Schlagwort-Archive: Tutorial

Tipps & Tricks – Spiegelfolie

Manchmal findet man in der schieren Flut an oft sehr minderwertigen Informationen im World Wide Web doch echte Goldstücke. So war es in meinem Fall bei einem DIY- oder 5-Minute-Crafts- oder so -Video.
Eigentlich ging es in diesem Video darum seiner Smartphone-Hülle mehr Bling-Bling zu verpassen, doch damit kann ich dann so wirklich nichts anfangen. Die Idee hingegen war wirklich gut und musste bei passender Gelegenheit auf meine Figuren angewandt werden.

Was wird benötigt?

  • eine alte CD (DVD dürfte auch gehen) mit möglichst wenig Aufdruck
  • relativ kräftiges Klebeband (in meinem Fall reichte billiges Paketklebeband)
  • eine kleine Schere
  • irgendwas zum „Abpausen“ der Form (habe billiges Malerkrepp genommen)
  • Leim, Pinsel, Bastelmesser (Standardkram eben)
2018-05-21_spiegelfolie_01
unfertige Spiegel

Hier sehen wir zwei der Figuren, deren Spiegel mit echter Reflektion versehen werden sollen. Die Form der beiden Spiegel hatte ich schon abgezeichnet, als sie noch nicht bemalt waren.

2018-05-21_spiegelfolie_02
geschlachtete CD … ähm, .. Spiegelfolie

Als Spiegelfolie möchte ich die Reflektionsschicht einer alten CD verwenden. Am besten eine Stelle ohne Aufdruck, denn soweit meine Versuche gehen, scheint zB Schrift gerne mal durch und das wäre irgendwie doof.

2018-05-21_spiegelfolie_04
Spiegelfolie auf Klebeband

Ich habe billiges Paketklebeband verwendet, um die Schicht von der CD zu entfernen und ihr auch gleich einen Untergrund zu geben. Lose hält die nämlich nix aus.
Vermutlich durch die Kombination aus Alter und geringer Qualität des Silberlings reichte bei mir schon die reine Klebekraft des Trägermediums, um die Silberfolie abzureißen. Für den Fall, dass mehr benötigt wird, kann man mit einem Bastelmesser einen kleinen Schnitt in die Reflektionsschicht machen und somit ihre Integrität reduzieren. Tipps & Tricks – Spiegelfolie weiterlesen

Advertisements

Ein Experiment in Weiß

Ich hatte von meinen Snapfit-Stormcasts noch zwei übrig und dachte mir, mit denen muss sich doch etwas machen lassen. Also habe ich angefangen etwas, mit weiß zu experimentieren und hier ist nun das Ergebnis.
Man könnte sicher noch mehr herausholen, aber ich bin durchaus zufrieden damit, was am Ende herausgekommen ist.

Es begann mit einer hellgrauen Grundierung (Weiß hätte es auch getan, aber hellgrau und dunkelgrau habe ich nun einmal als vorgemischte Grundierungen da). Die Rüstungsplatten hatte ich im ersten Anlauf in mehreren, dünnen Schichten rein weiß bemalt, doch dann ging mir schnell auf, dass ich so keine echten Highlights hinbekommen würde.
Also habe ich stattdessen ein fast weißes Violett angemischt und damit noch einmal die Panzerplatten bemalt.

Dann kam die Sauerei. In mehreren Schritten und Schichten habe ich mit einer extrem dünnen Lasur aus Violett und Schwarz die Vertiefungen und Schatten hervorgehoben. Dabei bin ich nicht unbedingt vorsichtig vorgegangen, sondern dachte mir, was zu viel ist, kann ich hinterher wieder mit dem Weißviolett vom Anfang und mit reinem Weiß ausbügeln. Ein Experiment in Weiß weiterlesen

Peter bastelt: Würfelbrett

Als ich vor kurzem etwas aufgeräumt habe, fiel mir dieses „Brett“ in die Hände, auf welchem bis vor einiger Zeit die Schale meines Bonasis Platz gefunden hatte, doch den haben leider die Zwergsikaden zerfressen…
Also stand ich vor der Wahl es wegzuwerfen oder einen neuen Verwendungszweck dafür zu finden. Über ein Würfelbrett hatte ich schon immer mal nachgedacht, denn leider gehöre ich zu den Menschen, die besonders talentiert darin seind, auf den Boden zu würfeln. ;)

2017-10-12_wuerfelbrett_01
Ausgangsbasis „Brett“

Also habe ich es erstmal etwas gereinigt, dann grob angeschliffen und danach mit einem Rest schwarzer Sprühgrundierung gefärbt. Wurde also eine echte Restverwertung. ;)

2017-10-12_wuerfelbrett_02
Grundiert

Auf der Innenseite bin ich dabei nicht so übermäßig grpndlich gewesen, denn die sollte eh als nächstes beklebt werden. Dafür bekam die Außenseite eine ausführlich Behandlung. Peter bastelt: Würfelbrett weiterlesen

Auf, auf und davon! – Ein Diorama-Projekt

Es ist mal wieder Zeit für ein kleines Diorama-Projekt, denn ich… schulde da noch jemandem ein Geburtstagsgeschenk… schon beinahe ein Jahr.
Aber zu meiner Entschuldigung sei gesagt, es war ein ereignisreiches Jahr. :)

Mit dem Bau habe ich schon vor einer Weile angefangen und dass die Basis eine wieder Figur von Scale75 wird, war sogar schon klar, bevor ich umgezogen bin.
Erst hate ich eine Stück Industrieruine als Startplattform um Sinn, doch dann dachte ich mir, warum nicht mal etwas ganz anderes probieren. Also schnell ein paar Korkreste geschnappt und auf den Holzsockel einen kleinen Berg als Füllung gebaut. Auf dem als Grundlage ging es dann mit tonbasierter Modelliermasse weiter. mit welcher ich erst einmal grobe „Wolken“ geformt habe.

Als ich vor ein paar Tagen die „Wolken“ dann verfeinert habe, stellte sich diese leicht auf Geiz basierende Entscheidung als eine wirklich gut heraus. Erst hatte ich versucht die Wölbungen mit Schmirgelpapier und Bastelklinge zu glätten, doch alle Kannten konnte ich so nicht heruasbekommen.
Diese Modelliermasse lässt sich aber mit Wasser, auch wenn sie schon ausgetrocknet ist, wieder etwas aufweichen und dann war es nur eine Frage der Bearbeitung mit einem harten Pinsel und einer alten Zahnbürste um fast alle Kanten weich zu bekommen. :) Auf, auf und davon! – Ein Diorama-Projekt weiterlesen

Tipps & Tricks – Entgraten, Stiften & mehr

Es ist nun schon eine Weile her, dass ich nach Tipps zum Stiften und ähnlichem gefragt wurde und nicht ganz so lange, dass ich die Fotos für diesen Artikel gemacht habe. Aber wie heisst es so schön: Was lange währt, wird endlich gut… OK, vielleicht zumindest. ;)

Tipps & Tricks - Entgraten, Stiften & mehr
Tipps & Tricks – Entgraten, Stiften & mehr

Nehmen wir diesen USAriadna Minutemen als Versuchkaninchen. Die Figur besteht aus einem Grundkörper und vier Teilen, welche angeklebt werden müssen.
Auf dem Bild kann man auch sehr gut einige der für Infinity typischen Gussgrate erkennen, die natürlich noch entfernt werden müssen. Typische Gussgrate? Ja, genau.
Irgendwo muss man eben die Angussstellen setzen und wenn man die Formen immer auf die gleich Art und Weise baut, dann befinden sich auch die Stellen, an denen sich „Überschuss“ sammelt gerne an den gleichen Ecken.
Ansatzstellen befinden sich bei Infinity gerne – im Fall von Armen – an Ellenbogenschonern oder – im Fall von Köpfen – am Hals bzw oben auf dem Helm. Aus meiner Sicht sind das meist die besten Stellen, denn sie befinden sich entweder auf glatten Strukturen, die man entsprechen leicht und ohne anderen Verlust wieder glätten kann, oder an solchen, wie hinterher verborgen sind.

Doch werfen wir doch einen genaueren Blick auf die Einzelteile. :)

Tipps & Tricks - Entgraten, Stiften & mehr
Tipps & Tricks – Entgraten, Stiften & mehr

Am Körper muss recht wenig gesäubert werden. Unten am Steg sind ein paar Zinnreste, die einfach mit einem Bastelmesser entfernt werden können.
Man kann hier auch sehr schön erkennen, welche Kodierung der Klebestellen Corvus Belli in seinen aktuellen Designs eingebaut hat. Darauf komme ich aber gleich noch einmal zurück.

Tipps & Tricks - Entgraten, Stiften & mehr
Tipps & Tricks – Entgraten, Stiften & mehr

Bei den nächsten Teilen kommt schon etwas mehr zusammen. Oben auf dem Helm ist einer der schon angesprochenen Gussansätze. Da kann der Großteil mit einer Kneifzange oder mit einem Bastelmesser entfernt werden und danach lässt sich die Stelle vorsichtig glatt feilen. Tipps & Tricks – Entgraten, Stiften & mehr weiterlesen