl nicht das richtige Spiel.

Steel Driver

2017-09-20_brettspielabend_iii_02
Quelle: boardgamegeek.com

Worum geht es?

In den Verwinigten Staaten des 19. Jahrhunderts winkt bei der Erschließung des Landers per Eisenbahn das große Geld. Und wie es nun mal so ist, sind es vor allem die eh schon reichen Geldsäcke, die sich als Investoren bei den verschiedenen Eisenbahnlinien beteiligen, um eben jene Kohle abzuschöpfen.
Als erstes muss das Eisenbahnnetz aufgebaut werden. Der jeweils höchste Bieter für jede Eisenbahngesellschaft darf entscheiden, wo diese ihre Gleise legt. Doch auch nachden alle Ausbaurunden gespielt sind, bleibt es interessant, denn in den verschiedenen Städten, die man anfahren kann, gibt es unterschiedliche Waren und wer die meisten Farbsets an Waren zusammenbekommt, kriegt auch die meisten Bonuspunkte am Ende.

Hersteller/Vertrieb: Treefrog Games / Pegasus

Mein Eindruck?

Durch die Auktionsphase und vor allem auch durch die Waren-Punkte-Runde am Ende bekommt das Spiel deutlich mehr taktische Tiefe, als es auf den ersten Blick hat. Wenn man da nicht aufpasst, schnappt einem die fiese … ich meine total unschuldige und missverstandene Mitspielerin die raren Waren weg und greift die dicken Punkte ab. ;)

Auch dieses Spiel gefällt mir. Es ist nicht zu flach und auch nicht zu kompliziert und erlaubt ein gesundes Level des Mitspieltaktierens. Eben das, was man für einen netten Spieleabend sucht. :)

Brettspielabend III weiterlesen