Schlagwort-Archive: Tutorial

Auf, auf und davon! – Ein Diorama-Projekt

Es ist mal wieder Zeit für ein kleines Diorama-Projekt, denn ich… schulde da noch jemandem ein Geburtstagsgeschenk… schon beinahe ein Jahr.
Aber zu meiner Entschuldigung sei gesagt, es war ein ereignisreiches Jahr. :)

Mit dem Bau habe ich schon vor einer Weile angefangen und dass die Basis eine wieder Figur von Scale75 wird, war sogar schon klar, bevor ich umgezogen bin.
Erst hate ich eine Stück Industrieruine als Startplattform um Sinn, doch dann dachte ich mir, warum nicht mal etwas ganz anderes probieren. Also schnell ein paar Korkreste geschnappt und auf den Holzsockel einen kleinen Berg als Füllung gebaut. Auf dem als Grundlage ging es dann mit tonbasierter Modelliermasse weiter. mit welcher ich erst einmal grobe „Wolken“ geformt habe.

Als ich vor ein paar Tagen die „Wolken“ dann verfeinert habe, stellte sich diese leicht auf Geiz basierende Entscheidung als eine wirklich gut heraus. Erst hatte ich versucht die Wölbungen mit Schmirgelpapier und Bastelklinge zu glätten, doch alle Kannten konnte ich so nicht heruasbekommen.
Diese Modelliermasse lässt sich aber mit Wasser, auch wenn sie schon ausgetrocknet ist, wieder etwas aufweichen und dann war es nur eine Frage der Bearbeitung mit einem harten Pinsel und einer alten Zahnbürste um fast alle Kanten weich zu bekommen. :) Auf, auf und davon! – Ein Diorama-Projekt weiterlesen

Tipps & Tricks – Entgraten, Stiften & mehr

Es ist nun schon eine Weile her, dass ich nach Tipps zum Stiften und ähnlichem gefragt wurde und nicht ganz so lange, dass ich die Fotos für diesen Artikel gemacht habe. Aber wie heisst es so schön: Was lange währt, wird endlich gut… OK, vielleicht zumindest. ;)

Tipps & Tricks - Entgraten, Stiften & mehr
Tipps & Tricks – Entgraten, Stiften & mehr

Nehmen wir diesen USAriadna Minutemen als Versuchkaninchen. Die Figur besteht aus einem Grundkörper und vier Teilen, welche angeklebt werden müssen.
Auf dem Bild kann man auch sehr gut einige der für Infinity typischen Gussgrate erkennen, die natürlich noch entfernt werden müssen. Typische Gussgrate? Ja, genau.
Irgendwo muss man eben die Angussstellen setzen und wenn man die Formen immer auf die gleich Art und Weise baut, dann befinden sich auch die Stellen, an denen sich „Überschuss“ sammelt gerne an den gleichen Ecken.
Ansatzstellen befinden sich bei Infinity gerne – im Fall von Armen – an Ellenbogenschonern oder – im Fall von Köpfen – am Hals bzw oben auf dem Helm. Aus meiner Sicht sind das meist die besten Stellen, denn sie befinden sich entweder auf glatten Strukturen, die man entsprechen leicht und ohne anderen Verlust wieder glätten kann, oder an solchen, wie hinterher verborgen sind.

Doch werfen wir doch einen genaueren Blick auf die Einzelteile. :)

Tipps & Tricks - Entgraten, Stiften & mehr
Tipps & Tricks – Entgraten, Stiften & mehr

Am Körper muss recht wenig gesäubert werden. Unten am Steg sind ein paar Zinnreste, die einfach mit einem Bastelmesser entfernt werden können.
Man kann hier auch sehr schön erkennen, welche Kodierung der Klebestellen Corvus Belli in seinen aktuellen Designs eingebaut hat. Darauf komme ich aber gleich noch einmal zurück.

Tipps & Tricks - Entgraten, Stiften & mehr
Tipps & Tricks – Entgraten, Stiften & mehr

Bei den nächsten Teilen kommt schon etwas mehr zusammen. Oben auf dem Helm ist einer der schon angesprochenen Gussansätze. Da kann der Großteil mit einer Kneifzange oder mit einem Bastelmesser entfernt werden und danach lässt sich die Stelle vorsichtig glatt feilen. Tipps & Tricks – Entgraten, Stiften & mehr weiterlesen

Kurztipp: Verpackungsreste als Palette

Immer wieder bekomme ich Plastikverpackungen in die Finger, bei denen mir direkt einfällt, dass man sie doch ganz gut zweckentfremden statt wegwerfen könnte.
Sicher sollte man das nicht übertreiben und wirklich alles aufheben, aber aus meiner Sicht lohnt es sich, die guten herauszupicken.

Kurztipp: Verpackungsreste als Palette
Kurztipp: Verpackungsreste als Palette

Wie zum Beispiel dieses Stück Plastik, welches übrig bleib, nachdem ich die Packung von Ferreros „Unsere Besten“ (Danke nochmal an die Verwandtschaft für das Geburtstagsgeschenk :) ) vernichtet hatte.
Leider lässt es sich nicht besser auf einem Foto ablichten. Die Verpackung hat sechs runde Aussparungen, in denen sich früher Rochers befanden, und zehn rechteckige, die ehemals einige Ferrero Küsschen beheimatet haben. Also eine schöne Anzahl und Kombination von kleinen Behältern, um Washes oder andere Dinge, die sich nicht so gut mit der Nasspalette vertragen, aufzubewahren oder anzumischen.
Ich habe auf jeden Fall immer gerne mal solche Behältnisse da. Nicht nur für Farbe, sondern auch für Kleber…. aber der Großteil geht zum Glück weiterhin in den gelben Sack. ;)

Gruß
Peter

Kurztipp: Bemalsockel

Sozusagen aus gegebenem Anlass möchte ich euch nur schnell einen meiner Tricks zum Bemalen von Miniaturen zeigen.
Sicher es ist keine bahnbrechende Innovation, aber ich habe selsbt schon oft genug gestgestellt, dass manche Lösungsansätze einfach zu naheliegend sind, als dass man selbst auf sie kommt. Deswegen lieber mal eine „dumme Idee“ mehr gezeigt und ob es jemand anderem hilft oder für ihn funktioniert, kann dann jeder für sich selsbt entscheiden. ;)
Außerdem ist das Gezeigte eben MEIN Lösungsansatz und für mich funktioniert er. Das bedeutet noch lange nicht, dass es die einzig wahre Vorgehensweise ist oder man sie nicht variieren kann. Ich bitte sogar darum. :)

Kurztipp: Bemalsockel
Kurztipp: Bemalsockel

Anfangs habe ich meine Figuren am Baserand festgehalten, doch schnell festgestellt. dass das ein paar entscheidende Nachteile halt.

  • es ist frimmelig
  • man mal sich die Finger an
    (OK, das mache ich immer noch, aber aus anderen Gründen.)
  • man reibt fast zwangsläufig an einige Stellen wieder die Farbe ab

Deswegen bin ich irgendwann dazu übergegangen, meine Figuren entweder mit ihrer Base oder mit den Drahtstiften on ihren Füßen auf ein Stück Holz zu kleben, das ich da hatte.
Zuerst waren das noch Stücke einer Querstrebe, die aus einem alten Stuhl herausgebrochen war und auf dem „Bring es endlich in den Müll“-Stapel lag; später bin ich dann zu anderen Lösungen übergegangen.
Ich habe die Figuren auch erst mit Pattafix auf den Holzstücken befestigt, doch bei ein paar schweren Modellen und je nachdem, wie herum ich die Sockel gehalten habe (Ja, liebe Godslayer-Zwerge, ich rede von euch), war die Klebkraft des Pattafix nicht immer und nicht dauerhaft stark genug und deswegen hat es den einen oder anderen Sturzschaden gegeben.

Kurztipp: Bemalsockel
Kurztipp: Bemalsockel

Deswegen bin ich mitlerweile dazu übergegangen die Figuren mit Holzleim festzukleben. Natürlich nicht auf dem blanken Holz, sondern normalerweise auf einem Stückchen Kork oder – in einem meiner letzten Versuche – ein Stück Wellpappe. Beides hat den Vorteil, dass es, wenn man die bemalte Figur später vorsichtig vom Sockel abhebelt, leicht nachgibt und man dann nur noch die Kleberreste unter der Base wegkratzen muss… und außerdem sind beide Varianten spotbillig. :)

Alternativ habe ich auch schon mal mit Tapetenkleister Experimentiert – den hatte ich da, weil ich dachte er wäre eine Alternative für den Geländebau – aber der hat verschiedene Nachteile. Holzleim – oder unter welchem Namen PVA noch verkauft wird ;) – ist bisher der klare Gewinner.
Nachteil des Holzleims bleibt die Trockenzeit, aber für leichte Figuren kann man ja zur Not immer noch auf Pattafix ausweichen. ;)

Kurztipp: Bemalsockel
Kurztipp: Bemalsockel

Achja, meistens verwende ich einen 40x40x40 Holzsockel aus irgendeinem günstigen Holz aus dem hiesigen Baumarkt; selbst zurecht geschnitten aus einem 40x40mm-Kantholz.
Warum diese Größe? Nun das ist eine belibte Sockelgrße für kleine Dioramen und so kann ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, was die Bevorratung angeht.
Als reine Bemalsockel zum Festhalten der Figur tun es aber zB auch Reststücke eines alten Regales oder so (siehe erstes Bild links ;) )

In diesem Sinne:
Weitermalen!

Gruß
Peter

Tutorial – Energiefelder & Butzenglasfenster

Vor kurzem ist wieder ein Tutorial von mir bei Magabotato erschienen. Das darf dann natürlich auch hier in meinem Blog nicht fehlen; in leicht abgewandelter Form. :)

Bei meinem letzten Tutorial auf Magabotato (Link auf meine Version hier) ging es noch um Bases, doch dieses Mal gibt es einen Abstecher in den Geländebau. Doch ich will kein vollständiges Geländestück bauen, sondern nur ein kleines Gimmick, mit welchem man ein solches verfeinern kann. Und weil es so schön ist auch gleich noch in kombinierter Variante für SciFi und Fantasy gleichzeitig.

Worum es geht?
Öhm, war der Titel so leicht zu übersehen? ;P
Es geht darum strukturierte Energiefelder für SciFi-Gebäüde oder Butzenglasfenster für eher fantastisch angehauchte Bauten zu bauen. ;)
Also steigen wir mal direkt mit einer groben Materialliste ein:

  • Hauptkomponente ist irgendeine Netzstruktur.
    Das kann das alte Netz einer Packung Knoblauch sein, aber wesentlich angenehmer finde ich ein Insektennetz. Warum werde ich im weiteren Verlauf erklären.
  • Wassereffekt oder glänzendes Acrylgel (,denn das ist im Grunde das Gleiche). Ggf funktioniert auch normales Acrylmedium (,denn das ist einfach die flüssigere Variante der erstgenannten)
  • Washes, Inks oder Pigmente oder irgendetwas anderes, womit der Wassereffekt halbtransparent eingefärbt werden kann.
  • Ein paar ausreichend große Stücke durchsichtiger Kunststoff (zB alte Blisterpackungen)

Darüber hinaus halt das übliche, was an jedem Basteltisch irgendwie vorhanden sein sollte. Pinsel, Schere, etc.

Achja, eine Kleinigkeit noch:
Die grundlegende, in diesem Tutorial gezeigte Idee stammt nicht von mir. Ich bin irgendwann darüber im Netz gestolpert bei einem netten Italiener, der sich »Lazy Forger« nennt. Damals hatte er noch eine Webseite mit ausführlichen Tutorials, aber die ist mittlerweile offline. Was jedoch noch existiert ist sein Blog, in welchem sich auch noch eine sehr minimalistische Variante seines Tutorials befindet und seine Facebook-Seite, auf der er sich vor allem um 15mm-Gelände zu kümmern scheint (habe sie nur kurz überflogen, nachdem ich ihn wiedergefunden hatte ;) ).
Beides auf jeden Fall einen Blick wert, finde ich.

Wie immer habe ich mir die Freiheit genommen, ein paar Modifikationen am Original vorzunehmen, denn das ist doch der Sinn einer Inspiration, oder? :)

Schritt 1 – Das Netz vorbereiten

Tutorial - Energiefeld & Butzenglasfenster
Tutorial – Energiefeld & Butzenglasfenster

Als erstes wird halt ein Stück Netz benötigt. Wie groß dieses Stück sein sollte, ergibt sich aus der späteren Verwendung, und für den Fall der Fälle sollte man es einfach etwas größer machen. Wegschneiden kann man später immer noch etwas. ;)

Auf dem gezeigten Bild ist ein Stück weißes Insektennetz zu sehen und keine Panik, wenn man da noch nicht viel erkennen kann, im Folgenden wird es besser.
Weiß auf weiß ist halt immer etwas … sc … suboptimal.

Tutorial - Energiefeld & Butzenglasfenster
Tutorial – Energiefeld & Butzenglasfenster

Im folgenden Schritt habe ich meine Netze nämlich schwarz eingefärbt, indem ich sie mit einem großen, breiten Pinsel solange mit Farbe eingerieben habe, bis ich keine hellen Stellen mehr entdecken konnte. Unter Umständen sind dafür mehrere Durchgänge notwendig.
Ob ein solches Einfärben sinnvoll oder notwendig ist, hängt wieder vom persönlichen Einsatzgebiet ab. Ich könnte mir auch vorstellen die Netze silbern zu färben, gerade wenn es um die Fantasy-Variante als Butzenglasfenster geht. Auf der anderen Seite sind die Fäden dann aber auch wieder so klein, dass Schwarz in (fast) allen Fällen den besten Kontrast und die beste Wirkung bringen dürfte.
Es gibt natürlich auch Netze, die schon schwarz sind (dann kann man die so lassen ;) ), oder poppig orange oder so (dann haut bitte, bitte, ausreichend Schwarz drauf. ;P ). Tutorial – Energiefelder & Butzenglasfenster weiterlesen