Schlagwort-Archive: Pappe oder Papier

Geländebau – Ödland-Wellblechhütte

Vor einiger Zeit – OK, das klingt länger her, als es wirklich ist ^^ – habe ich mal wieder meine Gesellschaftsspielesammlung etwas aufgestockt und da fiel mir die Verpackung für Zombie Dice Deluxe in die Hand. Tabletop als Hobby kann wirklich „schlimm“ sein, wenn man in Dingen, die eigentlich Müll sind, ständig Möglichkeiten zur Wiederverwendung erkennt. In diesem Fall war es eine Ödlandhütte für EDEN oder ähnlich apokalyptisches, die mich anlachte. :)

Geländebau - Ödland-Wellblechhütte
Geländebau – Ödland-Wellblechhütte

Also habe ich mit Kleber, verschiedene Materialien hergesucht, den Kuntststoff der ehemaligen Verpackung etwas aufgeraut und mal auf gut Glück losgebaut.
Vorher habe ich die Plastikform noch auf etwas einfache Pappe als Base geklebt.

Geländebau - Ödland-Wellblechhütte
Geländebau – Ödland-Wellblechhütte

Weil die Hütte entsprechend improvisiert und repariert aussehen sollte, habe ich mir dafür diverse, unterschiedlich große Stücke simplen Wellkartons zurecht geschnittenund dann nach und nach mit ausreichen (teils auch zu viel…) Leim aufgeklebt.
Wo die Pappe nicht auf Anhieb halten wollte, habe ich sie mit ein paar simplen Stecknadeln fixiert. Geländebau – Ödland-Wellblechhütte weiterlesen

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Tipps & Tricks – Improvisiertes Farbregal

Vor einer Weile habe ich mir ja MDF-Farbregale von Hobby Zone gekauft, um mit denen etwas mehr Ordnung auf meine Werkbank zu bringen. Verwednet habe ich diese Regale für meine Washes, Lacke und andere Malmittel.
Für meine normalen Farben fehlten mir aber bix dato immer noch passende Regale und nach etwas Messen und vor allem Durchzählen der vorhanden Farben (… bitte nicht Fragen… -.- ) musste ich feststellen, dass ich keine Regalkombination finden konnte, die alle Anforderungen erfüllte.

Was bleibt da übrig?
Richtig: Unversallösung = selber bauen! :D
Und weil ich doch hoffe, dass ich irgendwann noch eine passende MDF-Variante finde, so einfach und günstig wie möglich.
OK… „günstig“ ist vielleich etwas stärker betont als „einfach“.

Tipps & Tricks - Improvisiertes Farbregal
Tipps & Tricks – Improvisiertes Farbregal

Wovon habe ich eigentlich immer ausreichend rumliegen?
Wellpappe. Damit müsste sich doch etwas machen lassen.

Von älteren Basteleien wusste ich allerdings, wie lästig und unangenehm es ist, genaue Formen in Wellpappe zu schneiden. Und ein Farbregal braucht ja klassischerweise jede Menge runder Aussparungen.
Mit dem Bastelmesser wollte ich die ungern ausschneiden. Geschweige denn alle einzeln aufzeichnen. Gut, dass hätte ich mit einer Art Stempelverfahren vereinfachen können. Damit hatte ich sogar angefangen, indem ich mit einer 25mm-Base an einem alten Weinkorken Kreise aus verdünnter Acrylfarbe auf die Pappe gestempelt habe.
Aber da lässt sich doch bestimmt noch etwas schickeres finden…
Ob ich wohl im Baumarkt einen passender Bohrer/Lochschneider bekomme? Ach Mist, ist ja schon nach 20:00 Uhr…
Wie war das mit dem Selberbauen? :D

Tipps & Tricks - Improvisiertes Farbregal
Tipps & Tricks – Improvisiertes Farbregal

Holzleisten habe ich immer verschiedene da und Metall eigentlich auch. Erst dachte ich, ein Rest von einer Getränkedose würde gehen, aber das Metall ist einfach zu dünn.
Zum Glück hatte ich allerdings noch etwas dickeres Metall da; müsste Aluminium sein.

Sprich, ich habe mir ein Stück Rundholz mit etwa 26cm Durchmesser abgeschnitten (Motiz an mich: nächstes Mal etwas mehr abschneiden!) und ein passendes Stück Metall aus dem größeren Blch herausgetrennt.
Am Stab konnte ich das Metall dann auch direkt vorbiegen und habe es dann erst einmal mit Sekundenkleber fixiert. Weil ich dem aber nicht ganz getraut habe, wurden noch vier Löcher vorgebohrt, in welche ich dann je einen kurzen Nagel hineingetrieben habe.
Meine Nachbarn werden sich über das Hämmern zu der Uhrzeit gefreut haben. Hatte ja schließlich erst andere Varianten ausprobiert und dann doch wieder verworfen. ;)

Tipps & Tricks - Improvisiertes Farbregal
Tipps & Tricks – Improvisiertes Farbregal

Das Blech bekam dann eine Behandlung mit einer Dreikant-Feile und in relativ überschaubarer Zeit war der selsbtgebaute Lochschneider fertig.
Zwar aus Aluminium und deshalb nicht wer weiß wie robust, doch – hoffentlich – immer noch ausreichen, um etwas Wellpappe zu bearbeiten. Tipps & Tricks – Improvisiertes Farbregal weiterlesen

Peter & Assistent basteln – Pappkarton-Roboter

Heute mal ein bisschen was anderes:
An Ostern war ich in der alten Heimat in Norddeutschland. Nicht nur um das gute Essen meiner Mutter zu verköstigen und ein paar ruhige Tage hinter mich zu bringen, sondern auch um ein kleines Bastelexperiment mit meinem Neffen (Assistenten) durchzuführen.

Es begann bereits Ende letztes Jahr, als mein Vater sich – bedingt durch einen fies kaputten Fuß – sich einen neuen Rollator gekauft hat. Dieser kam in einem – wie auf dem Bild zu sehen – länglichen Karton. Eben jener Karton wurde dann schon bald von meinem Assistenten als Spielobjekt entdeckt, indem er Kopf voran in den Karton gekrochen ist. Weil es ihm darim aber zu dunkel war, hab ich ihm erst einmal ein Sichtfenster hineingeschnitten.

Ergebnis war aber immer noch nur ein Karton mit einem Sichtloch. Da muss man doch noch mehr draus machen können. :D

Peter & Assistent basteln - Pappkarton-Roboter
Peter & Assistent basteln – Pappkarton-Roboter

Also war erst einmal eine Anprobe des Assistenten fällig, damit ich Höhe und Größe der Armlöcher anzeichnen konnte. Die Klappe der Sichtluke wurde auch wieder angeklebt.

Peter & Assistent basteln - Pappkarton-Roboter
Peter & Assistent basteln – Pappkarton-Roboter

Meine ursprüngliche Idee war es dem Karton wollwertige Arme zu verpassen, aber mit dem Material, welches ich da hatte, war das nicht praktikabel. Von daher habe ich mich dann doch nur für eine Art Schulterpanzer entschieden.
Außerdem hatte ich noch ein paar alte Raketenspitzen eingepackt und mir war irgendwie danach dem Roboter eine Art Antennen zu verpassen.

Die Ansage des Assistenten lautete, dass es ein Bauer werden soll, doch da das nicht ganz zu meinen verfügbaren Farben passte und ich auch schon Roboter oder zumindest Ritter oder irgendetwas anderes, metallisches im Sinn hatte, haben wir uns auf „Bauer-Roboter“ geeinigt.
Eigentlich sollte er auch noch passendes Werkzeug erhalten, aber dafür fehlte am Ende die Zeit.

Peter & Assistent basteln - Pappkarton-Roboter
Peter & Assistent basteln – Pappkarton-Roboter

Erstmal hieß es aber die Schultern zu befestigen. Da habe ich fix mit etwas zurecht geschnittener Pappe und einer guten Portion Heißkleber improvisiert. Das sollte auf jeden Fall eine Weile halten und am Ende ist es ja doch nur Pappe und nichts für ewig. Fehlt auch nicht mehr viel, dann ist der Assistent schon herausgewachsen. ;)

Peter & Assistent basteln - Pappkarton-Roboter
Peter & Assistent basteln – Pappkarton-Roboter

Also danach an die Details.
Ansage war „Bauer“. Auf weitere Nachfrage bzw Brainstorming fiel die Wahl auf eine Latzhose, was mir recht entgegen kam. Sowas lässt sich aus meienr Sicht nämlich mit recht einfachen Mitteln und gut als solche identifizierbar

Darüber hinaus habe ich mir dann überlegt, dem Karton-Ding noch ein Paar Augen zu verpassen und ein grinsender Mund durfte auch nicht fehlen.

Peter & Assistent basteln - Pappkarton-Roboter
Peter & Assistent basteln – Pappkarton-Roboter

Als nächstes wurde Opas Garage etwas geplündert, um das Werkstück mit etwas mehr Struktur und zusätzlichen Details zu versehen.
Die Entscheidung fiel auf ein paar Unterlegscheiben und eine Hand voll Holzdübel, mit welchen der Assistent und ich in gerechter Arbeitsteilung (ich Leim, er Dübel) dem zukünftigen Bauer-Roboter Bart und Augenbrauen verpasst haben.

Peter & Assistent basteln - Pappkarton-Roboter
Peter & Assistent basteln – Pappkarton-Roboter

Das durfte dann erst einmal einige Stunden trocknen, bevor ich am Nachmittag mit Sprühfarbe grundiert habe. Unschönerweise war es an diesem Tag so überlst windig, dass sich in den ersten paar Minuten viel zu viel Farbe ins Nichts verteilt hat, aber zum Glück gab es noch den windgeschützten Holzschuppen bei meinen Eltern. Nachteil: Der Karton hat jetzt etwas eingebetteten Dreck am unteren Ende. ^^

Zum Glück hat der Assistent von diesem Arbeitsschritt nichts mitbekommen, weil er gerade mit seinem Spielzeugtraktor Omas Gemüsegarten umgepflügt hat. Wer weiß, wie viel Farbe der junge Mann ansonstent abbekommen hätte. „Nein, fass das nicht an“ kann nämlich ganz unterschiedliche Auslegungen haben. ;)

Peter & Assistent basteln - Pappkarton-Roboter
Peter & Assistent basteln – Pappkarton-Roboter

Am Abend und folgenden Morgen haben wir dem Karton dann einige Schichten Farbe verpasst. Hier und da musste ich bei den Farben etwas improvisieren, weil sie schon relativ alt waren, aber dafür kann man ja mischen.
Bei den groben Arbeiten hat mir der Assistent noch geholfen, aber irgendwann kamen dann seine Cartoons und dann durfte Onkel Peter alleine weitermalen.
War für die Details vermutlich auch besser.
Wobei… im Nachhinein kann ich sagen, hätte ich ihn man einfach malen lassen. Ist ja für ihn und nicht für mich. ;)
Die allerletzten Details wie den hellgrünen Bart (wie vom Assistenten gewünscht) habe ich dann am nächsten Tag noch fertiggestellt.

Jetzz muss ich nur mal wieder in den Norden fahren, um zu prüfen, ob der Bauer-Roboter denn auch verwendet wird oder jemand doch wieder nur Zeichentrickfilme kuckt.
Hab ich ja nie gemacht, als ich jung war… *pfeif*

So viel zu diesem kleinen Exkurs.
Gruß
Peter

Geländebau – Container 2.0

*händereib* Wir endlich mal wieder Zeit für etwas Geländebau (und ein kleines Tutorial). Ein wenig nostalgisch wird es auch, denn schließlich drehte sich einer der erste Artikel. die ich hier geschrieben habe, auch um Container. ;)
Heute allerdings gibt es sie in einer etwas verbesserten Form. :)

Geländebau - Container 2.0 - Grundmaterial
Geländebau – Container 2.0 – Grundmaterial

Was wird benötigt? Oder eher: Wie bin ich auf diese Variante gekommen?
Nun, beim Einkaufen bin ich irgendwann einmal an einer Packung Wellpappe zum Basteln vorbeigelaufen und dachte mir: Hey, da würde ich mir das Abpulen der einen Pappschicht sparen und viel kosten tut sie auch nicht.
Und außerdem gab es sie in verschiedenen Farben und nicht nur in Kartonbraun. Das sollte sich im weiteren Verlauf ebenfalls als Vorteil erweisen.

Was wird noch benögt?
Im Grunde das übliche: Ein Lineal, einen Bleistift und eine Schere oder ein Messer.
Außerdem noch etwas farbigen Bastelkarton. Den gab es an einem anderen Tag im gleichen Supermarkt. ;)
Achja, Kleber sollte man auch nicht vergessen. Ich empfehle Heißkleber, denn dadurch die die Container noch schneller zusammengebaut.

Schritt 1: Anzeichnen, schneiden, etc

Geländebau - Container 2.0 - Schritt 1: Anzeichnen
Geländebau – Container 2.0 – Schritt 1: Anzeichnen

Als erstes habe ich mit den Wellkarton geschnappt und die Ausmaße der Container angezeichnet.
Die Bögen, die ich hier habe, sind etwas größer als A4 und entsprechend bekommen ich zwei Container auf einen Bogen. Dafür zeichne ich die langen Seiten des Containers – alle vier übereinander – an. Außerdem gibt es dann noch genug Platz an der Seite, um vier kurze Seiten azuzeichen.

Welche Größe meine Container sind?
Nun, ich bin vor Kurzem bin ich über ein paar Angaben zu Containern als Tabletopgelände gestolpert. Jemand schrieb, dass normale Frachtcontainer 20 x 8 x 8 Fuß groß wären. In 1:48 Maßstab ergibt das 5 x 2 x 2 Zoll oder 12,5 x 5 x 5 Zentimeter. Also ein sehr angenehmes Maß, wenn man sich die Bewegungsreichweiten in vielen Spilen anschaut. Man könnte ich aber auch gut auf 10 x 5 x 5 Zentimeter verkürzen. Geländebau – Container 2.0 weiterlesen

Tutorial – Selbstgebaute Silhouette-Templates für Infinity N3

Zeit für eine neues Tutorial! ;)

Seit knapp vier Wochen ist die dritte Edition von Infinity auf dem Markt und mit ihr hat sich so einiges verändert. Eine der Änderungen ist die Einführung eines neuen Attributes für jede Figur: der Silhouette.
Dieses Attribut definitert die Größe der Figur und den Raum, den sie im Rahmen der Kampfsimulation einnimmt. Klingt auf den ersten Blick vielleicht schrecklich abgehoben, aber es dreht sich einfach darum, dass Figuren nun einmal statische Metall- oder Plastikkörper sind, die sich laut Simulation (denn das Spiel ist ja nichts anderes) aber vergleichbar mt Menschen über das Spielfeld bewegen und auf diesen agieren.
Weil aber nun einmal ein Mensch nicht immer sturr in eienr Pose darsteht, sondern auf ein bestimmtes Zeitfenster (= (Re)Aktion) betrachtet einen gewissen Raum einnimmt, der größer ist, als er oder sie selbst, ist ein Hilfsmittel wie die Silhouette notwendig oder zumindest nützlich.

Jetzt mag man sich fragen: Ist das denn wirklich notwendig? Kann man das nicht auch ohne diesen Killefit regeln?
Sicher kann man das. Jeder Spieler hat aber seinen eigenen Blickwinkel und je klarer eine Situation innerhalb der Simulation geregelt ist, umso weniger Diskussionen entstehen … hoffentlich. ;)
Für alle weiteren Details empfehle ich die Konsultierung des N3-Regelbuches.

Sicher gibt es mittlerweile einige Hersteller, welche die verschiedenen Silhouetten-Templates aus Acryl oder MDF zum Kauf anbieten, aber warum nicht für kleines Geld selbst bauen? :)

Schritt 1: Silhouetten vorbereiten

Schritt 1 - Silhouette-Templates zum Ausdrucken von Corvus Belli
Schritt 1 – Silhouette-Templates zum Ausdrucken von Corvus Belli

Erst einmal werden die Silhouetten benötigt. Während man die korrekte Breite zwar über die Basegrößen herleiten kann, ist man bei den Höhen leider etwas aufgeschmissen und Corbus Belli liefert auch keine exakten Werte. :(
Stattdessen kann man sich aber einfach die Templates aus dem offiziellen Tokens Sheet ausdrucken. Man sollte nur darauf achten, dass man die passende Papiergröße und Skalierung wählt. ;)
Außerdem empfiehlt sich die Verwendung eines Laserdruckers. Die nicht wasserfeste Tinte eines Inkjet wird nämlich etwas bissig auf mindestens einen der folgenden Schritte reagieren. ^^

Schritt 1 - Definition der Silhouette
Schritt 1 – Definition der Silhouette

Unglücklicherweise ist Corvus Bellis Definition der Silhouette nicht unbedingt klar (oder ich habe die richtige Passage im Regelbuch übersehen). Ich meine aber aus den vorhandenen Informationen herauslsen zu können, dass der Zylinder ohne die Lasche und Silhouetten-Nummer am oberen Ende der vorgefertigten Templates gemeint ist. Also der oben in rot markierte Bereich. Von der leichten perspektivischen Verzerrung des Fotos einmal abgesehen. ;)

Schritt 1 - Silhouetten ausschneiden
Schritt 1 – Silhouetten ausschneiden

Gut, wir haben also nun die sieben bzw acht Silhouetten verfügbar. Ob man die achte wirklich mit vorbereitet – sie ist ja schließlich nur für ein einziges Modell da – bleibt jedem selbst überlassen. Wenn man aber einmal dabei ist, warum nicht die ganze Strecke zurücklegen?

Ich habe also jede Silhouette ausgeschnitten und nach Basegrößen sortiert. Tutorial – Selbstgebaute Silhouette-Templates für Infinity N3 weiterlesen